Goldpreis: Stabiler Wochenstart trotz starkem Dollar
Nach dem stärksten Wochenverlust seit Juni zeigt sich der Goldpreis im frühen Montagshandel weitgehend stabil.
Werte in diesem Artikel
von Jörg Bernhard
Unterstützung liefern die am Freitag veröffentlichten überraschend schwachen US-Arbeitsmarktdaten: Im September entstanden lediglich 29.000 neue Stellen. Zudem wurden die Beschäftigungszuwächse der beiden Vormonate deutlich nach unten revidiert. Dadurch sind die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im Oktober massiv gesunken. Die Märkte räumen einem solchen Schritt laut FedWatch-Toll des US-Terminbörsenbetreibers CME Group aktuell nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 18 Prozent ein, nachdem es eine Woche zuvor noch etwa 71 Prozent waren. Für Dezember wird eine Zinserhöhung allerdings weiterhin mehrheitlich erwartet (83 Prozent). Gegenwind für Gold kommt vom festen Dollar und den hohen US-Anleiherenditen. Zusätzliche Unsicherheit erzeugt der Nahostkonflikt, da steigende Energiepreise den Inflationsdruck erneut verstärken könnten. Neue Hinweise auf den weiteren Zinskurs dürfte in dieser Woche das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung (Mittwoch) liefern, bei der die Zinsen erstmals seit drei Jahren angehoben wurden.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 0,50 auf 4.162,80 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Verbesserte Versorgungslage
Der Ölpreis ist zum Wochenauftakt gefallen, da sich die Versorgungslage trotz anhaltender geopolitischer Risiken verbessert. Die G7-Staaten wollen insgesamt 100 Millionen Barrel Rohöl und Diesel aus ihren strategischen Reserven freigeben und auf Beschränkungen von Energieexporten verzichten. Gleichzeitig haben sich die Rohölexporte aus dem Nahen Osten deutlich erholt und lagen Ende September zeitweise sogar über dem Vorkriegsniveau. Auch Saudi-Arabiens Ausfuhren nähern sich wieder früheren Mengen an. Damit haben die unmittelbaren Sorgen vor Versorgungsengpässen nachgelassen. Die geopolitischen Risiken bleiben jedoch erheblich. Die Huthi-Milizen melden neue Angriffe auf saudi-arabische Ölanlagen, während die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung im Jemen eine Großoffensive angekündigt hat. Zusätzlich erschweren die Folgen des Iran-Krieges die langfristige Förderplanung der OPEC+. Auch die angekündigte Ausweitung ukrainischer Angriffe auf russische Raffinerien könnte die Versorgungslage beeinflussen. Insgesamt trifft ein verbessertes Angebot auf weiterhin hohe geopolitische Risiken.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,01 auf 90,10 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,59 auf 101,66 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
Ausgewählte Hebelprodukte auf Goldpreis
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Goldpreis
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: Kotomiti Okuma / Shutterstock.com, Brian A Jackson / Shutterstock.com



