Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis nach Fed-Zinsentscheid und Sechswochentief: Leichte Erholung zeichnet sich ab


Goldpreis nach Fed-Zinsentscheid und Sechswochentief: Leichte Erholung zeichnet sich ab

Der Goldpreis zeigt sich im frühen Donnerstagshandel etwas schwächer, nachdem er sich nach der gestrigen Fed-Entscheidung zunächst leicht erholt hat.

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Rohstoffe

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von Jörg Bernhard

Die große Mehrheit der Fed-Entscheidungsträger rechnet bis zum Jahresende mit mindestens einem weiteren Zinsschritt nach oben. Höhere Zinsen gelten in der Regel zwar als Belastung für Gold, da sie die Attraktivität verzinslicher Anlagen erhöhen, offensichtlich waren die restriktiven Signale der Fed jedoch weitgehend an den Märkten bereits eingepreist. Unterstützung erhält Gold zudem vom nachlassenden Ölpreis. Setzt sich diese Entwicklung fort, könnte der daraus resultierende geringere Inflationsdruck dem Edelmetall mittelfristig zugutekommen. Am Nachmittag sorgt nun die anstehende Bekanntgabe der wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe und der Konjunkturausblick der Philadelphia Fed (14.30 Uhr) für erhöhte Aufmerksamkeit.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.50 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 52,10 auf 4.335,40 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Leichte Entspannung

Der Ölpreis weist im frühen Donnerstagshandel leicht negative Vorzeichen aus, nachdem sich die Sorgen über akute Versorgungsengpässe etwas abgeschwächt haben. Saudi-Arabien bietet asiatischen Raffinerien zusätzliche Rohöllieferungen über den Oman an und versucht damit, die Ausfälle infolge der beschädigten Ost-West-Pipeline und der ausgesetzten Verladungen im Hafen Yanbu teilweise auszugleichen. Zudem haben die Öltransporte durch die Straße von Hormus zuletzt wieder etwas zugenommen. Allerdings können diese zusätzlichen Lieferungen die ausgefallenen Mengen bislang nur teilweise kompensieren. Entsprechend bleibt die Versorgungslage angespannt. Hinzu kommt das Risiko einer weiteren Eskalation des Nahostkonflikts: Saudi-Arabien hat Ziele im Jemen angegriffen, während die von Iran unterstützten Huthi-Milizen ihre Angriffe auf saudi-arabische Ziele fortsetzten. Für zusätzliche Entspannung sorgte der gestrige EIA-Wochenbericht, der bei Rohöl einen geringer als erwarteten Lagerrückgang und bei Benzin und Destillaten einen unerwarteten Lagerzuwachs ausgewiesen hat.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 7.50 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,73 auf 101,70 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,62 auf 105,21 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.net

Bildquellen: farbled / Shutterstock.com, claffra / Shutterstock.com

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