Dollar-Schwäche

Darum verpasst der Eurokurs vorerst den Sprung über 1,20 US-Dollar

01.09.20 13:12 Uhr

Darum verpasst der Eurokurs vorerst den Sprung über 1,20 US-Dollar | finanzen.net

Der Euro hat den Sprung über 1,20 US-Dollar zunächst knapp verpasst.

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Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Mittag bei 1,1990 US-Dollar gehandelt. In der Spitze war der Eurokurs zuvor bis auf 1,1997 Dollar gestiegen. Dies ist der höchste Stand seit Mai 2018. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag noch auf 1,1940 (Freitag: 1,1915) Dollar festgesetzt.

Damit setzt der Euro den Höhenflug der vergangenen Monate fort. Nachdem der Kurs im März - also zu Beginn der Corona-Krise - bis auf 1,0636 Dollar gefallen war, geht es seit Mitte Mai stetig nach oben.

"Eine deutliche positive Überraschung beim chinesischen Caixin-Einkaufsmanagerindex sorgt für gute Stimmung am Markt", schreibt Esther Reichelt, Devisenexpertin bei der Commerzbank. "Der US-Dollar verhält sich also weiter wie ein sicherer Währungshafen und wertet im Zuge einer höheren Risikofreude ab." In China setzt sich in den kleineren und privat geführten Industrieunternehmen die Erholung nach dem starken Einbruch infolge der Corona-Krise fort. Der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Einkaufsmanagerindex zog im August überraschend auf 53,1 (Juli: 52,8) Punkte an.

Etwas gedämpft wurde die freundliche Stimmung für den Euro am Vormittag durch schwache Daten aus Spanien. Dort ist der Einkaufsmanagerindex für die Industrie überraschend deutlich gesunken und signalisiert wieder einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität. Spanien wird gerade von einer zweiten Infektionswelle und den damit einhergehenden Reisewarnungen stark getroffen. Der Euro gab daraufhin einen Teil seiner vorherigen Gewinne ab. Nach deutlich besser als erwartet ausgefallenen italienischen Zahlen legte der Euro wieder zu.

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FRANKFURT (dpa-AFX)

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