Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Freundlicher Wochenausklang dank Dollar und US-Renditen


Goldpreis: Freundlicher Wochenausklang dank Dollar und US-Renditen

Der Goldpreis hat im frühen Freitagshandel zugelegt und vor allem vom schwächeren Dollar und sinkenden Anleiherenditen profitiert.

Werte in diesem Artikel
Rohstoffe

4,188.16 USD 53.23 USD 1.29 %

104.05 USD -0.23 USD -0.22 %

91.18 USD -0.31 USD -0.34 %

von Jörg Bernhard

Eine erfolgreiche Auktion 30-jähriger US-Staatsanleihen hatte am Donnerstag eine hohe Nachfrage ausgelöst und die Renditen am amerikanischen Anleihemarkt signifikant zurückgehen lassen. Dadurch verringerte sich der Druck auf das unverzinste Edelmetall. Für Entlastung sorgten auch rückläufige Ölpreise. US-Präsident Donald Trump kündigte an, vor den Kongresszwischenwahlen im November keine Angriffe auf den Iran durchzuführen. Zudem berichtete er von produktiven Gesprächen mit Teheran. Die Aussicht auf eine Entspannung könnte den Inflationsdruck durch hohe Energiekosten verringern. Allerdings bleiben weitere Zinserhöhungen der Fed ein Risiko für Gold. St.-Louis-Fed-Präsident Alberto Musalem hält zusätzliche Zinsschritte innerhalb der kommenden sechs bis neun Monate für notwendig, um die Inflation einzudämmen. Laut CME FedWatch Tool rechnen Marktteilnehmer für Oktober lediglich mit einer Wahrscheinlichkeit von 17 Prozent, dass die Leitzinsen erhöht werden – für Dezember liegt diese dagegen bei 83 Prozent. Am Nachmittag dürften sich die Marktakteure für die von der Uni Michigan ermittelten Indizes zum Konsumentenvertrauen (16.00 Uhr) stark interessieren.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.35 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 67,20 auf 4.224,20 Dollar pro Feinunze.

Werbung

Rohöl: Entspannung vor dem Wochenende

Der Ölpreis ist im frühen Freitagshandel dank wachsender Hoffnungen auf eine diplomatische Annäherung zwischen den USA und Iran gesunken. Teheran prüft derzeit eine amerikanische Antwort auf einen Vorschlag, der die Wiederöffnung der Straße von Hormus innerhalb von sieben Tagen ermöglichen könnte. Allerdings bleiben die Sicherheitsrisiken für die Schifffahrt hoch, sodass eine nachhaltige Entspannung noch keineswegs gesichert ist. Zusätzlichen Abwärtsdruck erzeugt China. Der weltweit größte Rohölimporteur will nach einer kurzen Feiertagspause seine Exporte raffinierter Ölprodukte wieder aufnehmen. Dadurch könnte sich insbesondere die angespannte Versorgungslage bei Diesel, aber auch bei Benzin und Flugzeugtreibstoff verbessern. Zudem beschleunigt die Internationale Energieagentur die Freigabe strategischer Ölreserven. Dem stehen jedoch erhebliche Produktionsausfälle in den USA gegenüber. Wegen Hurrikan Isaias wurden im Golf von Mexiko rund 1,3 Millionen Barrel täglicher Ölförderung stillgelegt. Das entspricht 62,9 Prozent der dortigen Produktion. Die Dauer der Ausfälle bleibt ungewiss.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.35 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,20 auf 90,29 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,48 auf 102,80 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Africa Studio / Shutterstock.com, TunedIn by Westend61 / Shutterstock.com

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.