Nike, PepsiCo, Hershey, Kimberly-Clark: Vier Dividendenaktien mit beeindruckender Historie

Vier US-Konsumgüterwerte zahlen seit Jahrzehnten regelmäßig steigende Dividenden. Was Nike, PepsiCo, Hershey und Kimberly-Clark verbindet und was Anleger wissen sollten.
Werte in diesem Artikel
•Kimberly-Clark erhöht Quartalsdividende und setzt damit Serie an Anhebungen fort
•PepsiCo kündigt 54. aufeinanderfolgende jährliche Dividendenerhöhung an
•Nike hat Quartalsdividende erhöht - Serie auf 24 aufeinanderfolgende Jahre ausgedehnt
Kimberly-Clark und PepsiCo: Zwei Konzerne mit über fünf Jahrzehnten ununterbrochener Erhöhungen
Wer als Privatanleger nach Aktien sucht, die über Jahrzehnte regelmäßig Erträge abwerfen, stößt unweigerlich auf eine handverlesene Gruppe amerikanischer Konsumgüterwerte. Nike, PepsiCo, Hershey und Kimberly-Clark gehören dazu. Was diese vier Unternehmen verbindet, ist eine ungewöhnlich lange Geschichte jährlich steigender Dividendenzahlungen. Was sie unterscheidet, sind die Ausgangslage, die Wachstumsgeschwindigkeit und die Frage, wie nachhaltig die jeweilige Ausschüttung gedeckt ist.
Den längsten "Track Record" unter den vier Unternehmen teilen sich Kimberly-Clark und PepsiCo. Kimberly-Clark gab am 27. Januar 2026 bekannt, die reguläre Quartalsdividende von 1,26 auf 1,28 US-Dollar je Aktie anzuheben. Für Aktionäre, die zum Stichtag 6. März 2026 im Register eingetragen waren, floss die erhöhte Zahlung am 2. April 2026. Das Unternehmen zahlt seit 92 aufeinanderfolgenden Jahren eine Dividende, und die Anhebung im Januar 2026 markiert das 54. Jahr in Folge, in dem diese Ausschüttung erhöht wurde. Die Aktie notierte an der NASDAQ zuletzt bei 109,37 US-Dollar, die Dividendenrendite lag auf Basis dieses Kurses bei rund 4,7 Prozent (Stand: Schlusskurs vom 26.06.2026).
PepsiCo gab am 3. Februar 2026 bekannt, die annualisierte Dividende um 4 Prozent auf 5,92 US-Dollar je Aktie anzuheben, was einer Quartalszahlung von 1,48 US-Dollar entspricht. Die Erhöhung griff mit der Junizahlung 2026, zahlbar am 30. Juni 2026 an Aktionäre mit Stichtag 5. Juni 2026. PepsiCo zahlt seit 1965 ununterbrochen vierteljährliche Bardividenden. Mit dem Schritt im laufenden Jahr setzt das Unternehmen seine Serie auf nunmehr 54 aufeinanderfolgende Erhöhungen fort. Im ersten Quartal 2026 erzielte PepsiCo einen Umsatz von 19,44 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Die PepsiCo-Aktie notierte an der NASDAQ zuletzt bei 141,39 US-Dollar, die Dividendenrendite lag auf Basis dieses Kurses bei rund 4,2 Prozent (Stand: Schlusskurs vom 26.06.2026).
Nike: Knapp vor dem Aristokraten-Status, aber die Gewinne halten nicht Schritt
Nike befindet sich in einer anderen Situation. Der Sportartikelhersteller aus Beaverton, Oregon, kündigte am 20. November 2025 an, die Quartalsdividende von 0,40 auf 0,41 US-Dollar je Aktie anzuheben, ein Anstieg von 2,5 Prozent. Ausgezahlt wurde die erhöhte Dividende am 1. April 2026 an Aktionäre, die am 2. März 2026 registriert waren. Das Unternehmen selbst bezeichnete dies als das 24. aufeinanderfolgende Jahr, in dem die Quartalsdividende erhöht wurde. Annualisiert entspricht die Dividende 1,64 US-Dollar je Aktie. Damit fehlt Nike noch ein weiteres Jahr bis zum offiziellen Status eines Dividendenaristokraten, also eines Unternehmens, das seine Ausschüttung mindestens 25 Jahre in Folge gesteigert hat.
Für Dividendeninvestoren verdient dabei ein weiterer Aspekt Beachtung. Im Quartal per Ende Februar 2026 wies Nike einen Gewinn je Aktie von 0,35 US-Dollar aus, während die Quartalsdividende mit 0,41 US-Dollar darüber lag. Die Payout-Ratio überstieg damit rechnerisch die 100-Prozent-Marke. Die Aktie notierte am 2. April 2026 bei 43,98 US-Dollar und hat in den zurückliegenden fünf Jahren rund zwei Drittel ihres Wertes verloren. Auf Basis dieses Kursniveaus ergab sich eine Dividendenrendite von rund 3,7 Prozent, was den erheblichen Kursrückgang der Aktie widerspiegelt.
Hershey: Jahrzehntelange Ausschüttungskontinuität, Cashflow deckt die Dividende
The Hershey Company erklärte am 5. Februar 2026 eine Quartalsdividende von 1,452 US-Dollar je Stammaktie sowie 1,320 US-Dollar je Class-B-Aktie. Der Ex-Dividende-Tag war der 15. Mai 2026, die Auszahlung erfolgte am 15. Juni 2026. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum entspricht das einem Anstieg von rund 6 Prozent. Im Zehnjahresschnitt hat Hershey die Dividende um knapp 10 Prozent pro Jahr gesteigert. Die Dividendenhistorie des Unternehmens reicht bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurück, mit mehreren Aktiensplits, zuletzt einem 2-für-1-Split im Jahr 2004.
Die auf den ausgewiesenen Gewinn bezogene Payout-Ratio lag zum Zeitpunkt der Dividendenerklärung im Februar 2026 bei über 100 Prozent. Der operative Cashflow des Unternehmens deckte die Ausschüttung jedoch ab, die Cash-Payout-Ratio betrug rund 63 Prozent. Die vier hier betrachteten Unternehmen eint damit eine Gemeinsamkeit, die über die bloße Länge ihrer Dividendenhistorie hinausgeht: Alle vier haben ihre Ausschüttungen selbst in Phasen steigenden Ergebnisdrucks weiter angehoben. Wie lange sich das in jedem Einzelfall aufrechterhalten lässt, hängt von der künftigen Geschäftsentwicklung jedes Unternehmens ab.
Jonas Vogt, Redaktion finanzen.net
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