CENIT: Plötzlich wieder gefragt - das sind die Gründe
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Nach dem Kursrutsch infolge der Kapitalerhöhung hat die CENIT-Aktie zuletzt kräftig zugelegt. Gemessen an den operativen Perspektiven erscheint die Bewertung allerdings weiterhin bemerkenswert niedrig.
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Noch vor wenigen Wochen sah es für die CENIT-Aktie wenig erfreulich aus. Die im Juli angekündigte vollständige Übernahme der Tochter ISR und die damit verbundene Kapitalerhöhung drückten kräftig auf den Kurs. Ende August wurden zeitweise nur noch rund 6,80 Euro bezahlt. Inzwischen hat sich das Blatt aber gewendet: Zuletzt kletterte die Aktie wieder über 8 Euro und damit rund 20 Prozent über ihr Tief.
Kapitalerhöhung belastete
Immerhin einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag mussten die Stuttgarter für die restlichen 25,1 Prozent an ISR aufbringen. Dadurch stieg die Aktienzahl um 20 Prozent von 8,37 auf 10,04 Mio. Stück. Die neuen Aktien wurden zu lediglich 6,50 Euro angeboten. Der deutliche Abschlag und die Verwässerung sorgten zunächst für erheblichen Druck auf den Kurs.
Mehrwert durch ISR
Die anschließende Rally dürfte nun mehrere Gründe haben. Zum einen ist der technische Angebotsdruck durch die Kapitalerhöhung inzwischen verschwunden. Zum anderen dürfte die Börse den operativen Wert der ISR-Übernahme zunehmend stärker gewichten. Denn ISR ist mit den Schwerpunkten auf Data Analytics, KI und Prozessautomatisierung genau in den strategischen Wachstumsfeldern von CENIT tätig und erzielte bereits zum Zeitpunkt des Einstiegs von CENIT im Jahr 2022 über 20 Mio. Euro Umsatz bei einer satten EBIT-Marge von 14 Prozent.
Prognose steht
Aber auch die operative Entwicklung von CENIT selbst dürfte nun wieder stärker in den Fokus rücken. Im ersten Halbjahr kam der Umsatz der Stuttgarter zwar nur um knapp 1 Prozent auf 104,7 Mio. Euro voran. Das EBITDA explodierte dank verbesserter Kostenstrukturen aber regelrecht von 1,2 auf 8,5 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr hält der Vorstand daher an seiner Prognose fest, die mindestens ein leichtes Umsatzwachstum auf 210 Mio. Euro und einen EBITDA-Sprung um gut 45 Prozent auf 18 Mio. Euro vorsieht.
2027 wird noch interessanter
Für 2027 erwarten Analysten dann sogar ein EBITDA von gut 24 Mio. Euro und einen Gewinn von rund 0,72 Euro je Aktie. Damit würde die CENIT-Aktie trotz Verwässerung und Kurserholung nur mit einem KGV von rund 11 bewertet. Kann der Konzern den operativen Turnaround verstetigen, erscheint das ziemlich günstig. Zumal die sich abzeichnende Erholung der Industriekonjunktur dem auf PLM-Software spezialisierten IT-Dienstleister helfen dürfte, auch beim Umsatz wieder stärker zu wachsen. Die jüngste Aufholjagd könnte daher erst den Anfang einer längeren Aufwärtsbewegung darstellen.
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Erstellung am 24.09.26 um 11:40 Uhr.
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