Eckert und Ziegler: Fällt jetzt auch der letzte Halt


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Eckert und Ziegler: Fällt jetzt auch der letzte Halt

Die Aktie von Eckert & Ziegler hat mit den Halbjahreszahlen nicht überzeugt. Jetzt könnte ungeachtet der langfristig vielversprechenden Aussichten weiteres Ungemach drohen.

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Der Aktie des Medizintechnikunternehmens Eckert & Ziegler drohen weitere Kursrückgänge. Von den Anfang August vorgelegten Halbjahreszahlen kamen fast schon erwartungsgemäß keine Impulse, um dem Papier wieder auf die Sprünge zu helfen. Im ersten Halbjahr 2026 steigerten die Berliner den Umsatz nur leicht auf 149,3 Mio. Euro (HJ 2025: 148,8 Mio. Euro). Das bereinigte EBIT sank sogar um 6 Prozent auf 33,3 Mio. Euro. Zumindest beim Konzernergebnis gelang ein Zuwachs um knapp 4 Prozent auf 22,5 Mio. Euro.

Ist die Messlatte doch zu hoch?

Die Ziele für das Gesamtjahr 2026 wurden bestätigt. So sollen der Umsatz auf rund 320 Mio. Euro und das bereinigte EBIT auf rund 80 Mio. Euro steigen. Was den Umsatz betrifft, liegt das Unternehmen noch auf Kurs. Beim bereinigten EBIT könnte es etwas schwieriger werden, die Messlatte zu überspringen. Durch den Cyber-Angriff im ersten Quartal verzögerten sich im Segment Medical Auslieferungen der Gallium-Generatoren. Das bereinigte EBIT stieg bei Medical zwar um gut 6 Prozent auf 24,9 Mio. Euro, bei Isotope Products jedoch ging es um gut 24 Prozent auf 9,4 Mio. Euro zurück.

Langfristiges Potenzial

Die aktuelle Durststrecke sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das langfristige Potenzial für Eckert & Ziegler unverändert hoch ist. Denn das Unternehmen besitzt verhältnismäßig große Kapazitäten zur Herstellung von Actinium-225. Das Isotop ist in der Alpha-Therapie gegen diverse Krebsarten sehr gefragt. Zudem kann die starke Aufstellung im China-Geschäft noch zu einem Treiber werden. Auch in China besitzt die radiopharmazeutische Industrie hohe Wachstumsraten. Mit der neuen Produktionsstätte zur Gewinnung von Gallium-68, die zusammen mit der chinesischen DC Pharma betrieben wird, zielt das Unternehmen auf die bildgebende Diagnostik.

Fazit

Die Halbjahreszahlen haben insgesamt nicht überzeugt, obwohl in diesem Abschnitt sogar Unterstützung von der Währungsseite kam. Nach einem Verlust von 1,0 Mio. Euro im Vorjahreshalbjahr gelang diesmal ein Plus beim Währungsergebnis von 0,3 Mio. Euro. Das Unternehmen bleibt eine Wette auf die weltweit steigende Nachfrage in der Radiopharmazie. Seit dem deutlichen Rückgang Anfang Juli von 16,00 auf 13,30 Euro im Tief hat sich das Papier nicht mehr berappelt. Nachdem die Marke von 13,30 Euro bereits dreimal getestet wurde, fiel die Aktie heute zu Handelsbeginn unter diese Marke. Ohne neue Impulse vom Markt oder dem Unternehmen könnte ein sukzessives Abgleiten auf die Unterstützung bei rund 12,40 Euro aus dem Jahr 2024 drohen.

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Erstellung am 25.08.26 um 9:29 Uhr.

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