Evonik baut weitere Stellen ab und stellt Polyester-Geschäft ein - Aktie gibt nach

Evonik weitet seine Sparanstrengungen aus. Der Spezialchemiekonzern kündigte den Abbau weiterer Stellen und die Schließung seines globalen Polyester-Geschäftes an.
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Der Spezialchemiekonzern kündigte in Essen den Abbau weiterer 3.200 Stellen bis 2029 an, davon 2.150 in Deutschland. Darauf habe sich der Vorstand mit den Sozialpartnern geeinigt, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Betroffen seien sämtliche Geschäfts- und Verwaltungseinheiten.
Komplett einstellen will Evonik im nächsten Jahr sein globales Polyester-Geschäft. Die zuständige Konzernvorständin Lauren Kjeldsen sprach von einem "wirtschaftlich alternativlosen Schritt" für das Geschäft mit rund 150 Millionen Euro Jahresumsatz.
Keine der untersuchten Alternativen wäre für Evonik wirtschaftlich dauerhaft tragbar gewesen, sagte sie und verwies auf die strukturellen Nachteile in Europa und die sich abschwächende Marktdynamik. Betroffen sind hier knapp 350 Mitarbeiter an drei Standorten in Witten, Marl und Shanghai.
"Die weltpolitische Lage ist unsicher und das wirtschaftliche Wachstum ist anhaltend schwach", sagt Vorstandschef Christian Kullmann mit Blick auf das gesamte Unternehmen. Gleichzeitig werde der internationale Wettbewerb immer härter. "In diesem Umfeld müssen wir stärker werden."
Evonik sieht dafür erhebliches Potenzial durch mehr Effizienz, Digitalisierung und Outsourcing. Zudem werden Optionen für ein Offshoring geprüft.
Bis zum Jahresende sollen im Zuge der seit 2023 laufenden Sparprogramme bereits rund 2.800 Stellen abgebaut werden. Durch das Programm Evonik Taylor Made soll die Kostenbasis bis um 400 Millionen Euro sinken.
Welches Sparziel Evonik mit den neuen Sparmaßnahmen verbindet, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Die Evonik-Aktie verliert im XETRA-Handel am Donnerstag zeitweise 3,29 Prozent auf 15,27 Euro.
DJG/rio/hab
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Bildquellen: Jonathan Weiss / Shutterstock.com, EVONIK
