AKTIEN IM FOKUS 2: Anleger lassen Luft aus KI-Aktien - Suss Microtec brechen ein


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(neu: Kurse aktualisiert und weitere Kurse ergänzt)

FRANKFURT/SEOUL (dpa-AFX Broker) - Herbe Kursverluste an der südkoreanischen Börse haben am Dienstag auch an Europas Aktienmärkten ihre Spuren hinterlassen. Investoren strichen in Fernost und anschließend auch in Europa einen Teil der immensen jüngsten Kursgewinne ein. Vor allem die mit Künstlicher Intelligenz (KI) verbundenen Papiere aus der Halbleiterbranche mussten daraufhin Federn lassen.

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Der südkoreanische Kospi-Index sackte um zehn Prozent ab. Zwischenzeitlich wurde der Aktienhandel unterbrochen wegen der großen Kursausschläge. Am Freitag war der Index nach einer im April begonnenen Rally auf ein Rekordhoch gestiegen, hatte die Gewinne am Ende jedoch nicht halten können. Aktien des Herstellers von Halbleitersubstraten Haesung und die Papiere des Elektronikkonzerns Hansol Technics büßten jeweils rund 17 Prozent ein.

Chipproduzent SK hynix hatte erst tags zuvor Samsung als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen Südkoreas abgelöst. Nun verloren beide zweistellig.

Im deutschen Handel avancierten Infineon mit minus 5,6 Prozent zum Schlusslicht im DAX. Zweitgrößter Verlierer im deutschen Leitindex waren Siemens Energy mit minus 5,4 Prozent. Der Hersteller von Energietechnik gilt als großer KI-Profiteur mit Blick auf die Stromversorgung von immer mehr Daten- und Rechenzentren. Auch die Aktien der Halbleiterproduzenten STMicroelectronics und BE Semiconductor (BE Semiconductor Industries NV) wurden verkauft.

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In der zweiten Reihe brachen Suss Microtec (SUSS MicroTec SE (ex SÜSS MicroTec)) sogar um fast 13 Prozent ein. Allerdings hatte sich der Kurs des Ausrüsters für die Halbleiterbranche seit Jahresbeginn verdreifacht und am Vortag ein Rekordhoch erreicht. Anteile des Chip-Ausrüsters Aixtron (AIXTRON SE) und die des Chipwafer-Produzenten Siltronic verloren jeweils rund sieben Prozent.

"Seoul ist an den Märkten der empfindlichste Seismograph für Künstliche Intelligenz geworden", schrieb Marktexperte Steven Innes. Denn in dem Land seien die Produktion von Speicherchips, die Investitionen in den Halbleitersektor und der Handel mit diesen Produkten auf das Engste miteinander verflochten. Innes sprach auch davon, dass KI-Aktien zu jedermanns Liebling geworden seien.

Investoren stellten derzeit nicht die Frage nach den technischen Möglichkeiten von KI, sondern vielmehr finanzielle Fragen: "Wer verdient am Ende das Geld? Wer finanziert den Aufbau der Produktion? Und wer bezahlt die Zinsrechnung, wenn sich die Technik erst später rentiert, als es der Markt erwartet?"/bek/ag/nas

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Datum Rating Analyst
21.09.26 Infineon Neutral UBS AG
14.09.26 Infineon Neutral UBS AG
09.09.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
08.09.26 Infineon Outperform Bernstein Research
07.09.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG

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