DAX tiefer erwartet -- Asiens Börsen mit Verlusten -- Netflix steigtert Umsatz unter den Erwartungen -- Fraport, BVB im Fokus
VW: Sächsischer Minister will Schließung in Zwickau mit China-Hilfe abwenden. SMA Solar schraubt Ziele hoch und schickt Aktie auf Höhenflug. BaFin prüft Dermapharm: Konzernbilanz 2025 im Visier.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt dürfte vor dem Wochenende schwächer notieren.
Der DAX sowie der TecDAX werden im Minus erwartet.
Wegen schwacher Vorgaben aus den USA und Asien zeichnen sich am deutschen Aktienmarkt für Freitag weitere Kursverluste ab. Neben der aktuellen Schwäche bei KI-Werten belasten vor allem die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten, die die Ölpreise antreiben. Nachdem der DAX bereits an den beiden Vortagen nachgegeben und unter der 25.000-Punkte-Marke geschlossen hatte, deutet die IG-Indikation für diese Woche auf ein Minus von rund 1,6 Prozent (ca. 400 Punkte) hin. Damit hat sich der Leitindex inzwischen um rund fünf Prozent von seinem Rekordhoch bei 25.900 Zählern aus der Vorwoche entfernt.
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Anleger an den europäischen Aktienmärkten dürften am Freitag weiter die Flucht ergreifen.
Der EURO STOXX 50 wird mit einer leichteren Tendenz erwartet.
Die europäischen Börsen dürften am Freitag mit leichten Verlusten in den Handel starten, da sich die Welle der Gewinnmitnahmen im Tech- und Halbleitersektor in den USA und Asien ungebremst fortsetzt. Händlern bereitet dabei Sorge, dass eine Umschichtung in andere Aktiensegmente ausbleibt; stattdessen wandert offenbar immer mehr Kapital aufgrund der attraktiven Renditen gänzlich aus dem Aktienmarkt in festverzinsliche Anleihen ab. Für zusätzliche Zurückhaltung sorgen die bevorstehenden Notenbanksitzungen der EZB in der kommenden Woche und der US-Fed in der darauffolgenden Woche.
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Die Wall Street tendierte am Donenrstag abwärts.
Der Dow Jones Industrial notierte zur Eröffnung höher und legte zunächst auch weiter etwas zu, bevor er in die Verlustzone absackte. Letztendlich ging er 0,2 Prozent leichter bei 52.553,62 Punkten in den Feierabend.
Der Technologiewerteindex NASDAQ Composite startete bereits tiefer in den Tag und bewegte sich auch im weiteren Verlauf im Minus. Zum Handelsende wurden Verluste in Höhe von 1,47 Prozent bei 25.881,95 Zählern verzeichnet.
Für die US-Aktienmärkte spielte sich am Donnerstag ein schwächerer Handel ab, wobei insbesondere Halbleiterwerte unter der erlahmenden KI-Rally litten; selbst starke TSMC-Zahlen blieben wirkungslos.
Zusätzlicher Druck kam von robusten Konjunkturdaten: Die im Juni erwartungsgemäß gestiegenen Einzelhandelsumsätze, überraschend starke Philadelphia-Fed-Daten und rückläufige Arbeitslosenhilfe-Erstanträge schüren Zinssorgen. In der Folge kletterte die Rendite zehnjähriger US-Anleihen. Für Wachstumsaktien aus dem Tech-Sektor ist dies doppelt negativ, da steigende Zinsen den Barwert zukünftiger Gewinne schmälern und die Finanzierungskosten in die Höhe treiben.
Am Rohstoffmarkt legten die Ölpreise nach Verlusten wieder zu, gestützt durch anhaltende US-Militärschläge im Iran und die fortgesetzte Blockade der Straße von Hormus.
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Mit schwächeren Vorzeichen zeigen sich die Börsen in Fernost im Handel am Freitag.
Der Nikkei 225 gibt deutlich nach und verliert am Freitag 5,4 Prozent auf 63.226,68 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland sind unterdessen ebenfalls Verluste zu sehen: Der Shanghai Composite büßt 3,06 Prozent auf 3.763,71 Indexpunkte ein.
Im Minus präsentiert sich auch der Markt in Hongkong, wo der Hang Seng 2,5 Prozent auf 24.382,85 Zähler verliert.
Verkäufe dominieren am Freitag das Geschehen an den Aktienmärkten in Ostasien. Auf die Stimmung drücken die fortgesetzten gegenseitigen Attacken im Iran-Krieg.
Der Ausverkauf - insbesondere bei Techaktien und im Halbleiterbereich - spiegelt laut Händlern die wachsende Besorgnis der Anleger wider, dass die KI-getriebene Rally bei Halbleitern überzogen ist. Zugleich machten Halbleiter inzwischen einen außergewöhnlich großen Anteil an den wichtigsten Aktienindizes aus. Dies sei ein Konzentrationsniveau, das historisch schwer aufrechtzuerhalten sei.
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