Befesa: Jahreshoch rückt wieder in Reichweite


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Befesa: Jahreshoch rückt wieder in Reichweite

Der Industrie-Recycler Befesa hat mit einem starken zweiten Quartal die eigene Jahresprognose bekräftigt und arbeitet sich charttechnisch zurück in die Nähe seiner Höchststände. Analysten trauen der Aktie noch spürbar mehr zu.

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Befesa verdient sein Geld mit dem Recycling gefährlicher Reststoffe aus der Stahl- und Aluminiumindustrie, etwa Stahlstaub und Salzschlacke, aus denen das Unternehmen wertvolle Metalle wie Zink und Aluminium zurückgewinnt. Im ersten Halbjahr 2026 kletterte das bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBITDA) um 11 Prozent auf 124 Mio. Euro, der Nettogewinn stieg um 12 Prozent auf 45 Mio. Euro. Dass der Umsatz zugleich um 2 Prozent auf 589 Mio. Euro nachgab, lag allein an ungünstigen Wechselkursen zwischen Euro und Dollar, nicht am operativen Geschäft. Aussagekräftiger ist die Marge: Sie verbesserte sich von 19 auf 21 Prozent. Befesa verdient bei sinkenden Erlösen also mehr.

Dynamik verlagert sich ins zweite Halbjahr

Getragen wurde die Entwicklung vom Stahlstaub-Geschäft mit kräftigen Mengenzuwächsen in den USA und Europa sowie höheren Zinkpreisen. Der Verschuldungsgrad sank das neunte Quartal in Folge, und die Zinkpreis-Absicherung bis Ende 2028 auf historisch hohem Niveau schafft Planungssicherheit. Das Management bekräftigte die Jahresprognose eines bereinigten EBITDA von 250 bis 270 Mio. Euro und erwartet die stärkere Dynamik im zweiten Halbjahr. Genau diese Verlagerung nach hinten erklärt, warum die Kursreaktion nach den Zahlen zunächst verhalten ausfiel.

Kurs über allen gleitenden Durchschnitten

Charttechnisch hat die Aktie diese Zurückhaltung inzwischen abgeschüttelt. Vor Redaktionsschluss notierte Befesa bei 36,25 Euro und damit über allen drei wichtigen gleitenden Durchschnitten, die zudem sämtlich steigen: Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 33,90 Euro, der 100-Tage-Durchschnitt bei 34,15 Euro und der 200-Tage-Durchschnitt bei 31,97 Euro. Diese Konstellation, bei der der Kurs oberhalb der aufwärts gerichteten Linien verläuft, gilt als klassisch bullisches Bild.

Indikatoren mit Luft nach oben

Nach dem Rücksetzer auf rund 29 Euro Anfang Juli hat sich der Kurs zügig erholt und die Aufwärtsbewegung im August fortgesetzt. Der MACD hat seine kurze negative Phase überwunden und dreht wieder ins Positive, das Momentum ist mit einem Wert von 0,40 leicht positiv. Bemerkenswert ist vor allem der RSI: Mit knapp 60 notiert er im konstruktiven, aber keineswegs überkauften Bereich. Anders als bei manch heiß gelaufener Erholung bleibt hier also noch Luft nach oben, bevor das Papier technisch als überhitzt gelten würde.

Jahreshoch in Reichweite

Damit rückt das Jahreshoch bei rund 37,50 Euro wieder in Reichweite. Gelingt der nachhaltige Sprung darüber, wäre der Weg in Richtung der Analysten-Kursziele frei, die bis 45 Euro reichen. Nach unten bieten die gleitenden Durchschnitte im Bereich von 34 Euro eine erste Unterstützung. Die Bewährungsprobe kommt mit den Neunmonatszahlen am 29. Oktober. Dann muss Befesa liefern , was das Management für das zweite Halbjahr in Aussicht gestellt hat. 

Befesa arbeitet sich charttechnisch zurück nach oben, andere Favoriten des Jahres kommen dagegen erst aus der Korrektur. Bei 2G Energy hat der Rücksetzer die Bewertung auf ein Niveau gedrückt, das gemessen an der bereits mit Aufträgen unterlegten Dynamik wieder verlockend aussieht: zum Artikel

Dass überzeugende Zahlen allein nicht immer ausreichen, um eine Aktie anzuschieben, zeigt das Chart- und Bewertungsbild bei clearvise: Dort hat sich die Aktie trotz eines operativ guten Halbjahres noch weiter von der Substanz entfernt. Was das für die Bewertung bedeutet und welche Chancen sich daraus ergeben: zum Artikel

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Erstellung am 24.08.26 um 14:53 Uhr.

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