Gewinnmitnahmen halten an

Zweiter Verlusttag in Folge bahnt sich an: Aktien von Micron, Intel, AMD & Co. von Gewinnmitnahmen belastet


Zweiter Verlusttag in Folge bahnt sich an: Aktien von Micron, Intel, AMD & Co. von Gewinnmitnahmen belastet

Nachdem die Chipaktien bereits tags zuvor mächtig unter Druck gerieten, setzt sich dieser Trend am Donnerstag fort - und das trotz starker Zahlen von TSMC und ASML.

Werte in diesem Artikel

  • Micron, AMD, Intel und Arm fallen zweiten Tag in Folge
  • Asiatische Chip-Riesen SK hynix und Samsung geben nach
  • Starke Zahlen von ASML und TSMC keine Stütze für die Branche
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Der Ausverkauf im Chipsektor setzt sich fort. Bereits am Vortag gerieten die US-Chipwerte deutlich unter Druck, augenscheinlich aufgrund von Gewinnmitnahmen nach starken Läufen. Das gleiche Phänomen zeigte sich am Morgen bei den asiatischen Chip-Riesen SK hynix und Samsung, die in Seoul nach einem kräftigen Kurssprung deutlich einbrachen. Diese Trendwelle scheint nun zu ihrem Ursprung zurückzukehren: den US-Chipaktien.

Denn im NASDAQ-Handel sind wieder einmal tiefrote Zahlen zu sehen. So verliert Arm zeitweise 6,54 Prozent auf 258,90 US-Dollar, während Micron ebenso 3,8 Prozent auf 869,94 US-Dollar nachgibt. Bei AMD steht ein Minus von 3,34 Prozent auf 511,48 US-Dollar an der Kurstafel, während sich Intel-Aktien um 3,6 Prozent auf 99,28 US-Dollar ermäßigen und damit sogar unter die Marke von 100 US-Dollar rutschen.

Anlegern scheinen die starken Zahlen von ASML und TSMC nicht zu reichen, um weiterhin an den zuletzt stark gelaufenen Chipaktien festzuhalten.

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Gewinnmitnahmen bei Aktien von AMD, Intel, Micron & Co. nach überhitzter Rally

Die Erklärung für den Rückgang liegt weniger in schlechten Nachrichten als in der Dynamik der vorangegangenen Rally. Laut CNBC wertet Rolf Bulk, Head of Semiconductor and Infrastructure Equity Research bei der Futurum Group, die Bewegung als Gewinnmitnahmen nach einer scharfen Rally - und nicht als Zeichen nachlassender Branchenfundamentaldaten.

ASML und TSMC liefern Rekordzahlen

Dass ausgerechnet die beiden wichtigsten Zulieferer und Gradmesser der Chipbranche in dieser Woche neue Bestmarken meldeten, ändert daran wenig. ASML wies für das zweite Quartal 2026 einen Nettoumsatz von 9,3 Milliarden Euro aus, ein Plus von rund 6 Prozent gegenüber dem ersten Quartal, sowie einen Nettogewinn von 2,9 Milliarden Euro, und hob die Jahresprognose auf einen Umsatz von 43 bis 45 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 54 bis 56 Prozent an. TSMC wiederum steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um 36 Prozent auf 40,2 Milliarden US-Dollar und den Nettogewinn um rund 77 Prozent auf 706,6 Milliarden Taiwan-Dollar - gleichbedeutend mit dem fünften Rekordquartal in Folge.

Trotzdem keine Trendwende für den Sektor

"Unser Geschäft wurde im zweiten Quartal von starker Nachfrage nach unseren führenden Prozesstechnologien getragen", erklärte TSMC-Finanzvorstand Wendell Huang in der Mitteilung zu den Quartalszahlen am Donnerstag. Für das dritte Quartal stellt TSMC einen Umsatz von 44,6 bis 45,8 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Am Markt scheint das derzeit nicht auszureichen, um die Zweifel an der Nachhaltigkeit der teilweise immens hohen Bewertungen im KI-Chipsektor zu zerstreuen.

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Nächster Prüfstein: SK hynix-Zahlen

Ob der aktuelle Rücksetzer nur eine Verschnaufpause nach der jüngsten Rally ist oder der Auftakt einer längeren Konsolidierung, dürfte sich erst in den kommenden Tagen zeigen. Mit SK hynix legt ein wichtiger Signalgeber für die Nachfrage nach Hochleistungsspeicherchips, die für die KI-Rechenzentren benötigt werden, in der kommenden Woche seine Zahlen vor. Bis dahin bleibt die Kernfrage offen, ob die Fundamentaldaten der Branche die hohen Bewertungen weiterhin rechtfertigen oder ob die Gewinnmitnahmen der vergangenen Tage der Beginn einer breiteren Korrektur sind.

Benedict Kurschat, Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Ken Wolter / Shutterstock.com, Michael Vi / Shutterstock.com

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25.06.26 Micron Technology Buy Deutsche Bank AG
25.06.26 Micron Technology Outperform RBC Capital Markets
25.06.26 Micron Technology Neutral Goldman Sachs Group Inc.
25.06.26 Micron Technology Overweight JP Morgan Chase & Co.
15.06.26 Micron Technology Outperform RBC Capital Markets