Bitcoin fällt auf niedrigsten Stand seit Mitte April

Der Bitcoin ist am Montag erstmals seit Mitte April unter 72.000 US-Dollar gefallen.
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Die Digitalwährung kostete auf der Handelsplattform Bitstamp zeitweise 71.811 Dollar. Zuletzt lag der Kurs nur geringfügig höher. Im frühen Handel hatte der Bitcoin noch fast 74.000 Dollar gekostet.
Strategy, der größte institutionelle Anleger von Bitcoin, hat Bitcoin im Wert von rund 2,5 Millionen Dollar verkauft. Es war der erste Verkauf seit 2022. Mitbegründer Michael Saylor hatte während der Quartalskonferenz des Unternehmens im vergangenen Monat die Möglichkeit von Bitcoin-Verkäufen angedeutet. Zuvor hatte das Unternehmen jahrelang versichert, dass man keine Bitcoin verkaufen werde. Das Unternehmen erwähnte steuerliche Vorteile.
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Der Bitcoin war allerdings schon vor der Meldung unter Druck geraten. Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs bestätigten sich erneut nicht. Die Lage verschärfte sich sogar wieder. In den stockenden Gesprächen über eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg kommt es erneut zu gegenseitigen Brüchen der Waffenruhe. Nach US-Bombardierungen in der südlichen iranischen Provinz Hormusgan am Wochenende meldeten die iranischen Revolutionsgarden am Morgen einen Vergeltungsschlag. Die Risikobereitschaft der Anleger wird durch die Unsicherheit gedämpft. Der Bitcoin gilt als riskante Anlageform.
Eine deutliche Erholung des Bitcoin gilt auch angesichts der Geldpolitik der Notenbanken als unwahrscheinlich. Die gestiegenen Inflationsgefahren durch gestiegene Energiepreise dürften sich auch auf die Zinspolitik auswirken. So wird überwiegend erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche ihren Leitzins anheben wird. In den USA wird keine Leitzinssenkung mehr erwartet und eine Zinserhöhung im späteren Jahresverlauf nicht ausgeschlossen. Höhere Zinsen machen den Bitcoin weniger attraktiv, da er selbst keine Zinserträge bringt.
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FRANKFURT (dpa-AFX)
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