Chip-Abverkauf

Micron-Aktie und weitere Chipwerte unter Druck: Warum der Halbleitersektor schwächelt


Micron-Aktie und weitere Chipwerte unter Druck: Warum der Halbleitersektor schwächelt

Für den zuletzt schwachen Halbleitersektor um Micron gibt es keinen einzelnen Auslöser, sondern gleich mehrere Belastungen, während der übrige Tech-Sektor standhält.

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  • Chipwerte wie Micron und Intel geraten unter Druck, der übrige Tech-Sektor hält
  • Kein einzelner Auslöser, sondern mehrere Belastungsfaktoren
  • Intel hält trotz starker Quartalszahlen seine Kursgewinne nicht
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An der Wall Street liefen die Halbleiterwerte am Freitag dem übrigen Technologiesektor hinterher: Während sich Tech insgesamt gut behauptete, gerieten die Chipaktien unter Druck. Betroffen waren unter anderem Micron und Intel. Micron notierte vor dem Wochenende letztlich 6,99 Prozent tiefer bei 920,95 US-Dollar, zeitweise geht es am Montag um weitere 5,07 Prozent runter auf 874,28 US-Dollar. Die Intel-Aktie verlor am Freitag 7,89 Prozent auf 92,32 US-Dollar und gibt am Montag 2,51 Prozent auf 90,01 US-Dollar ab. Einen einzelnen Auslöser gab es dabei nicht.

Ein Bündel von Belastungen statt eines Auslösers

Nach Einschätzung von Daniel O'Regan, Marktstratege der Investmentbank Mizuho, steckt hinter dem Rückgang kein einzelner Auslöser, sondern ein ganzes Bündel von Gründen. Der übrige Technologiesektor halte sich dagegen recht ordentlich, auffällig sei vor allem, dass ausgerechnet der Halbleiterkomplex so deutlich hinterherhinke. Auch ein breiter Halbleiterindex gab am Freitag nach.

Intel wird für starke Zahlen nicht belohnt

Ein Faktor ist Intel. Der Chiphersteller hatte für das zweite Quartal das stärkste Umsatzwachstum seit 15 Jahren gemeldet und insgesamt besser abgeschnitten als erwartet, konnte die anfänglichen Kursgewinne aber nicht halten. Dass ein Unternehmen selbst für ein starkes Zahlenwerk nicht belohnt wird, belastet laut O'Regan die Stimmung im gesamten Sektor, weil Anleger daran zweifeln, wie viel gute Nachrichten derzeit überhaupt noch wert sind.

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China-Sorgen und teure KI-Ausbaupläne

Hinzu kommen Sorgen mit Blick auf China: Der chinesische Speicherchip-Hersteller ChangXin Memory Technologies (CXMT) ging am heutigen Montag in Shanghai an die Börse. O'Regan hält die Gefahr durch chinesische Speicherchips zwar für überzeichnet, verweist aber auf Berichte, wonach sich Apple mit CXMT getroffen habe, was Anleger aufhorchen lasse.

Parallel wächst die Debatte über die gewaltigen Investitionen der großen Cloud-Konzerne: Laut einer Studie der Ratingagentur Moody's dürften die sechs führenden Hyperscaler in diesem Jahr zusammen rund 785 Milliarden US-Dollar investieren, 2027 dann fast eine Billion US-Dollar. Steigen die Finanzierungskosten, geraten diese Ausbaupläne und die daran hängenden Chipkonzerne schnell unter Rechtfertigungsdruck.

Auch Korea belastet, Ausgang offen

Als weiteren Belastungsfaktor nennt O'Regan die Schwäche des südkoreanischen Aktienmarkts. Für Anleger bleibt damit ein gemischtes Bild: Kein einzelnes Ereignis erklärt den Rückschlag, vielmehr summieren sich Bewertungssorgen, China-Risiken und Finanzierungsfragen. Ob daraus mehr wird, dürfte auch der weitere Verlauf der Bilanzsaison zeigen.

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Julia Walter, Thomas Zoller, Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar.

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Bildquellen: Ken Wolter / Shutterstock.com

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18.09.26 Micron Technology Outperform RBC Capital Markets
10.08.26 Micron Technology Buy UBS AG
25.06.26 Micron Technology Buy Deutsche Bank AG
25.06.26 Micron Technology Outperform RBC Capital Markets
25.06.26 Micron Technology Neutral Goldman Sachs Group Inc.

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