Erneute Iran-Eskalation

Aktien von RENK, HENSOLDT und TKMS bleiben gefragt - Rheinmetall mit JV für Raketensysteme


Aktien von RENK, HENSOLDT und TKMS bleiben gefragt - Rheinmetall mit JV für Raketensysteme

Die erneute Verschärfung des Iran-Konflikts wirkt sich zum Wochenstart am Aktienmarkt aus. Während der Gesamtmarkt leidet, stehen Rüstungsaktien erneut im Fokus.

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• Erneute Iran-Eskalation stützt deutsche Rüstungswerte
• Profiteure geopolitischer Spannungen
• Rheinmetall gründet neues JV für Raketensysteme

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Das Scheitern der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran sowie die von US-Präsident Trump angekündigte Blockade der Straße von Hormus geben zum Wochenstart den Ton an den Börsen an. Mit der erneuten Verschärfung des Konflikts geraten auch die Aktien der deutschen Rüstungsunternehmen einmal mehr in den Fokus der Anleger. Doch anders als in früheren Eskalationsphasen reagieren die Kurse der großen deutschen Branchenvertreter diesmal nur moderat. So schlagen sich die Aktien von Rheinmetall, RENK, HENSOLDT und TKMS zwar zeitweise besser als der sehr schwache Gesamtmarkt, eine neue Rally bleibt bei den Titeln jedoch bislang aus.

So gewann die Rheinmetall-Aktie am Montag im XETRA-Handel schlussendlich 2,16 Prozent auf 1.495,40 Euro, während das Papier von HENSOLDT um 2,71 Prozent auf 78,80 Euro zulegte. Daneben stiegen TKMS-Aktien letztlich um 3,38 Prozent auf 85,70 Euro. Die Papiere von RENK zogen via XETRA um 1,38 Prozent auf 53,00 Euro an, hielten sich damit besser als der Gesamtmarkt, der etwas abrutschte.

Markt reagiert selektiv auf geopolitische Eskalation

Historisch zählen Rüstungswerte zu den ersten Profiteuren geopolitischer Spannungen. Steigende Verteidigungsbudgets, Nachbestellungen von Munition und die Erwartung langfristiger Aufrüstungsprogramme wirken regelmäßig als Kurstreiber. Auch diesmal richtet sich der Blick der Investoren schnell auf den Sektor. Dennoch bleibt die Reaktion am Montag vergleichsweise moderat. Bereits in früheren Eskalationsphasen zeigte sich, dass geopolitische Spannungen allein nicht automatisch zu deutlichen Kursgewinnen führen, wenn ein Teil der Erwartungen bereits eingepreist ist.

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Hinzu kommt, dass parallel zum Iran-Konflikt auch makroökonomische Faktoren wie steigende Energiepreise und ein schwächerer Gesamtmarkt die Risikobereitschaft dämpfen. In vergleichbaren Situationen reagierten Rüstungsaktien zwar häufig positiv, jedoch keineswegs einheitlich.

Rheinmetall gründet neues Joint Venture für Raketensysteme

Bei Rheinmetall wirkt sich daneben am Montag auch ein neues Joint Venture mit dem europäischen Verteidigungsunternehmen Destinus positiv auf den Aktienkurs aus. So kündigte der Düsseldorfer Rüstungskonzern zum Wochenstart per Pressemitteilung die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für moderne Raketensysteme an. Das Joint Venture mit dem Namen "Rheinmetall Destinus Strike Systems" soll fortschrittliche Marschflugkörper und ballistische Raketenartillerie entwickeln, produzieren und vermarkten und in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten. Rheinmetall wird dabei mit 51 Prozent die Mehrheit halten.

Ziel des neuen Unternehmens sei es, industrielle Serienkapazitäten für moderne präzisionsgelenkte Angriffssysteme aufzubauen und damit auf die stark steigende Nachfrage europäischer Streitkräfte zu reagieren. Rheinmetall-Chef Armin Papperger verwies laut Pressemitteilung in diesem Zusammenhang darauf, dass Europa seine Produktionsbasis für moderne Angriffssysteme deutlich erweitern müsse, um den Anforderungen der NATO-Partner gerecht zu werden. Nach Einschätzung des Managements bewegt sich der kurzfristige adressierbare Markt im Bereich mehrerer hundert Millionen Euro, langfristig sogar im niedrigen Milliardenbereich.

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Vor dem Hintergrund der neuen Spannungen im Nahen Osten erhält die Kooperation zusätzliche Bedeutung für den Kapitalmarkt. Gerade Fähigkeiten im Bereich weitreichender Präzisionswirkung gelten als Schlüsselkomponente moderner Abschreckungsstrategien.

Carolin Ludwig, Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Postmodern Studio / Shutterstock.com, Tobias Arhelger / Shutterstock.com

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25.09.26 Rheinmetall Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.09.26 Rheinmetall Outperform Bernstein Research
10.09.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.
01.09.26 Rheinmetall Buy Deutsche Bank AG
17.08.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.

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