ARK verkauft Robinhood-Aktie und greift bei diesem KI-Profiteur zu: Das steckt hinter den Transaktionen
ARK Invest hat bei Robinhood einen Teil der Position verkauft und gleichzeitig bei einem KI-Profiteur aufgestockt. Die Deals im Detail.
Werte in diesem Artikel
- ARK trennt sich von einem Teil der Robinhood-Position
- CoreWeave landet gleichzeitig im Einkaufskorb der Fonds
- Robinhood hat den Termin für die nächsten Zahlen schon gesetzt
ARK Invest hat am Dienstag Aktien von Robinhood verkauft. Gleichzeitig griffen die Fonds bei CoreWeave zu. Sollten Anleger nun ebenfalls die Reißleine ziehen?
Die Trades im Detail
Im Flaggschiff ARKK verkaufte ARK Invest am Dienstag 43.354 Aktien von Robinhood Markets, das entspricht 0,0516 Prozent des Fonds. Im ARK Next Generation Internet ETF (ARKW) trennte sich die Gesellschaft von weiteren 20.112 Aktien, hier entsprach der Verkauf 0,1042 Prozent des Fondsvermögens. Insgesamt gab ARK damit 63.466 Robinhood-Aktien ab - im Wert von 7,24 Millionen US-Dollar.
Auf der Kaufseite stand CoreWeave: In ARKK erwarb die Investmentgesellschaft von Cathie Wood 65.859 Aktien (0,0626 Prozent des Fonds), in ARKW 31.780 Aktien (0,1315 Prozent). Zusammen waren es 97.639 Aktien, nach Berechnung von Investing.com für 8,53 Millionen US-Dollar. ARK weist zudem darauf hin, dass die Handelsdateien keine vollständige Liste aller Tagesgeschäfte enthalten und Vorgänge bei Ausgabe und Rücknahme von ETF-Anteilen ausschließen.
Die beiden Positionen waren nicht die einzigen Bewegungen des Tages. Gemessen am Fondsanteil am stärksten fiel der Verkauf von Aktien des Halbleitertestspezialisten Teradyne aus: Im ARK Autonomous Technology & Robotics ETF (ARKQ) gab ARK 51.524 Aktien ab, das entspricht 1,13 Prozent des Fondsvermögens, im Raumfahrtfonds ARKX weitere 10.023 Aktien. Im ARKW kaufte das Management außerdem 36.050 Aktien von Amazon zu.
Robinhood-Aktie vor den Quartalszahlen besonders im Fokus
Robinhood selbst meldete für das zweite Quartal 2026 einen um 32 Prozent gestiegenen Umsatz von 1,31 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn lag bei 573 Millionen US-Dollar. Die Plattformvermögen lagen laut den Betriebszahlen für August 2026 bei 384 Milliarden US-Dollar. Das Krypto-Handelsvolumen sank im selben Zeitraum um 38 Prozent zum Vorjahr. Die Zahlen für das dritte Quartal stehen Ende Oktober auf der Agenda.
Analysten bleiben vor der anstehenden Bilanz optimistisch: Von 21 Ratings zur Robinhood-Aktie auf TipRanks lauten 18 auf "Buy", das durchschnittliche Kursziel von 137,70 US-Dollar bietet noch ein Aufwärtspotenzial von rund 23 Prozent auf den Schlusskurs der Aktie am Dienstag an der NASDAQ.
Vorbörslich verliert der Anteilsschein am Dienstag 2,82 Prozent auf 108,85 US-Dollar. Die CoreWeave-Aktie verliert daneben 1,82 Prozent auf 90,05 US-Dollar.
Sollten die ARK-Verkäufe Anleger skeptisch werden lassen?
Ein Abschied von Robinhood ist die jüngste Transaktionshistorie von ARK allerdings nicht. Die abgegebenen Stückzahlen entsprechen in ARKK rund 0,05 Prozent und in ARKW rund 0,10 Prozent des Fondsvermögens. ARK nutzt solche Teilverkäufe regelmäßig, um Gewichtungen nach Kursanstiegen anzupassen und Kapital in andere Positionen umzuschichten. Für die Einschätzung der Robinhood-Aktie sind deshalb die Quartalszahlen am 27. Oktober wichtiger als einzelne Fondsbewegungen. Entscheidend wird, ob das Wachstum bei Optionen, Aktienhandel und Ereigniskontrakten die Schwäche im Kryptogeschäft weiter ausgleicht und ob die Nettoeinzahlungen hoch bleiben. Bei CoreWeave zeigt die wiederholte Aufstockung, dass ARK an der These einer anhaltend hohen Nachfrage nach KI-Rechenkapazität festhält. Anleger sollten dabei aber im Blick behalten, dass das Wachstum mit hohen Schulden und Investitionen erkauft wird und die Aktie entsprechend stark schwankt. Die Käufe eines einzelnen Investors ersetzen keine eigene Abwägung von Chancen und Risiken.
Claudia Stephan, Julia Walter, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net
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