DIW-Studie: Deutsche Stromversorgung auch nach Atomausstieg gesichert


Werte in diesem Artikel
Aktien

17.25 EUR 0.00 EUR 0.0 %

23.59 EUR 0.11 EUR 0.47 %

59.54 EUR 0.42 EUR 0.71 %

46.70 EUR -0.45 EUR -0.95 %

BERLIN (dpa-AFX) - Die Stromversorgung in Deutschland wird einer Studie zufolge auch nach der geplanten Abschaltung der verbleibenden sechs Atomkraftwerke im kommenden Jahr gesichert sein. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) an diesem Mittwoch vorstellt. Das Team, zu dem auch die Energie-Expertin Claudia Kemfert gehört, kommt darin zu dem Schluss, dass auch nach dem vollendeten Atomausstieg Ende 2022 "ausreichende Kapazitäten" da seien, um die Energieversorgung in Deutschland zu sichern. So habe die deutsche Stromwirtschaft im vergangenen Jahr mit 20 Terawattstunden etwa vier Prozent ihrer Stromproduktion exportiert, schreiben die DIW-Experten.

Werbung

Auch wegen der Einbindung Deutschlands in das europäische Stromsystem seien "keine Beeinträchtigungen der Versorgungssicherheit zu befürchten", heißt es weiter. Die Wissenschaftler um Kemfert werben dafür, den Atomausstieg zu vollenden, alle Subventionen für Kernenergie zu streichen und sich auf die Suche nach einem Endlager für die entstandenen hochradioaktiven Abfälle zu konzentrieren. Die Abschaltung der Atommeiler sei eine "Notwendigkeit", damit diese Suche gelingen könne.

Mit der Abschaltung der restlichen sechs Atommeiler steigt Deutschland im kommenden Jahr endgültig aus der Kernenergie aus und besiegelt damit eine Entscheidung aus dem Jahr 2011. Jüngst hatte es immer wieder Diskussionen über ein mögliches Wiederaufleben der Kernenergie gegeben. Kritiker befürchten Versorgungsengpässe, wenn Deutschland auch noch vor 2038 aus der Kohleverstromung aussteigt.

Die DIW-Experten halten diese Befürchtung für unnötig. "Nachdem die Abschaltung älterer Kernkraftwerke seit dem Jahr 2011 weitgehend lautlos erfolgte, ist auch für die nächsten beiden Jahre nur mit geringen Auswirkungen auf das Stromsystem zu rechnen", schreiben sie.

Werbung

Außerdem bekräftigen sie die Notwendigkeit, erneuerbare Energien schneller als bisher auszubauen. Kurzfristig sei 2022 und 2023 mit steigenden CO2-Emissionen aus dem Stromsektor zu rechnen, die nur über mehr Solar- und Windenergie kompensiert werden könnten.

Die Versorgungssicherheit sei auch mittelfristig nicht gefährdet, wenn das deutsche Stromsystem "rasch auf erneuerbare Energieträger in Verbindung mit Speichern und Flexibilitätsoptionen" umsteige./faa/DP/mis

Aktuelle E.ON Aktie News

Werbung

E.ON Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für E.ON nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
07.09.26 EON SE Buy UBS AG
01.09.26 EON SE Buy Jefferies & Company Inc.
26.08.26 EON SE Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.08.26 EON SE Buy Jefferies & Company Inc.
17.08.26 EON SE Buy Deutsche Bank AG

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.