Goldpreis: Erneut unter Marke von 4.000 Dollar abgerutscht

Die eskalierenden militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran haben den Ölpreis deutlich nach oben getrieben und den Goldpreis unter die Marke von 4.000 Dollar fallen lassen.
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von Jörg Bernhard
Insgesamt haben die Inflationsrisiken zugenommen und die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen in den USA ist gestiegen. Bislang weist der Goldpreis einen Wochenverlust von über drei Prozent aus. Lorie Logan, Präsidentin der Federal Reserve Bank of Dallas, war die erste hochrangige Vertreterin der US-Notenbank unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh, die sich am gestrigen Donnerstag öffentlich für eine Zinserhöhung ausgesprochen hat. Auch Fed-Vizechef Philip Jefferson signalisierte, dass er weitere Zinsschritte unterstützen würde, falls sich die Inflation kurzfristig nicht weiter abschwächen sollte.
Am Nachmittag dürfte die Bekanntgabe der US-Industrieproduktion für Juni sowie der von der Uni Michigan ermittelte Index zum Konsumentenvertrauen für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen. Am Abend steht dann noch der Commitments-of-Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC (21.30 Uhr) an. Dieser informiert einmal pro Woche über die Stimmung der verschiedenen Marktakteure bei Gold-Futures.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 9,10 auf 3.983,00 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Keine Anzeichen von Schwäche
Der gebrochene Waffenstillstand beeinträchtigt weiterhin den Öltransport durch die Straße von Hormus. Teheran reagierte auf die erneute Angriffswelle des US-Militärs mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Militärstützpunkte in Nachbarstaaten, darunter auch mit einem massiven Angriff auf einen erst kürzlich ausgebauten Luftwaffenstützpunkt in Jordanien.
Zusätzliche Sorgen um das Ölangebot kamen auf, nachdem Medien darüber berichtet haben, dass Irans Führung ihre verbündeten Huthi-Kräfte angewiesen hat, sich auf eine Schließung der Ölexportroute durch das Rote Meer vorzubereiten, falls die USA iranische Energieinfrastruktur angreifen sollten.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,78 auf 79,73 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,70 auf 84,93 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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