Trading Idee: TUI — Prognose eingeengt, Gegenbewegung bis 7,10 Euro?
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Die Aktien von TUI (ISIN: DE000TUAG505) setzen sich vom jüngsten Tief ab. Am Dienstagnachmittag notieren die Titel des in Hannover ansässigen Reisekonzerns bei 6,81 Euro und damit knapp 3 Prozent fester, nachdem sie in der vergangenen Woche mit 6,37 Euro so tief gefallen waren wie zuletzt im Mai. Gelingt ein Durchbruch über den 50er-EMA bei 6,86 Euro, würde ein weiteres bullisches Signal generiert und ein Hochlauf zum 200er-EMA bei 7,19 Euro wahrscheinlich werden.
Am Mittwoch endet das TUI-Geschäftsjahr, und die wichtigste Unsicherheit dafür hat der Konzern bereits vor einer Woche ausgeräumt. Am 22. September engte TUI die Prognose für das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro ein, nachdem die Spanne zuvor von 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro gereicht hatte. Das EBIT zeigt, was das operative Geschäft abwirft, bevor Finanzierungskosten und Steuern abgezogen werden. Mit der Anhebung des unteren Endes schliesst der Vorstand das schwächste Szenario aus, das nach dem Einbruch der Buchungen im Frühjahr lange über den Aktien hing. Begründet wurde der Schritt mit einer starken Nachfrage im vierten Quartal und besseren Buchungen bei der Fluggesellschaft. Zum Vergleich hatte das Rekordjahr 2025 ein bereinigtes EBIT von 1,46 Milliarden Euro gebracht. Die Umsatzprognose, die TUI im März wegen des Iran-Kriegs zurückgezogen hatte, bleibt dagegen weiter ausgesetzt. Die vollständigen Jahreszahlen folgen am 9. Dezember.
Die grösste Stütze bleibt das Kreuzfahrtgeschäft. Nach vorläufigen Angaben zur Gemeinschaftsfirma TUI Cruises, die TUI zusammen mit dem US-Konzern Royal Caribbean betreibt, ist die Kapazität im Septemberquartal um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen, bei um 2 Prozent höheren Preisen je Tag und unveränderter Auslastung. Für das Dezember- und das Märzquartal plant die Flotte sogar 17 Prozent mehr Kapazität bei ebenfalls 2 Prozent höheren Preisen, allerdings liegt die Auslastung derzeit 6 Prozentpunkte unter dem Vorjahr, weil die nach dem Konflikt im Nahen Osten geänderten Routen erst spät in den Verkauf gingen. Der Abstand verringert sich nach diesen Angaben aber von Woche zu Woche. Schwächer läuft das klassische Veranstaltergeschäft mit der eigenen Fluggesellschaft. In den Kernmärkten Deutschland und Grossbritannien lag die gebuchte Kapazität seit den Quartalszahlen vom 12. August nur 1 Prozent höher, über alle Bereiche hinweg bleiben die Reservierungen hinter dem Vorjahr zurück, und für den Winter buchen die Kunden später als gewohnt.
Das Geschäftsjahr von TUI endet jeweils am 30. September. Die Schätzungen stehen bei 1,03 Euro Gewinn je Aktie für 2026, 1,35 Euro für 2027 und 1,62 Euro für 2028. Daraus folgen Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) von 6,6 (2026), 5,0 (2027) und 4,2 (2028). Das KGV gibt an, wie viele Jahresgewinne beim aktuellen Kurs bezahlt werden. Der Gesamtmarkt wird mit einem KGV um 16 gehandelt, TUI also mit einem Abschlag von mehr als der Hälfte. Seit dem Geschäftsjahr 2026 will der Konzern 10 bis 20 Prozent des bereinigten Gewinns je Aktie ausschütten, zuletzt flossen 0,10 Euro je Aktie. Von 13 Analysten raten 9 zum Kauf und 4 zum Halten, ihr mittleres Kursziel liegt bei 9,93 Euro. Die Deutsche Bank senkte ihr Ziel am 23. September auf 10,10 Euro, JPMorgan sieht die Aktien mit Übergewichten bei 12,20 Euro, am unteren Ende stuft Citi mit Neutral und einem Ziel von 7,20 Euro ein.
Der Trade setzt auf eine kurze Erholung, nachdem die eingeengte Prognose das Risiko für das abgelaufene Jahr begrenzt hat. Eine Trendwende ist damit nicht verbunden, denn die Aussichten für den Winter bleiben unscharf. Hohe Ölpreise verteuern das Kerosin, jede neue Eskalation im Nahen Osten kann Buchungen und Routen erneut durcheinanderbringen, und kurzfristig gebuchte Reisen bringen in der Regel geringere Margen. Zudem dürfte die Nettoverschuldung im laufenden Jahr steigen, weil neu ausgelieferte Boeing-Flugzeuge zusätzliche Finanzierungsverpflichtungen mitbringen. Bei einer Bruttomarge von gut 8 Prozent bleibt dem Konzern wenig Spielraum, falls die Nachfrage erneut nachgibt.
Fazit:
Trader könnten eine Long-Position auf die Titel von TUI über einen Open-End-Turbo von ING mit der WKN NG7RXU in Betracht ziehen, um bei einem Anstieg des Basiswerts auf 7,10 Euro eine Rendite von 21,31% im Schein zu erzielen. Der Stopp-Loss könnte bei 6,60 Euro platziert werden, was einem Verlust von 16,74% im Hebelprodukt entspräche. Das Chance-Risiko-Verhältnis dieser Trading-Idee beträgt 1,27. Der Hebel liegt bei 5,16 und der Abstand zur Knock-out-Schwelle bei 19,04 Prozent.
Risikohinweis: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Werte dar. Die besprochenen Wertpapiere sind sehr volatile und risikoreiche Anlageformen. Dies ist keine Anlageberatung, und jede Entscheidung erfolgt auf eigenes Risiko. Hinweis: Stopp-Loss-Marken und Gewinnziele dienen lediglich als Orientierung und sollten an das individuelle Risiko- und Geldmanagement sowie die tagesaktuelle Marktentwicklung angepasst werden. Gewinne sollten eigenverantwortlich realisiert werden. Das Erreichen des Kursziels basiert auf dem angegebenen Zielkurs des Basiswerts. Der Autor ist zum Zeitpunkt der Analyse nicht in TUI-Aktien investiert.
| Trading-Idee: TUI | |
|---|---|
| Basiswert | TUI (ISIN: DE000TUAG505) |
| Produktgattung | Open-End-Turbo Long |
| Emittent | ING Markets |
| ISIN/WKN Hebelprodukt | DE000NG7RXU5 / NG7RXU |
| Laufzeit | Open End |
| Kurs K.-o.-Call (Datum) | 1,31/1,32€ (29.09.2026, 16:22 Uhr) |
| Basispreis variabel | 5,52€ |
| Knock-out-Schwelle | 5,52€ |
| Hebel | 5,16 |
| Abstand zum Knock-out | 19,04% |
| Stop-Loss Call | 1,09€ (-16,74%) |
| Ziel Call | 1,59€ (21,31%) |
Risikohinweis: | |
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