Ruhiger Handel zur Wochenmitte: Goldpreis verharrt auf hohem Niveau in enger Spanne
Der Goldpreis zeigt sich im frühen Mittwochshandel mit seitwärts tendierenden Notierungen. Rohöl verzeichnet derweil weiterhin Verluste.
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von Jörg Bernhard
Belastend wirken vor allem die Aussicht auf länger erhöhte US-Zinsen und der zuletzt festere Dollar. Nach der jüngsten Zinserhöhung der US-Notenbank Fed um 25 Basispunkte haben mehrere Notenbankvertreter auf weiterhin bestehende Inflationsrisiken hingewiesen. Dabei besteht die Sorge, dass der erhöhte Preisdruck länger anhalten und sich verfestigen könnte. Ob bereits ein weiterer Zinsschritt erforderlich ist, bleibt allerdings offen. Die Fed hatte zuletzt signalisiert, dass vor Jahresende eine weitere Zinserhöhung möglich sei. Neben der Geldpolitik bleiben die Energiepreise ein wichtiger Einflussfaktor, da sie die Inflationserwartungen und damit den Zinsausblick beeinflussen. Unterstützung erhält Gold durch geopolitische Risiken, anhaltende Zentralbankkäufe und eine starke Nachfrage aus China. BMI-Analysten halten an ihrer Prognose eines durchschnittlichen Goldpreises von 4.400 Dollar für 2026 fest und sehen bei rund 3.800 Dollar eine solide Unterstützung.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 1,80 auf 4.378,20 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Sechster Verlusttag in Folge
Die Ölpreise haben den sechsten Handelstag in Folge nachgegeben und sind auf den niedrigsten Stand seit rund zwei Wochen gefallen. Hauptgrund ist die Entspannung auf der Angebotsseite. Saudi-Arabien hat seine wichtige Ost-West-Pipeline zum Roten Meer wieder in Betrieb genommen, über die täglich rund vier Prozent des weltweiten Ölangebots transportiert werden können. Zudem bietet das Land asiatischen Raffinerien zusätzliche Lieferungen außerhalb der Straße von Hormus an. Auch der Irak steigert seine Ölexporte. Für weiteren Abwärtsdruck sorgen Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte im Krieg zwischen den USA und dem Iran. Gespräche in New York haben die Erwartung einer möglichen Verhandlungslösung verstärkt. Hinzu kommen überraschend gestiegene US-Rohölbestände: Laut Daten des Branchenverbands American Petroleum Institute (API) erhöhten sie sich zuletzt um 1,8 Millionen Barrel, während Analysten mit einem Rückgang gerechnet hatten. Nun richtet sich der Blick auf die offiziellen Lagerbestandsdaten der US-Energiebehörde EIA (16.30 Uhr).
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,08 auf 89,44 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,57 auf 98,68 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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