Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Gedrückte Stimmung zum Wochenstart

01.06.26 08:59 Uhr

Dämpfer für das Edelmetall: Goldpreis startet kraftlos in die neue Woche | finanzen.net

Steigende Ölpreise in Kombination mit einer leichten Dollarstärke haben dem Goldpreis einen negativen Wochenstart beschert.

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von Jörg Bernhard

US-Präsident Trump hatte am Freitag angekündigt, in Kürze über einen Vorschlag zur Verlängerung des Waffenstillstands mit dem Iran zu entscheiden. Allerdings bestehen zwischen beiden Ländern weiterhin erhebliche Meinungsverschiedenheiten in zentralen Streitpunkten des Konflikts. Der Waffenstillstand scheint angesichts diverser Militärschläge zwischen dem Iran und den USA relativ brüchig zu sein. Zudem ordnete Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu an, dass israelische Truppen im Kampf gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah weiter in den Libanon vorrücken sollen. Außerdem war von der stellvertretenden Vorsitzenden der US-Notenbank für Bankenaufsicht, Michelle Bowman, am Freitag zu hören, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten bislang zwar überschaubar seien. Der Konflikt könnte jedoch zu einem anhaltenden Inflationsdruck führen, der eine restriktivere Geldpolitik erforderlich machen würde. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von fast 52 Prozent an, dass wir bis Ende des Jahres höhere US-Leitzinsen als heute sehen werden.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit leicht nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.45 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 59,60 auf 4.533,40 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Comeback der geopolitischen Risiken

Die Kämpfe zwischen dem Iran und den USA sowie die Eskalation im Libanon haben den Ölpreis im frühen Montagshandel um mehr als zwei Prozent ansteigen lassen. Die Sorgen um mögliche Angebotsengpässe überwogen die schwachen Konjunkturdaten aus China vom Wochenende. Diese zeigten eine stagnierende Industrieaktivität und verstärkten die Befürchtungen, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt an Dynamik verliert. Belastend wirken insbesondere rückläufige Exporte und steigender Kostendruck. Die Analysten von Goldman Sachs warnten am Sonntagabend zudem, dass die schwache Ölnachfrage in China und Europa ein erhebliches Abwärtsrisiko für ihre Prognosen darstellt. Für das vierte Quartal rechnen sie weiterhin mit einem Brent-Preis von 90 Dollar und einem WTI-Preis von 83 Dollar je Barrel.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 8.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 2,92 auf 90,28 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,87 auf 93,99 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

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