Goldpreis steigt: Moderate US-Inflation dämpft Zinserhöhungsfantasie
Überraschend moderate US-Inflationsdaten dämpfen die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung der Fed im Oktober und geben dem Goldpreis Rückenwind.
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Unterstützung liefern überraschend moderate US-Inflationsdaten, die die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im Oktober gedämpft haben. An den Terminmärkten wird einem solchen Schritt derzeit nur noch eine Wahrscheinlichkeit von weniger als 38 Prozent eingeräumt. Für Dezember gilt eine weitere Zinserhöhung dagegen weiterhin als nahezu sicher. Entscheidend für den Zinsausblick dürften nun die kommenden US-Konjunkturdaten werden. Im Mittelpunkt steht insbesondere der am Freitag anstehende Arbeitsmarktbericht für September. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll die Arbeitslosenrate bei 4,1 Prozent verharren und die Zahl neu geschaffener Stellen von 162.000 auf 90.000 gesunken sein. Gegenwind für Gold kommt weiterhin vom starken Dollar, der sich nahe einem Zweimonatshoch bewegt. Nach dem deutlichen Rückgang im September gibt es jedoch Anzeichen dafür, dass der stärkste Teil der Korrektur zunächst überstanden sein könnte. Zusätzlich bleibt die Entwicklung im Konflikt zwischen den USA und Iran ein wichtiger Unsicherheitsfaktor.
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 30,30 auf 4.217,00 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Niedriger dank Entspannungssignalen
Die Ölpreise sind zum Monatsauftakt gefallen, nachdem sich die Sorgen über mögliche Versorgungsengpässe weiter abgeschwächt haben. Ausschlaggebend sind vor allem die deutlich gestiegenen Ölexporte aus der Golfregion. Saudi-Arabien hat nach der Wiederinbetriebnahme seiner Ost-West-Pipeline auch die Tankerverladungen im Hafen Yanbu wieder aufgenommen. Insgesamt haben sich die Ölexporte der Golfstaaten zuletzt wieder auf das durchschnittliche Niveau von 2025 erholt. Zusätzlichen Abwärtsdruck erzeugen die US-Lagerbestände. Laut US-Energiebehörde EIA stiegen die Rohölvorräte zuletzt überraschend, während Analysten mit einem Rückgang gerechnet hatten. Gleichzeitig könnten neue diplomatische Kontakte zwischen den USA und Iran die geopolitische Risikoprämie am Ölmarkt weiter reduzieren. Ein Durchbruch bei den Gesprächen ist allerdings noch nicht absehbar. Für zusätzliche Stabilität auf der Angebotsseite könnte die OPEC+ sorgen: Beim anstehenden Treffen dürften die Förderziele für November voraussichtlich unverändert bleiben.
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,52 auf 88,90 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,36 auf 96,67 Dollar zurückfiel.
Jörg Bernhard, Redaktion finanzen.net
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