Nach unerwartet gutem Quartal: Evonik hebt Gewinnerwartungen an - Aktie unbeeindruckt

Evonik Industries hebt seine Gewinnerwartungen für 2026 nach einer starken Geschäftsentwicklung für das von Lieferengpässen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg geprägten zweiten Quartal an.
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Der Spezialchemiekonzern profitierte zuletzt davon, dass asiatische Wettbewerber teilweise nicht liefern konnten, weil nach der Sperrung der Straße von Hormus ihre Rohstoffversorgung beeinträchtigt war, wie der Konzern in Essen mitteilte.
Höhere Verkaufsmengen und Preise sorgten neben den laufenden Kostensenkungen dafür, dass das bereinigte EBITDA im abgelaufenen Quartal nun bei 600 bis 650 Millionen Euro erwartet wird. Das sind deutlich mehr als die im Mai in Aussicht gestellten "wenigstens 550 Millionen Euro", aber auch mehr als auch der von Vara Research erhobene aktuelle Marktkonsens von rund 567 Millionen Euro erwarten ließ.
Zwar geht Evonik davon aus, dass sich die für das Unternehmen vorteilhafte Situation im Jahresverlauf abschwächen wird, wenn sich der weltweite Schiffsverkehr nach der Öffnung der Straße von Hormus wieder normalisiert. Im Bereich Animal Nutrition sollte sich der Schwung allerdings fortsetzen, heißt es in der Mitteilung.
Vor diesem Hintergrund kalkuliert Evonik nun mit einem bereinigte EBITDA zwischen 2,0 und 2,2 Milliarden Euro für 2026 statt der bislang erwarteten 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro. Damit wird das Ergebnis nun klar über dem Vorjahreswert von rund 1,9 Milliarden Euro erwartet.
Beim Free Cashflow rechnet Evonik im abgelaufenen Quartal mit einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem Vorjahreswert von minus 211 Millionen Euro, bestätigte allerdings seine Prognose für die Cash Conversion Rate mit etwa 40 (2025: 37 Prozent).
Die Vorlage der kompletten Zwischenbilanz für das Halbjahr steht wie geplant für den 4. August an.
Im XETRA-Handel zeigt sich die Evonik-Aktie zeitweise mit einem Minus von 0,13 Prozent bei 15,91 Euro.
DJG/rio/apo
Von Olaf Ridder
DOW JONES
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