Namenswechsel mit Folgen: Experten sehen einen versteckten Gewinnhebel bei der Siemens Energy-Aktie
Siemens Energy verabschiedet sich vom bekannten Markennamen und tritt künftig als Omterra auf. Analysten sehen durch den Wegfall der Markenlizenz einen möglichen positiven Effekt.
Werte in diesem Artikel
- Siemens Energy benennt sich künftig in Omterra um
- Der Schritt spart eine jährliche Markenlizenz von rund 300 Millionen Euro
- Jefferies und JPMorgan bestätigen ihre Kaufempfehlungen nach der Ankündigung
Siemens Energy hat am Dienstag angekündigt, sich künftig Omterra zu nennen, und führt damit auch die Windkrafttochter Siemens Gamesa Renewable Energy unter einer gemeinsamen Marke zusammen. Der Umbau beginnt noch in diesem Jahr und soll sich über eine Übergangsphase von rund anderthalb Jahren erstrecken. Analysten reagierten größtenteils positiv, da der Konzern damit eine Markenlizenz an die frühere Mutter Siemens AG einspart.
Auslaufende Markenlizenz als Anlass
Bei der Abspaltung von der Siemens AG im Jahr 2020 war vereinbart worden, dass Siemens Energy den Namen Siemens für zehn Jahre weiter nutzen darf, gegen eine gestaffelte Lizenzgebühr von 0,3 bis 1,2 Prozent des Umsatzes. Im Geschäftsjahr 2024/2025 entsprach das nach Unternehmensangaben rund 300 Millionen Euro. Der Vertrag hätte spätestens 2027 verlängert oder beendet werden müssen, die Beteiligung der Siemens AG an Siemens Energy ist inzwischen ohnehin auf rund 5,5 Prozent gesunken. Vorstandschef Christian Bruch begründete den Zeitpunkt damit, dass der Konzern strategisch, operativ und finanziell gut aufgestellt sei und nun der richtige Moment für eine eigenständige Marke gekommen sei.
Jefferies verweist auf Margeneffekt
Jefferies-Analyst Lucas Ferhani bestätigte am Dienstag die Einstufung Buy mit einem Kursziel von 215 Euro. Er geht davon aus, dass Siemens Energy der früheren Mutter im vergangenen Geschäftsjahr über 300 Millionen Euro gezahlt hat und in diesem Jahr auf rund 400 Millionen Euro zusteuert. Der Wegfall dieser Lizenzzahlung durch den Wechsel zu Omterra, der schon vor 2030 abgeschlossen werden könnte, sollte die operative Marge (Ebita) anschließend um etwa 0,9 Prozentpunkte steigern, so Ferhani laut Analyse.
JPMorgan erwartet frühere Margenverbesserung
Auch JPMorgan-Analyst Phil Buller bestätigte am Dienstag die Einstufung Overweight mit einem Kursziel von 235 Euro. Die Umbenennung in Omterra führe zu einem früher als erwarteten Anstieg der Marge, schrieb er mit Verweis auf den Wegfall der Lizenzgebühren an Siemens. Ursprünglich sei dieser Effekt erst für das Jahr 2030 erwartet worden.
Ob sich der von den Analysten erwartete Margenschub tatsächlich einstellt, dürfte sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Anleger reagieren unterdessen weitgehend unaufgeregt: Die Siemens Energy-Aktie fällt im XETRA-Handel am Mittwoch zeitweise überschaubare 0,19 Prozent auf 153,82 Euro, hatte allerdings nach der Ankündigung des Namenswechsels am Vortag zulegen können.
Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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Bildquellen: Siemens Energy AG, Siemens Energy AG
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Alle: Alle Empfehlungen
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 08:01 | Siemens Energy Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 14.07.26 | Siemens Energy Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 13.07.26 | Siemens Energy Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 09.07.26 | Siemens Energy Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 08.07.26 | Siemens Energy Overweight | JP Morgan Chase & Co. |
