Dank Rüstungsboom

RENK-Aktie verliert trotzdem: Gewinnsprung gemeldet - auch Umsatz wächst deutlich


RENK-Aktie verliert trotzdem: Gewinnsprung gemeldet - auch Umsatz wächst deutlich

Der Panzergetriebe-Hersteller RENK hat angesichts des Rüstungsbooms im ersten Quartal stark zugelegt.

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Die Nachfrage zur Sicherung und Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und seiner Bündnispartner sei weiterhin hoch, sagte Firmenchefin Susanne Wiegand am Mittwoch laut Mitteilung. RENK zog zum Jahresstart aber deutlich weniger neue Aufträge an Land. Die Prognose bestätigte der Rüstungszulieferer. Die Aktie gab am trotzdem nach.

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Im frühen Handel stieg das Papier in der Spitze um mehr als vier Prozent, drehte dann ins Minus und gab letztlich 3,15 Prozent auf 26,90 Euro nach. RENK war erst Anfang des Monats für den Batteriekonzern Varta in den Nebenwerte-Index SDAX aufgerückt. Haupteigner Triton hatte RENK im Februar zu einem Ausgabepreis von 15 Euro an die Börse gebracht. Die darauffolgende Rekordjagd ist mittlerweile ins Stocken geraten, jüngst bewegte sich die Aktie überwiegend seitwärts.

RENK steigerte den Umsatz zum Jahresstart im Vergleich zum Vorjahresquartal um 22,5 Prozent auf 237,7 Millionen Euro, wie der Börsenneuling am Mittwoch in Augsburg mitteilte. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) kletterte um fast die Hälfte auf 27,8 Millionen Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich von 9,9 auf 11,7 Prozent. Laut RENK habe sich die Optimierung der Produktionsprozesse und ein vorteilhafter Produktmix bemerkbar gemacht.

Zum Jahresstart brach der Auftragseingang des Rüstungszulieferers mit 208,2 Millionen Euro allerdings um mehr als die Hälfte ein. Das hänge mit zwei Großaufträgen ein Jahr zuvor zusammen, hieß es. Außerdem hätten sich Auftragseingänge verschoben. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz lag zum Jahresstart bei 0,9 und signalisierte damit eine schwächelnde Nachfrage.

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Trotzdem kommt RENK beim Abarbeiten der bestehenden Aufträge kaum hinterher. Das Auftragspolster stieg um 3,7 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Berenberg-Analyst George McWhirter bezeichnete den Auftragsbestand als vielversprechend, neue Bestellungen dürften im restlichen Jahr wieder anziehen. Ein 100 Millionen US-Dollar (rund 92 Mio Euro) schwerer Auftrag der US-Armee werde beispielsweise im zweiten Quartal verbucht.

Wäre dieser Auftrag noch ins erste Quartal gefallen, hätte das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz 1,3 betragen, sagte RENK-Finanzchef Christian Schulz in einer Telefonkonferenz. Die Kennziffer werde sich künftig wieder verbessern. Des Weiteren zeigte sich Schulz zuversichtlich, dass der Auftragsbestand weiter anwächst. Firmenchefin Wiegand wies in der Konferenz obendrein darauf hin, dass der Jahresauftakt saisonal schwächer sei.

Diese Saisonalität bekam auch Rheinmetall zu spüren. Der Rüstungskonzern berichtete bereits am Dienstag zwar von einem deutlich gestiegenen Auftragseingang im ersten Quartal. Verzögerte Auslieferungen ließen den Umsatz aber nicht ganz so kräftig steigen, wie Analysten erhofft hatten. Bei RENK sei im Vergleich zu Rheinmetall und auch HENSOLDT aber das organische Umsatzwachstum auffallend positiv, kommentierte JPMorgan-Analyst David Perry. RENK dürfe 2024 das obere Ende der Prognosespannen erreichen.

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Unter dem Strich machte RENK von Januar bis Ende März 2,8 Millionen Euro Verlust und rutschte damit gut 41 Prozent tiefer in die roten Zahlen als ein Jahr zuvor - maßgeblich wegen einer höheren Steuerlast. Das Unternehmen stellt Getriebe für Panzer, Fahrzeuge und Schiffe her, aber auch für Industrieanlagen. Außerdem gehören Kupplungen, Gleitlager und Prüfsysteme zum Angebot.

Für das laufende Jahr rechnet RENK weiterhin mit einem Umsatzanstieg auf 1 bis 1,1 Milliarden Euro. Vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten sollen davon 16 bis 18 Prozent operativer Gewinn übrig bleiben. Mittelfristig will der Vorstand den Umsatz um etwa 10 Prozent pro Jahr steigern. Die Marge soll dann auf 19 bis 20 Prozent klettern.

/niw/lew/jha/

AUGSBURG (dpa-AFX)

Bildquellen: RENK Group AG

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Datum Rating Analyst
25.09.26 RENK Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
18.09.26 RENK Buy Goldman Sachs Group Inc.
19.08.26 RENK Overweight JP Morgan Chase & Co.
14.08.26 RENK Buy Deutsche Bank AG
11.08.26 RENK Overweight Barclays Capital

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