Krypto-Hedgefonds

Hedgefonds springen trotz Krypto-Winter auf den Bitcoin-Zug auf

12.10.22 23:58 Uhr

Hedgefonds springen trotz Krypto-Winter auf den Bitcoin-Zug auf | finanzen.net

Während das Interesse an traditionellen Hedgefonds eher rückläufig scheint, investieren immer mehr traditionelle Hedgefonds-Manager in Bitcoin und Co.

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• Interesse an digitalen Assets seitens der Hedgefonds-Manager wächst
• Krypto-Hedgefonds investieren vorwiegend in Bitcoin, Ethereum und Solana
• Regulatorische Unsicherheit als Hauptgrund für Nicht-Investition

Einer Studie zufolge, die bereits zum vierten Mal gemeinsam von der Unternehmensberatung PwC, der AIMA (Alternative Investment Management Association), Elwood Technologies und dem Vermögensverwalter CoinShares durchgeführt wurde, ist das Interesse an Kryptowährungen ungebrochen.

Für das erste Quartal 2022 verzeichnen die Autoren einen deutlichen Anstieg der Krypto-Investoren unter den Hedgefonds-Managern: In der aktuellen Studie geben 38 Prozent der Befragten an, bereits in Krypto investiert zu sein, im Vergleich dazu waren es im Vorjahresquartal 21 Prozent.

Krypto-Hedgefonds

Laut den Studiendaten wurde etwa die Hälfte der derzeit über 300 Krypto-Hedgefonds in den letzten drei Jahren aufgelegt. Eine Korrelation zwischen dem Bitcoin-Kurs und der Anzahl der neu aufgelegten Fonds ist erkennbar, vor allem 2021 sind die Aktivitäten mit dem Bitcoin-Kurs angestiegen. Hauptsächlich wird in Bitcoin, Ethereum und Solana investiert. Die Strategien der Anleger ordnen die verschiedenen Kategorien zu, wobei marktneutrale Strategien nahezu ein Drittel aller Krypto-Hedgefonds-Strategien ausmachen. Insgesamt konstatieren die Autoren eine zunehmende Reife der Handelsstrategien von Krypto-Hedgefonds und gesunde Renditen. "Die zunehmende Raffinesse der Krypto-Spezialfonds lässt sich an der Erfahrung des Managements, der Vorliebe für höherwertige Vermögenswerte und dem Zusammenspiel von digitalen Vermögenswerten, On-Chain-/Off-Chain-Renditeinstrumenten und traditionellen Derivatemärkten ablesen. In der Hoffnung auf weitere regulatorische Klarheit sind sowohl Krypto-Spezialisten als auch traditionelle Hedgefonds optimistisch, was die langfristige Zukunft von digitalen Vermögenswerten und deren Wert angeht", heißt es in der Studie.

Steigendes Investitionsvolumen

Sowohl die Anzahl der traditionellen Hedgefonds-Manager, die in Kryptowährungen investieren, als auch das verwaltete Vermögen in Krypto-Fonds insgesamt sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Für meisten die Hedgefonds-Manager stellen Krypto-Investments allerdings nur einen kleinen Teil des Investitionsvolumens dar.

Laut den Autoren der Studie investieren 57 Prozent der Befragten weniger als ein Prozent des Gesamtvolumens in digitale Vermögenswerte, 39 Prozent der Studienteilnehmer sind mit zwei bis fünf Prozent investiert. Aber auch hier verzeichnen die Autoren einen Anstieg und zeichnen einen positiven Ausblick, denn 67 Prozent wollen zukünftig mehr investieren. Dies entspricht allerdings einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, als 86 Prozent der Befragten angaben, mehr in Cyberdevisen zu investieren.

Besonders interessant sind die Antworten der Manager, die bislang noch nicht in Kryptowährungen investierten: Hier geben 16 Prozent an, dass sie bereits über konkrete Investitionspläne für das laufende Jahr verfügen, 31 Prozent der Befragten zeigen eine abwartende Haltung, betonen aber an Investitionen interessiert zu sein. Insgesamt geben 41 Prozent der befragten Manager an, in den kommenden drei Jahren nicht in Bitcoin, Ethereum und Co. investieren zu wollen. Im Jahr zuvor waren es noch 57 Prozent der Befragten.

Kontra Bitcoin, Ethereum, Ripple & Co: Gründe für die Ablehnung digitaler Vermögenswerte

Die fehlende Regulierung sowie steuerliche Unsicherheiten werden von 83 Prozent der Befragten als Hauptgründe dafür angegeben, nicht in Kryptowährungen zu investieren. 79 Prozent befürchten Reputationsrisiken oder negative Reaktionen ihrer Klienten. 77 Prozent geben an, dass sie wegen fehlender Infrastruktur und Dienstleister noch nicht investiert seien

Redaktion finanzen.net

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