Dank niedriger Verbraucherpreise: Euro legt zum US-Dollar zu

Der Kurs des Euro hat am Dienstag nach der Veröffentlichung von US-Inflationszahlen zugelegt.
Werte in diesem Artikel
Die Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,1445 US-Dollar. Vor der Veröffentlichung der Verbraucherpreisdaten hatte der Euro noch unter 1,14 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1405 (Montag: 1,1424) US-Dollar fest.
Die Inflationsrate in den USA ist im Juni stärker gesunken als erwartet. Die Jahresrate fiel von 4,2 Prozent im Vormonat auf 3,5 Prozent. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang der Rate auf 3,8 Prozent gerechnet. "Auch wenn man einen einzelnen Bericht nicht überbewerten sollte, zeichnen die Juni-Daten ein recht günstiges Bild der Inflation", kommentierte Christoph Balz, Volkswirt bei der Commerzbank. "Wir sehen uns in unserer Einschätzung bestätigt, dass die Inflation ihren Höhepunkt überschritten hat. Dies gilt auch für den unterliegenden Inflationstrend, den wir an der Kernrate messen."
Die Inflation liegt aber immer noch über dem Inflationsziel der US-Notenbank Fed von zwei Prozent. An den Märkten wird daher weiterhin mit einer Leitzinserhöhung im späteren Jahresverlauf erwartet. US-Notenbankchef Kevin Warsh bestätigte diese Erwartung. "Die Mitglieder unseres Ausschusses tolerieren keine anhaltend hohe Inflation", sagte Warsh vor dem US-Repräsentantenhaus. "Wir sind uns einig in unserem entschlossenen Engagement für die Wiederherstellung der Preisstabilität." Er wiederholte so bereits zuvor gemachte Aussagen. Die zugespitzte Lage im Nahen Osten bewegte den Devisenmarkt in diesem Umfeld wenig.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85215 (0,85330) britische Pfund, 185,01 (185,23) Japanische Yen und 0,9257 (0,9253) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.088 Dollar. Das waren rund 85 Dollar mehr als am Montag.
/la/jsl/stk
FRANKFURT (dpa-AFX)
Weitere News
Bildquellen: elen studio / Shutterstock.com, PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images