Tech-Ausverkauf und US-Angriffe auf den Iran: DAX wenig verändert erwartet -- Asiens Börsen mehrheitlich schwächer - KOSPI tiefrot -- S&P kappt Commerzbank-Ausblick -- ABB mit Miliardenzukauf
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Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt dürfte wenig verändertn starten.
Der DAX hatte zur Wochenmitte 0,59 Prozent schwächer bei 24.999,53 Zählern geschlossen.
Der TecDAX beendete die Sitzung mit spürbaren Abgaben von 0,89 Prozent bei 3.813,13 Einheiten.
Die Hängepartie am deutschen Aktienmarkt dürfte am Donnerstag weitergehen. Mit etwa 25.000 Zählern wird der Leitindex DAX rund zwei Stunden vor dem XETRA-Handel vom Broker IG nahezu unverändert zum Vortag indiziert. Seit vergangener Woche schon pendelt das Börsenbarometer in einer engen Spanne um diese runde Marke.
Analyst Martin Utschneider von Robomarkets spricht denn auch von einer "richtungslosen Grundtendenz". Dieser dürfte der DAX auch an diesem Donnerstag treu bleiben, zumal er sich auch am Vortag nicht aus seiner jüngsten Seitwärtsspanne habe lösen können. Das belege eine "ausgeprägte Unentschlossenheit der Marktteilnehmer".
Impulse könnte die Saison der Quartalsbilanzen der Unternehmen setzen, die allerdings erst in der kommenden Woche allmählich Fahrt aufnimmt.
Nachdem der deutsche Leitindex im Juni und Anfang Juli noch Rekordhöhen von über 25.900 Punkten ins Visier genommen hatte, befindet sich der DAX aktuell in einer ausgeprägten Konsolidierungsphase. Zur Wochenmitte ist der Index nach einem volatilen Hin und Her denkbar knapp unter die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten gerutscht, sodass sich die Indikation am heutigen Morgen um die Marke von 24.999 Zählern bewegt. Das fundamentale Umfeld präsentiert sich dabei als spürbarer Bremsklotz für die Bullen.
Auf Branchenebene sorgen zudem aktuelle Sorgen vor einer Überhitzung im Halbleiter- und Technologiesektor für Gewinnmitnahmen, was die bisherigen Jahrestreiber aus dem Infrastruktur- und KI-Bereich ausbrems und inbesondere in Asien für kräftige Verluste und damit schwache Vorgaben für den heimischen Aktienmarkt sorgt.
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Anleger an den europäischen Aktienmärkten dürften sich auch am Donnerstag in Zurückhaltung üben.
Der EURO STOXX 50 hatte anm Vortag bei 6.266,50 Punkten geschlossen mit einem Abschlag von 0,22 Prozent.
Mit einer abwartenden Haltung werden Europas Börsen auch am Donnerstag erwartet. In Asien setzt sich dagegen der Kursrutsch der KI-nahen Technologieaktien fort. Seit den Quartalszahlen und dem Ausblick von IBM hatten sie sich massiv verstärkt. Unter Abgabedruck standen in den USA auch Unternehmen, die unter umgeschichteten Infrastruktur-Budgets leiden, wie Dell mit fast 10 Prozent Kurseinbruch. Profiteure auch im US-Tech-Bereich waren hingegen die Software- und Konsum-orientierten Unternehmen wie Microsoft und Apple. Die Schwergewichte stützten den Markt mit bis zu 4 Prozent Plus. Die erneuten US-Angriffe auf den Iran gehen derweil weiter. Am Markt wird dabei immer wieder auf einen Mangel an erkennbaren Kriegszielen oder erkennbaren diplomatischen Gesprächsversuchen hingewiesen.
