Cewe: Jetzt entscheidet die 200-Tage-Linie


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Cewe: Jetzt entscheidet die 200-Tage-Linie

Cewe kommt im Kerngeschäft weiter voran, während die frische Übernahme von Kodak Moments zunächst Kosten verursacht. Auch charttechnisch steht die Aktie genau an einer Nahtstelle, an der sich Abwärtstendenz und Trendwende scheiden.

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Getragen wurde das Wachstum erneut vom Fotofinishing, also der End- und Weiterverarbeitung von Fotos. Dieser Bereich konnte im Jahresvergleich um knapp 8 Prozent zulegen. Konzernweit stieg der Umsatz in den drei Monaten bis Ende Juni um 6 Prozent auf 143,9 Mio. Euro. Herausgerechnet ist dabei der kommerzielle Onlinedruck, den Cewe inzwischen verkauft hat und der die Vergleichbarkeit früherer Zahlen verzerrt hätte.

Beim Ergebnis lohnt eine genaue Unterscheidung. Bereinigt um den verkauften Geschäftsbereich wies der Konzern vor Zinsen und Steuern ein Ergebnis von minus 3,1 Mio. Euro aus, nach minus 3,3 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Dieses Minus ist allerdings im zweiten Quartal branchenüblich, weil das margenstarke Weihnachtsgeschäft erst zum Jahresende anfällt. Inklusive aller Sondereffekte fiel das Ergebnis mit minus 6,8 Mio. Euro allerdings deutlich schwächer aus. Darin stecken 3,7 Mio. Euro an Übernahmekosten für Kodak Moments, den neu erworbenen Anbieter von Sofortfotos.

Ringen um die 200-Tage-Linie

Beim Versuch, die Ende Juni begonnene Erholung auszubauen, zeigte sich bislang die 200-Tage-Linie als hartnäckiger Widerstand. Mit der neuen Woche könnte hier aber der angepeilte Break erfolgen. Per Redaktionsschluss notierte die Aktie bei 98,80 Euro und wäre damit erstmals seit Anfang Juni wieder über diesem Widerstand. Die kürzeren Durchschnitte waren schon überwunden worden und zeigen erste Zeichen, nach oben abzudrehen, was weitere Unterstützung liefern würde.

Der Blick auf das Kursbild der vergangenen Monate zeigt allerdings, wie zäh die bisherige Chartphase war. Nach dem Verlaufshoch bei rund 103 Euro im Mai rutschte die Aktie bis in den Juli auf gut 91 Euro ab, ehe der aktuelle Erholungsversuch einsetzte. Die 200-Tage-Linie markiert damit die entscheidende Nahtstelle zwischen der übergeordneten Abwärtstendenz und einer möglichen Trendwende, weshalb der Break dieser Marke besondere Bedeutung hätte.

Der Stand bei den Oszillatoren fügt sich in das Bild ein. Der RSI liegt bei rund 59 und damit im neutralen Bereich, weit entfernt von einer überkauften Lage, was noch Spielraum nach oben lässt. Der MACD hat die Signallinie von unten gekreuzt und dreht ins Positive, das Momentum steigt ebenfalls.

Gelingt ein nachhaltiger Sprung über die 200-Tage-Linie, öffnet sich der Weg zurück in Richtung der Jahreshochs um 103 Euro. Ein Rückfall unter die 96-Euro-Zone würde die noch junge Erholung dagegen rasch wieder infrage stellen. Wer Cewe auf seiner Liste hat, sollte entsprechend noch abwarten, ob der Ausbruch über die 200-Tage-Linie tatsächlich nachhaltig gelingt.

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Erstellung am 17.08.26 um 15:08 Uhr.

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