Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Starker Dollar und hohe Renditen belasten


Goldpreis: Starker Dollar und hohe Renditen belasten

Der Goldpreis hat sich im frühen Dienstagshandel leicht abgeschwächt. Belastend wirken vor allem der starke US-Dollar und die hohen Renditen amerikanischer Staatsanleihen.

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von Jörg Bernhard

Vor allem bei längeren Laufzeiten erreichten die US-Renditen zuletzt Mehrjahreshochs. Dadurch steigen die Opportunitätskosten für das Halten des unverzinsten Edelmetalls. Für etwas Entlastung sorgen dagegen die gesunkenen Erwartungen einer weiteren Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed im Oktober. Schwächer als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktdaten haben seit Freitag die Wahrscheinlichkeit eines kurzfristigen Zinsschritts deutlich reduziert. Für Dezember rechnen die Finanzmärkte allerdings weiterhin mehrheitlich mit einer Zinserhöhung. Gleichzeitig bleibt der Inflationsdruck ein Risikofaktor. Daten aus dem US-Dienstleistungssektor signalisierten zuletzt deutlich gestiegene Einkaufspreise. Neue Hinweise auf den geldpolitischen Kurs könnte das am Mittwoch anstehende Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung liefern. Daneben bleibt die geopolitische Entwicklung im Nahen Osten ebenfalls ein wichtiger Einflussfaktor an den Goldmärkten.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit etwas schwächeren Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 6,20 auf 4.150,60 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Nahost-Risikoprämie bleibt hoch

Der Ölpreis hat im frühen Dienstagshandel leicht zugelegt. Sicherheitsrisiken im Nahen Osten sorgen weiterhin für eine geopolitische Risikoprämie. Gleichzeitig verhindern robuste Rohölexporte aus der Golfregion und zusätzliche Mengen aus strategischen Reserven bislang größere Versorgungsengpässe. Die Ölexporte der Golfstaaten ohne Iran haben sich im September deutlich erholt und erreichten mehr als 80 Prozent des Vorkriegsniveaus. Zeitweise lagen die regionalen Rohölausfuhren sogar über dem Niveau vor Kriegsbeginn. Alternative Transportwege und logistische Anpassungen gleichen die Beeinträchtigungen rund um die Straße von Hormus teilweise aus. Zusätzlich wollen die G7-Staaten Rohöl und Diesel aus ihren Notfallreserven freigeben. Von einer Normalisierung kann dennoch keine Rede sein. Neue Angriffe auf Tanker, der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi-Rebellen sowie stockende Gespräche zwischen den USA und dem Iran halten die Risiken hoch. Zudem sorgen niedrige Lagerbestände und rekordhohe Frachtraten für eine anhaltende Unsicherheit am Ölmarkt.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit etwas höheren Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,42 auf 89,85 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,58 auf 100,90 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Lisa S. / Shutterstock, Bulent camci / Shutterstock.com

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