Die günstigen US-Inflationsdaten vom Vortag werden nur als temporäre Erleichterung gesehen. Je länger der Ölpreis auf den aktuellen Niveaus bleibt, desto stärker wird sein inflationärer Einfluss auf die nächsten Daten, heißt es. Die zehnjährigen US-Bonds zeigen sich daher weiter mit einer hohen Rendite von 4,56 Prozent. "Ein wichtiges Signal für die US-Märkte werden heute die Einzelhandelsumsätze", sagt ein Händler. Wenn sie deutliche Inflationsspuren beim US-Verbraucher zeigen, könnte das den Markt auf ganzer Breite belasten.
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Die Wall Street präsentierte sich zur Wochenmitte gut behauptet.
Der Dow Jones Industrial ging mit einem Plus von 0,29 Prozent bei 52.658,52 Punkten in den Feierabend.
Für den Technologiewerteindex NASDAQ Composite ging es ebenfalls nach oben: Das Börsenbarometer schloss 0,62 Prozent höher bei 26.269,23 Punkten.
Die US-Börsen bewegten sich am Mittwoch weiterhin nahe ihrer Rekordhochs. Besonders die technologielastige NASDAQ hat ihre Gewinne vom Vortag etwas ausgebaut. Grund dafür waren starke Quartalszahlen und optimistische Prognosen des Chipausrüsters ASML, die auf anhaltend hohe Investitionen im KI-Bereich hindeuten.
Zusätzlich richtete sich der Blick der Anleger auf die geopolitische Lage im Nahen Osten, da die Ölpreise wieder anzogen. Hintergrund waren Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem Iran, wonach im Falle ausbleibender Verhandlungsbereitschaft in der kommenden Woche zivile Infrastruktur wie Kraftwerke und Brücken zerstört werden könnten. Diese Aussage machte er gegenüber dem Sender Fox News.
Derweil trieb die Berichtssaison weiter ihr Unwesen: Unternehmensseitig hat mit Morgan Stanley eine weitere große US-Bank gute Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt. Außerdem hat Johnson&Johnson seine Geschäfszahlen offengelegt.
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Mit unterschiedlichen Vorzeichen zeigen sich die Börsen in Fernost im Handel am Donnerstag.
Der Nikkei 225 gibt deutlich nach und verliert zeitweise 2,97 Prozent auf 66.712,44 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland sind unterdessen ebenfalls Verluste zu sehen: Der Shanghai Composite büsst zeitweise 1,14 Prozent auf 3.910,52 Indexpunkte ein.
Gegen den Trend fester präsentiert sich der Markt in Hongkong, wi der Hang Seng zwischenzeitlich 2,09 Prozent auf 25.195,71 Zähler gewinnt.
Einen krassen Kurseinbruch erleben unterdessen die Aktien in Südkorea: Der KOSPI fällt weitere 4,54 Prozent auf 6.953,56 Einheiten.
Verkäufe dominieren am Donnerstag das Geschehen an den Aktienmärkten in Ostasien. Auf die Stimmung drücken die fortgesetzten gegenseitigen Attacken im Iran-Krieg, auch wenn sich die Ölpreise darauf zuletzt nicht weiter nach oben bewegten. Dazu hat die koreanische Notenbank erstmals seit dreieinhalb Jahren die Zinsen erhöht, um der zu hohen Inflation zu begegnen. Der Schritt wurde allerdings allseits erwartet. Der Leitzins liegt nun 25 Basispunkte höher bei 2,75 Prozent.
Ausreißer nach unten ist Korea. Dort setzt sich die extrem volatile Berg- und Talfahrt der vergangenen Wochen mit einer Talfahrt fort, wie zuletzt bereits des Öfteren musste der Handel zweitweise wegen zu starker Kursbewegungen vorübergehend ausgesetzt werden.
Der Ausverkauf - insbesondere bei Techaktien und im Halbleiterbereich - spiegelt laut Händlern die wachsende Besorgnis der Anleger wider, dass die KI-getriebene Rally bei Halbleitern überzogen ist. Zugleich machten Halbleiter inzwischen einen außergewöhnlich großen Anteil an den wichtigsten Aktienindizes aus. Dies sei ein Konzentrationsniveau, das historisch schwer aufrechtzuerhalten sei.
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