Anhörung

Tesla-Kritiker debattieren über Wasserprobleme - Neue Unterbrechung


Tesla-Kritiker debattieren über Wasserprobleme - Neue Unterbrechung

Mehrere Kritiker der geplanten Fabrik von US-Elektroautobauer Tesla in Grünheide bei Berlin haben vor drastischen Folgen für das Grundwasser gewarnt.

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Am zweiten Tag der Anhörung in Erkner machten Naturschützer und Anwohner ihre Bedenken deutlich. Vertreter des Naturschutzbundes (Nabu) Brandenburg und der Bürgerinitiative Grünheide gegen die "Gigafactory" sahen Teilnehmerangaben durch Trockenheit die Gefahr eines Aufstiegs von Salzwasser, das ins Grundwasser gelangen könnte.

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"Das Thema Salzwasser muss nochmal in die Nachprüfung", sagte Steffen Schorcht von der Bürgerinitiative Grünheide der Deutschen Presse-Agentur. Das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg habe die Zweifel zwar entkräftet, aber Risiken auch nicht ausgeschlossen. Kritiker bemängeln außerdem, dass das Gelände in einem Wasserschutzgebiet liegt.

Den geplanten Wasserverbrauch hatte Tesla von 3,3 auf rund 1,4 Millionen Kubikmeter in der Spitze pro Jahr reduziert. Der Wasserverband Strausberg-Erkner genehmigte am Dienstag bei einer Verbandsversammlung den Antrag zur Erschließung für das Werk in der ersten Ausbaustufe. Im Juli warnte der Verbandsvorsteher allerdings vor zu wenig Trinkwasser für den Ausbau. Ein weiteres Thema bei der Anhörung war der Wald. Umweltschützer kritisieren die Rodung.

Am zweiten Tag ging es ähnlich wie am ersten Tag aber nicht nur um Inhalte, sondern auch um Kritik an Versammlungsleiter Ulrich Stock vom Landesumweltamt. Ein vierter Befangenheitsantrag wurde ebenfalls von der Behörde abgelehnt. Dabei sei es unter anderem um den Vorwurf gegangen, Stock sei nicht neutral, sagte die Sprecherin des Brandenburger Umweltministeriums, Frauke Zelt.

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Die Naturschützerin Julia Neigel, die mehrere Petitionen für die Bürgerinitiative Grünheide verfasst hat, wandte sich mit einer Fachaufsichtsbeschwerde an Umweltminister Axel Vogel (Grüne). Sie kritisierte, dass Stock ihr das Wort entzogen hatte. Der Versammlungsleiter hatte dies damit begründet, dass er auch andere Gäste mit Einwendungen zu Wort habe kommen lassen wollen. Neigel war als Sängerin bekannt geworden.

Gegen die Fabrik waren beim Brandenburger Landesumweltamt 414 Einwände eingegangen. Die Beiträge der Anhörung, die möglicherweise noch mehrere Tage dauert, sollen in das Verfahren zur umweltrechtlichen Genehmigung fließen. Eine Entscheidung ist nach Angaben des Umweltamts noch nicht gefallen.

/vr/DP/nas

ERKNER (dpa-AFX)

Bildquellen: Hadrian / Shutterstock.com

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04.09.26 Tesla Outperform RBC Capital Markets

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