Deutz: Die Neubewertung hat begonnen
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Die Übernahme von FFG katapultiert Deutz in neue Geschäftsdimensionen und könnte eine größere Neubewertung der Aktie einleiten.
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Ein regelrechtes Kursfeuerwerk gab es gestern bei der Deutz-Aktie, am Tagesende stand ein Kursgewinn von über 11 Prozent zu Buche. Grund für die Euphorie der Börse waren zwei neue Analystenstudien von Kepler Cheuvreux und ODDO BHF, die den fairen Wert des Maschinenbauers nach der Großübernahme des Rüstungsunternehmens FFG nun auf 16,00 bzw. 16,40 Euro hochgesetzt haben. Das entspräche auch nach der Rally gestern einem satten Aufwärtspotenzial von etwa 40 Prozent.
Mittelfristziele pulverisiert
Und in der Tat bietet die Übernahme, die am Montag von den Deutz-Aktionären praktisch einstimmig abgesegnet wurde, allen Grund zum Optimismus. Schließlich erhält der Maschinenbauer einen führenden europäischen Anbieter militärischer Land- und Spezialfahrzeuge, der im kommenden Jahr bereits einen Umsatz von mehr als 1 Mrd. Euro bei einer EBIT-Marge von über 20 Prozent erwirtschaften will. Kommt es so, könnte der Deutz-Konzern seine Mittelfristziele, die ursprünglich bis 2030 einen Umsatz von 4 Mrd. Euro bei einer EBIT-Marge von 10 Prozent vorsahen, womöglich schon im kommenden Jahr erreichen – oder auf der Ertragsseite sogar übertreffen!
Gewinnsprung voraus
Zwar ist zu berücksichtigen, dass die Kölner den Kaufpreis für FFG in Höhe von 1,6 Mrd. Euro zu rund 1 Mrd. Euro über Fremdkapital und zu etwa 600 Mio. Euro über neue Aktien finanzieren. Das dürfte grob kalkuliert höhere Zinsaufwendungen von 50 bis 60 Mio. Euro und eine Verwässerung der Aktienzahl um rund 40 Prozent nach sich ziehen. Aber selbst wenn man dies berücksichtigt, könnte der enorm wachstumsstarke und profitable Zukauf dazu führen, dass der Gewinn je Aktie schon im kommenden Jahr auf 1,20 bis 1,30 Euro hochschnellt.
Aufwertung gut unterfüttert
Damit würde sich das KGV für 2027 selbst unter Berücksichtigung der Akquisitionskosten auf lediglich rund 9 stellen. Ein immer noch moderates KGV von 13 unterstellt, käme man also mühelos auf eben jenen fairen Wert um 16 Euro, den die beiden Analystenhäuser veranschlagt haben. Dies umso mehr, als es auch derzeit schon rund läuft bei Deutz. Nicht nur, dass der Motorenbauer im ersten Halbjahr 2026 seinen Umsatz um 11 Prozent und das bereinigte EBIT überproportional um 43 Prozent verbessern konnte. Vielmehr signalisiert das Plus beim Auftragseingang von fast 29 Prozent, dass sich das dynamische Wachstum in den kommenden Monaten ungebremst fortsetzen dürfte. Insofern könnte die jüngste Kursexplosion erst der Anfang einer größeren Neubewertung der Deutz-Aktie sein.
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Erstellung am 26.08.26 um 10:01 Uhr.
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