Bilfinger: Auftragseingang macht Hoffnung


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Bilfinger: Auftragseingang macht Hoffnung

Infrastrukturanbieter wie Bilfinger sind derzeit an der Börse gesucht. Die starke Performance im Jahr 2025 muss nun mit handfesten Erträgen untermauert werden.

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Die Kursaufschläge nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen 2025 von Bilfinger währten nicht lange. Das Zahlenwerk darf zwar getrost als gut bezeichnet werden – doch abhängig von der Bewertung ist gut nicht immer gut genug. Die Marktreaktion zeigt, dass die Bilfinger-Aktie in den Augen vieler Investoren derzeit zumindest kein Schnäppchen mehr ist.

Im ersten Halbjahr 2025 kletterten die Umsätze um 10 Prozent auf über 2,6 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis stieg um 8 Prozent auf 79,2 Mio. Euro, was einem Gewinn je Aktie von 2,12 Euro (HJ 2024: 1,95 Euro) entspricht. Die Nettorendite liegt damit bei rund 3 Prozent. Deutlich stärker legten die Auftragseingänge zu. Diese verbesserten sich um 15 Prozent auf über 3 Mrd. Euro. Das Book-to-bill-Verhältnis beträgt 1,16.

Der Ausblick für das Gesamtjahr 2025 wurde bestätigt. Demnach soll der Umsatz in einer Range zwischen 5,1 und 5,7 Mrd. Euro liegen. Im Mittel beträgt das Wachstum zum Vorjahresumsatz von gut 5,0 Mrd. Euro etwas mehr als 7 Prozent. Die EBITA-Marge soll auf Konzernebene 5,2 bis 5,8 Prozent betragen, nach 5,2 Prozent im Jahr 2024.

Auf Basis der aktuell im Markt gehandelten Gewinnschätzungen je Aktie von rund 5,30 Euro beträgt das KGV für 2025 gut 17. Für einen Wert, der in einer Trendbranche unterwegs ist, mag das nicht zu teuer sein. Im Vergleich zum Gewinnwachstum des ersten Halbjahres ist das jedoch ambitioniert. Als Industriedienstleister zielt Bilfinger zudem auf die chemische Industrie und Rohölproduzenten. Beide Branchen stehen aktuell noch unter Druck. Nach der starken Performance seit Jahresbeginn konsolidiert das Papier auf hohem Niveau, wobei die technische Unterstützung im Bereich um 90 bis 90,50 Euro bereits mehrfach getestet wurde. Hier ist zunächst Abwarten angesagt.

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