Diskussion um Kerosinmangel verunsichert Reisende

25.05.26 06:41 Uhr

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ESCHBORN (dpa-AFX) - Die Diskussion um einen drohenden Kerosinmangel wegen des Iran-Kriegs verunsichert Reisende in Deutschland. Bei einer repräsentativen Umfrage gab fast jeder Fünfte an, deswegen selbst bereits einen Flug storniert, umgebucht oder eine Stornierung durch die Airline erlebt zu haben. Die Umfrage hat der Abrechnungsdienstleister SAP Concur (SAP SE) in Auftrag gegeben.

Eine deutliche Mehrheit von 62 Prozent der Befragten hat das Reiseverhalten wegen drohender Probleme bereits geändert. Knapp die Hälfte (46 Prozent) weicht auf Bahn oder Auto aus, 39 Prozent buchen früher und 31 Prozent haben entsprechende Reiseentscheidungen erst einmal aufgeschoben.

Bei Geschäftsreisen ist weniger Verunsicherung spürbar. Nur rund jeder sechste Geschäftsreisende (17 Prozent) habe sein Reiseverhalten in der beschriebenen Form geändert. Stornierungen oder Umbuchungen erlebten mit einem Anteil von 6 Prozent aktuell wenige Geschäftsreisende.

Aus Sicht von SAP Concur sollten sich Unternehmen vorbereiten, um schnell und effizient auf Flugstornierungen reagieren zu können. Der Manager Michael Schmitz rät daher: "Wer in den nächsten Wochen reist, sollte flexibel planen. Das heißt: Wenn möglich Alternativen zum Flug wie Bahn oder Mietwagen gleich mitdenken und bei Ausfällen schnellstmöglich umbuchen. Zusatzkosten sollten Reisende dokumentieren und Belege sichern."

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hatte im April für den Fall eines Kerosinmangels Gegenmaßnahmen angekündigt - aber vor übertriebener Aufgeregtheit gewarnt: "Alarmismus bei Kerosin hilft nicht."Die Versorgungslage in den jeweiligen Märkten sei unterschiedlich. Zuvor hatte die Internationale Energieagentur IEA gewarnt, mehrere europäische Länder könnten einer beginnenden Knappheit von Kerosin gegenüberstehen./ceb/DP/zb

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