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Wie Berkshire Hathaway im Jahr 2000? Darum setzt Bill Ackman auf die Aktien von Amazon, Meta und Microsoft


Wie Berkshire Hathaway im Jahr 2000? Darum setzt Bill Ackman auf die Aktien von Amazon, Meta und Microsoft

Der Milliardär und aktivistische Investor Bill Ackman sieht in Amazon, Meta und Microsoft die Chance des Jahrzehnts und vergleicht die aktuelle Marktlage mit einem Moment, den nur wenige als Kaufgelegenheit erkannt haben.

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Aktien

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Indizes

25,873.18 USD -408.43 USD -1.55 %

7,515.34 USD -60.05 USD -0.79 %

• Während Halbleiter- und Energieaktien 2026 den Markt dominieren, haben Amazon, Meta und Microsoft deutlich underperformt
• Ackman vergleicht die drei Titel mit Berkshire Hathaway im Jahr 2000, damals ebenfalls abgehängt, danach jahrzehntelange Outperformance
• Die Geschichte zeigt: In solchen Marktphasen wurden starke Unternehmen mit echtem Geschäftsmodell oft am stärksten unterbewertet

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Kapital strömt nur in eine Richtung

Das dominierende Anlagethema an den US-Märkten ist seit Jahren die künstliche Intelligenz. 2026 hat sich dieser Trend weiter zugespitzt: Halbleiteraktien legten laut einem Bericht von The Motley Fool vom 24. Juni 2026 seit Jahresbeginn um rund 90 Prozent zu, Energiewerte um rund 60 Prozent, befeuert von der wachsenden Stromnachfrage gigantischer Rechenzentren. Der S&P 500 insgesamt stieg im selben Zeitraum lediglich um 9 Prozent.

Die Abnehmer dieser Infrastruktur, Amazon, Meta und Microsoft, blieben derweil zurück. Genau darin sieht Bill Ackman eine Chance, die an eine bekannte Episode der Börsengeschichte erinnere.

"Altmodische Unternehmen" in der OpenAI-Ära

Wie The Motley Fool berichtet, äußerte sich Ackman auf einer Konferenz wie folgt: Amazon, Meta und Microsoft seien heute "old-fashioned companies" in einer von OpenAI geprägten Ära, so wie Berkshire Hathaway 1999 als Relikt einer vergangenen Zeit gegolten habe, während Anleger in Dotcom-Aktien strömten.

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Das Ergebnis dieser Fehleinschätzung ist dokumentiert: Von März 2000 bis März 2010 erzielte Berkshire Hathaway eine Gesamtrendite von 176 Prozent. Der S&P 500 verlor im selben Zeitraum 4,8 Prozent.

Ackman zufolge sei erhöhter Kapitalaufwand bei einem Management, dem man vertraue und das auf steigende Nachfrage reagiere, kein Warnsignal, sondern ein Grund zur Freude. Dass Amazon und Microsoft die weltweit führenden Cloud-Plattformen betreiben und direkt von KI-Nachfrage profitieren, während Meta sein Werbegeschäft durch Algorithmen beschleunigt und WhatsApp als Vertriebskanal für Kleinunternehmen erschließt, verstärkt diese Einschätzung.

Bewertungen auf historisch niedrigem Niveau

Konkret nennt The Motley Fool folgende Forward-KGVs (Stand 24. Juni 2026): Amazon mit dem 28-Fachen, Microsoft mit dem 22,5-Fachen und Meta mit dem 18-Fachen der erwarteten Gewinne - Niveaus, die die drei Unternehmen selten gesehen haben, trotz anhaltend starken Umsatzwachstums.

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Was die Geschichte lehrt

Ackmans Vergleich ist nicht ohne historischen Rückhalt. Eine der präzisesten Untersuchungen solcher Marktphasen stammt vom Finanzökonomen Jeremy Siegel, der in seinem 1998 im AAII Journal erschienenen Aufsatz "Valuing Growth Stocks: Revisiting the Nifty Fifty" die Schicksale der sogenannten Nifty Fifty analysierte, jener 50 Wachstumsaktien, die Anfang der 1970er-Jahre als unschlagbare Dauerkäufe galten und 1973/74 um teils mehr als 40 Prozent einbrachen. Siegels Befund: Qualitätstitel wie Coca-Cola, Philip Morris, und Merck waren zum Höhepunkt 1972 nicht überbewertet, sondern in Teilen sogar unterbewertet. Wer nach dem Crash kaufte, erzielte in der Folgedekade eine deutliche Outperformance gegenüber dem Gesamtmarkt.

Ein ähnliches Muster zeigte sich nach dem Platzen der Dotcom-Blase. Laut Analysen von Westwood Wealth Management gewann Value in den fünf Jahren nach dem Höhepunkt im Jahr 2000 rund 29 Prozent, während Growth-Aktien im selben Zeitraum 45 Prozent verloren. Der NASDAQ brauchte 15 Jahre, um sein damaliges Hoch wieder zu erreichen.

Research Affiliates hat in einer institutionellen Studie gezeigt, dass Value-Strategien in Abschwüngen nach dem Platzen einer Blase den Markt vom Peak bis zum Tief um durchschnittlich 34 Prozent übertrafen, deutlich mehr als in Abschwüngen ohne vorangegangene Übertreibungsphase.

Kein Freifahrtschein, aber ein klares Muster

Ackmans These ist dennoch keine Garantie. Die "Nifty Fifty" zeigen auch, dass nicht alle gut positionierten Unternehmen langfristig liefern. Das entscheidende Kriterium war damals, wie heute die Qualität des zugrunde liegenden Geschäftsmodells und ob das Unternehmen seine Gewinne tatsächlich steigern kann, während der Markt es ignoriert.

Ob Amazon, Meta und Microsoft 2026 dieselbe Rolle spielen wie Berkshire Hathaway im Jahr 2000, wird sich erst rückblickend beurteilen lassen. Das historische Muster spricht zumindest nicht gegen Ackman.

Markus Maier, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Bryan Bedder/Getty Images for The New York Times, 360b / Shutterstock.com

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