Goldpreis: Neues Dreimonatshoch zum Wochenstart
Während der Dollarindex nahe am Dreimonatstief notiert, klettert der Goldpreis im frühen Montagshandel auf den höchsten Stand seit über drei Monaten.
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von Jörg Bernhard
In dieser Woche findet vom 27. bis 29. August das internationale Notenbanker-Treffen in Jackson Hole (Wyoming) statt. Für erhöhte Aufmerksamkeit sorgt hier die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh. Von ihr erhoffen sich die Marktakteure neue Impulse zur künftigen US-Geldpolitik. Die Marktteilnehmer dürften vor allem darauf achten, welche Signale Warsh zum weiteren geldpolitischen Kurs der Fed sendet. Bleibt er dabei zurückhaltend und hält sich verschiedene geldpolitische Optionen offen, könnte dies dem Goldpreis weiteren Auftrieb verleihen. Wichtige US-Konjunkturindikatoren zur US-Inflation (PCE-Index) sowie der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter stehen zudem am Mittwoch zur Bekanntgabe an. Aus charttechnischer Sicht hat sich die Lage in den vergangenen Wochen deutlich verbessert. Viele technische Indikatoren stehen derzeit auf "Kaufen". Auf der Charttechnik-Website Tradingview legen zum Beispiel von den insgesamt 26 erfassten Parametern gegenwärtig zwei das "Verkaufen", neun das "Halten" und 15 das "Kaufen" von Gold nahe. Für besonders positive Laune hat zuletzt das Überwinden der 200-Tage-Linie gesorgt.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 18,50 auf 4.699,10 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Gewinnmitnahmen zum Wochenauftakt
Der Ölpreis ist im frühen Montagshandel aufgrund von Gewinnmitnahmen signifikant gefallen. Auf geopolitischer Ebene drohten die USA nämlich dem Iran mit der nach eigenen Angaben "größten jemals aufgebotenen Finanzoffensive". Washington bereitet Wirtschaftssanktionen vor, die sich gegen Handelspartner Irans richten sollen. Die Ölpreise fielen um mehr als einen US-Dollar je Barrel, da Anleger vor der erwarteten Ankündigung Gewinne mitnahmen. US-Finanzminister Scott Bessent will am Abend eine Pressekonferenz abhalten, um Details zu verkünden. Nach Angaben aus Handelskreisen ist das Angebot iranischen Rohöls für chinesische Käufer zurückgegangen, während die Preise gestiegen sind. Grund dafür ist die US-Blockade, die die iranischen Ölexporte beeinträchtigt.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,39 auf 85,67 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,33 auf 91,34 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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