OHB: Das Protokoll des Scheiterns

17.07.26 10:58 Uhr

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Die Aktie von OHB ist weiter im Rückwärtsgang, nachdem auch der nächsten Stabilisierungsversuch krachend gescheitert ist. An den Geschäftsaussichten liegt das nicht, der Schuh drückt woanders.

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Ob sich die institutionellen Anleger das so vorgestellt haben, als sie im Juni Aktien von OHB zu einem Preis von 300 Euro gezeichnet haben? Vermutlich nicht. Damals war die Nachfrage so hoch, dass das Unternehmen den ersten, deutlich größeren Teilschritt der Maßnahme noch aufgestockt und so letztlich 900 Mio. Euro eingenommen hat.

Angebotsüberhang

Inzwischen notiert die Aktie bei einem Kurs von 233 Euro um mehr als 20 Prozent unter dem damaligen Preis. Offenbar wurde ein gewisser Angebotsüberhang im Markt geschaffen, da nun möglicherweise einige enttäuschte Institutionelle die Reißleine ziehen.

Hohe Bewertung wird jetzt korrigiert

An den Wachstumsaussichten von OHB hat sich nichts geändert, die sind weiterhin glänzend. Allerdings hat sich das in der Spitze auch in einem dreistelligen Konsens-KGV für 2026 widergespiegelt, das wird nun korrigiert.

Stabilisierung erneut gescheitert

Wo die Aktie ihren kurzfristigen Boden findet, bleibt abzuwarten. Aktuell ist Vorsicht angeraten, nachdem eine Kursstabilisierung erneut gescheitert ist. Nach der fulminanten Rally, die bis auf einen Kurs von über 600 Euro geführt hatte, war im Juni die erste kurzfristige Bodenbildung knapp unter der Marke von 400 Euro auch wegen der Kapitalmaßnahme am Ende misslungen. Zuletzt hat die Aktie einen neuen Anlauf oberhalb von 270 Euro probiert, auch das war ein Fehlschlag.

Hohes Reboundpotenzial

Damit ist der Wert im Moment ein klassisches fallendes Messer. Klar ist aber auch, dass sich durch die starken Geschäftsaussichten ein hohes Reboundpotenzial aufbaut. Das genau zu timen ist aber schwierig, zumindest der nächste kurzfristige Bodenbildungsversuch sollte vor einer neuen Spekulation abgewartet werden.

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Erstellung am 17.07.26 um 10:57 Uhr.

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