Branche im Blick

SMAG-Aktie nach IPO-Flop mit Schadensbegrenzung - So reagieren Rheinmetall, HENSOLDT & Co.


SMAG-Aktie nach IPO-Flop mit Schadensbegrenzung - So reagieren Rheinmetall, HENSOLDT & Co.

Der jüngste Rüstungs-Börsengang am deutschen Aktienmarkt hat zum Wochenstart für eine herbe Überraschung gesorgt und auch die etablierten Branchengrößen mit nach unten gezogen. So ist die Stimmung am Tag nach dem Flop-IPO.

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  • SMAG-Debüt am 13. Juli rund 42 Prozent unter Ausgabepreis abgeschlossen
  • Rheinmetall, RENK, HENSOLDT und TKMS schlossen am selben Tag ebenfalls schwächer
  • Dritter Rüstungs-Börsengang 2026, KNDS hatte eigenen IPO verschoben
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Der Rüstungssektor bekam zum Wochenstart rote Vorzeichen zu sehen: Die neu notierte SMAG Mobile Antenna Masts-Aktie hat ihren ersten Handelstag im Scale-Segment der Frankfurter Börse deutlich unter dem Ausgabepreis beendet. Am selben Tag schlossen auch die etablierten Rüstungswerte Rheinmetall, RENK, HENSOLDT und TKMS im Minus.

Ein Fehlstart mit klarer Botschaft

SMAG hatte den Ausgabepreis bereits auf 46 Euro festgelegt, das untere Ende der zuvor ausgerufenen Spanne von 46 bis 54 Euro. Am IPO-Tag wurde die Aktie erstmals zu 35,00 Euro gehandelt und rutschte im Tagesverlauf auf einen Schlussstand von 26,70 Euro - das entspricht einem Abschlag von rund 42 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis. Laut eigener Mitteilung der Gesellschaft flossen SMAG aus der Kapitalerhöhung brutto rund 30 Millionen Euro zu, mit denen vor allem Automatisierung, Produktionskapazität und Vertrieb ausgebaut werden sollen.

Auch am Dienstag bleibt die Lage uneinheitlich

Einen Tag nach dem enttäuschenden Börsengang dominiert weiterhin Unentschlossenheit unter den Anlegern: Die Rheinmetall-Aktie gewinnt via XETRA zeitweise 0,49 Prozent auf 984,00 Euro, während RENK um 0,57 Prozent auf 43,185 Euro zulegt. HENSOLDT zeigt sich mit einem Plus von 0,63 Prozent auf 73,96 Euro. TKMS notiert derweil 3,24 Prozent höher bei 82,80 Euro. Die SMAG-Aktie ihrerseits erholt sich im XETRA-Handel stellenweise um 8,99 Prozent auf 29,10 Euro, bleibt damit aber weiterhin deutlich unter dem Ausgabepreis vom Börsengang.

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Warum der Ausverkauf so unterschiedlich ausfällt

SMAG ist nach Vincorion und Gabler bereits der dritte Rüstungs-Börsengang des Jahres, während der Panzerbauer KNDS seinen eigenen IPO Anfang Juli auf Eis gelegt hatte. Dass die Aktie an ihrem ersten Handelstag um ein Vielfaches stärker verlor als die etablierten Branchengrößen, zeigt den Unterschied zwischen einem Nischenanbieter mit rund 260 Millionen Euro Marktkapitalisierung, der seine Wachstumsgeschichte am Kapitalmarkt erst beweisen muss, und Konzernen wie Rheinmetall, die sich auf einen Auftragsbestand von rund 64 Milliarden Euro und eine langjährige Handelsgeschichte stützen können.

Der nächste Anhaltspunkt ist das Ende der Kursstabilisierungsfrist bei SMAG, die mit der Handelsaufnahme begann und binnen 30 Kalendertagen ausläuft. Bei den etablierten Werten richtet sich der Blick auf den Quartalsbericht von Rheinmetall am 6. August.

Claudia Stephan, Julia Walter, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Tobias Arhelger / Shutterstock.com, Postmodern Studio / Shutterstock.com

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10.07.26 Rheinmetall Buy Jefferies & Company Inc.
08.07.26 Rheinmetall Outperform Bernstein Research
08.07.26 Rheinmetall Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
07.07.26 Rheinmetall Buy UBS AG
03.07.26 Rheinmetall Buy Deutsche Bank AG