Kryptowährungsmarkt

Turbulenzen halten an: Kurse von Bitcoin, Ethereum & Co. brechen ein

23.05.21 19:10 Uhr

Turbulenzen halten an: Kurse von Bitcoin, Ethereum & Co. brechen ein | finanzen.net

Die Sonntags-Talfahrt der Kryptowährungen hat sich im Tagesverlauf beschleunigt.

Werte in diesem Artikel
Devisen

47.175,5596 CHF -1.402,1221 CHF -2,89%

51.121,3442 EUR -1.541,7700 EUR -2,93%

44.035,2612 GBP -1.339,9136 GBP -2,95%

9.490.326,4141 JPY -249.040,9202 JPY -2,56%

58.360,0972 USD -1.788,7861 USD -2,97%

1.266,0843 CHF -34,1241 CHF -2,62%

1.371,9801 EUR -37,5771 EUR -2,67%

1.181,8058 GBP -32,6857 GBP -2,69%

254.698,6856 JPY -5.980,8452 JPY -2,29%

1.566,2517 USD -43,6663 USD -2,71%

0,8375 CHF -0,0165 CHF -1,94%

0,9075 EUR -0,0183 EUR -1,98%

0,7817 GBP -0,0160 GBP -2,00%

168,4712 JPY -2,7444 JPY -1,60%

1,0360 USD -0,0214 USD -2,02%

161,3171 CHF -0,5435 CHF -0,34%

174,8098 EUR -0,6635 EUR -0,38%

150,5788 GBP -0,6110 GBP -0,40%

32.452,2301 JPY 0,6976 JPY 0,00%

199,5627 USD -0,8531 USD -0,43%

6,9508 USD -0,1838 USD -2,58%

9,8983 CHF -0,3272 CHF -3,20%

10,7262 EUR -0,3592 EUR -3,24%

9,2394 GBP -0,3119 GBP -3,27%

Nachdem sich die Kurse der Digitalwährungen am Samstag nach dem Kursabsturz in den Tagen davor etwas stabilisiert hatten, brachen sie zuletzt wieder ein. So kostete ein Bitcoin, die bekannteste und nach Marktanteilen größte Digitalwährung, am Sonntagabend auf dem Handelsplatz Bitstamp knapp 32.000 Dollar und damit gut 15 Prozent weniger als am Vortag. Auch andere Digitalwährungen wie Etherum sackten am Sonntag ab - zum Teil noch viel stärker als der Bitcoin.

Sie möchten in Kryptowährungen investieren? Unsere Ratgeber erklären, wie es innerhalb von 15 Minuten geht:
» Bitcoin kaufen, Ripple kaufen, IOTA kaufen, Litecoin kaufen, Ethereum kaufen, Monero kaufen.

In der vergangenen Woche war der Bitcoin am Mittwoch kurzzeitig bis auf 30.000 Dollar gefallen, konnte sich aber in den Tagen danach wieder etwas erholen. Mit einem Niveau von rund 37.000 Dollar am Freitagabend büßte der Bitcoin im Wochenverlauf rund ein Viertel an Wert ein. Seit dem Rekordhoch von knapp 65.000 Dollar Mitte April ging es damit um knapp die Hälfte nach unten.

Trotz der massiven Verluste in den vergangenen Wochen kostet der Bitcoin noch fast vier Mal so viel wie vor einem Jahr. Die massiven Schwankungen zeigen das ganze Dilemma des Markts für Digitalwährungen - er verspricht einerseits hohe Gewinne bei allerdings immens hohen Risiken. Regulierer wie die Bafin warnen deshalb beständig vor Anlagen in diesem Segment.

Laut Marktanalyst Timo Emden droht aktuell ein Absturz des Bitcoin bis auf 20.000 Dollar. Sollte dieser den Kampf um die psychologische Hürde von 30.000 Dollar verlieren, drohe neues Ungemach, hieß es in einer am Sonntag veröffentlichten Mitteilung. Nachdem die Märkte in den vergangenen Tagen ihren Verkaufsrausch kurzzeitig hätten stoppen können, habe Anleger mittlerweile wieder die Panik gepackt. Die Gemengelage gestalte sich nach wie vor unübersichtlich.

Als einen wichtigen Grund für den jüngsten Kursrutsch nannten Experten Nachrichten aus China. In einer Stellungnahme der Regierung wurde eine frühere Ankündigung bekräftigt, härter gegen die Herstellung von Kryptowährungen vorzugehen. Die Erzeugung der Digitalwährungen wird auch Mining genannt und verbraucht bei der Herstellung von Bitcoins enorme Mengen an elektrischer Energie.

Zuvor hatte bereits Tesla-Chef, Multimilliardär und Krypto-Befürworter Elon Musk den Markt für Kryptowährungen mehrfach in Aufregung versetzt. Erst revidierte Musk den Bitcoin-freundlichen Kurs des Elektroautobauers Tesla, dann schien er anzudeuten, dass sich dieser von seinen Bitcoin-Beständen trennen könnte. Musk dementierte letzteres schnell, die Kursbewegungen beim Bitcoin waren aber enorm.

Ein weiterer Belastungsfaktor kam vergangene Woche aus den USA. Am Donnerstagabend gab das US-Finanzministerium bekannt, dass es zwecks Steuerehrlichkeit eine Anzeigepflicht für Krypto-Transaktionen von mehr als 10.000 US-Dollar in Erwägung ziehe. Sollte das Vorhaben umgesetzt werden, wäre dies ein Schlag gegen die von Krypto-Fans so geschätzte Anonymität von Transaktionen.

/zb/he

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Dim Dimich / Shutterstock.com, Tomas Daliman / Shutterstock.com