MÄRKTE USA/Friedensabkommen in Nahost stützt Wall Street

18.06.26 16:20 Uhr

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DOW JONES--Die US-Börsen überwinden am Donnerstag den Schrecken wegen überraschend falkenhafter Ausführungen des neuen US-Notenbankgouverneurs Kevin Warsh vom Vorabend. Gestützt wird die Wall Street durch die Absichtserklärung zur Beendigung des Iran-Kriegs. Denn der Iran und die USA unterzeichneten - zwei Tage früher als geplant - die Grundsatzvereinbarung. Die Details der Vereinbarung zeigen allerdings, dass einige der früheren roten Linien der Regierung von US-Präsident Donald Trump ignoriert wurden, wie die Analysten von Jefferies anmerken. Das lasse Zweifel an der Lebensdauer der Vereinbarung aufkommen. Doch sehen Händler in der Bereitschaft zu Kompromissen auch eine Chance auf eine dauerhafte Einigung, denn die eigentlichen Verhandlungen beginnen nun erst.

Im frühen Geschäft steigt der Dow-Jones-Index um 0,5 Prozent auf 51.725 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite ziehen um je 0,7 Prozent an. Etwas Volatilität könnte der Große Verfall in den Markt bringen, der wegen des Feiertags Juneteenth am Freitag vorgezogen wird. Etwas gestützt wird die Stimmung auch von positiven Daten: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in der vergangenen Woche gesunken - in etwa im prognostizierten Rahmen. Darüber hinaus hat sich die Industrieaktivität in der von der Philadelphia Fed abgedeckten Region im Juni ausgeweitet. Der "Philly-Fed-Index" stieg deutlich und dazu auch stärker als gedacht.

Anleger hoffen, dass der 14-Punktepan zur zügigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus führen wird. Daher geben die Ölpreise nach. Das Barrel Brent verbilligt sich um 3 Prozent. Drei unter saudischer Flagge fahrende Öltanker haben derweil die Straße von Hormus durchquert. Gedrückt werden die Ölpreise auch von der Annahme, dass sich die iranische Ölförderung schneller erholen dürfte als die der benachbarten Golfstaaten, wie Kepler-Analyst Homayoun Falakshahi anmerkt.

Am Anleihemarkt sinkt die Zehnjahresrendite um 3 Basispunkte auf 4,43 Prozent. Fallende Ölpreise dämpfen die Inflationssorgen und damit auch den Zinserhöhungsdruck der Fed. Zinserhöhungen durch die US-Notenbank sind nach der ersten Sitzung unter Leitung von Fed-Chairman Kevin Warsh aus Sicht von Goldman-Sachs-Volkswirt David Mericle zwar wahrscheinlicher geworden, sind aber noch nicht das Basisszenario von Goldman. Am Devisenmarkt hallen die falkenhaften Worte von Warsh noch nach, der Dollarindex steigt um 0,5 Prozent auf ein 11-Wochenhoch. Der Goldpreis bewegt sich kaum.

Am Aktienmarkt springen Intel um 8,1 Prozent nach oben. US-Präsident Trump sagte, dass der Chiphersteller einen Deal mit Apple gewonnen habe. Apple steigen um 1,1 Prozent, der scheidende CEO Tim Cook erklärte, der iPhone-Hersteller müsse die Preise erhöhen, um die steigenden Kosten für Speicherchips auszugleichen. Micron Technology steigen 6,1 Prozent und steuern auf Rekordhoch zu.

Accenture stürzen um 15,1 Prozent ab, nachdem der Beratungskonzern durchwachsene Dittquartalszahlen vorgelegt hat. Die Wachstumserwartungen für das Geschäftsjahr wurden gesenkt. Das Unternehmen kündigte außerdem drei Übernahmen an. Rumble ziehen um 3,9 Prozent an, die Video-Plattform ändert ihren Namen und passt ihre Unternehmensstruktur im Zuge einer KI-Neuausrichtung an. Kroger verlieren 7,2 Prozent, die Supermarktkette verdiente weniger als erwartet. Smith & Wesson Brands schnellen um 19,6 Prozent nach oben. Das Unternehmen hat dank neuer Produkte den Umsatz im vierten Geschäftsquartal um 27 Prozent gesteigert und auch einen höheren Gewinn verzeichnet.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 51.724,60 +0,5 +232,05 51.492,55

S&P-500 7.469,84 +0,7 +49,74 7.420,10

NASDAQ Comp 26.204,28 +0,7 +182,62 26.021,66

NASDAQ 100 30.107,52 +1,5 +436,57 29.670,95

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,16 -0,01 4,22 4,15

5 Jahre 4,21 -0,02 4,27 4,21

10 Jahre 4,43 -0,03 4,48 4,43

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 18:24

EUR/USD 1,1471 -0,2 -0,0028 1,1499 1,1590

EUR/JPY 184,56 -0,1 -0,1900 184,75 185,7100

EUR/CHF 0,9214 +0,2 0,0017 0,9197 0,9192

EUR/GBP 0,8665 +0,2 0,0014 0,8651 0,8653

USD/JPY 160,87 +0,2 0,2400 160,63 160,2200

GBP/USD 1,3235 -0,4 -0,0056 1,3291 1,3391

USD/CNY 6,771 +0,2 0,0133 6,7577 6,7577

USD/CNH 6,7728 -0,1 -0,0032 6,7760 6,7594

AUS/USD 0,7023 +0,1 0,0009 0,7014 0,7069

Bitcoin/USD 63.825,35 -0,8 -536,77 64.362,12 65.847,36

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 73,85 -3,8 -2,94 76,79

Brent/ICE 77,16 -3,0 -2,39 79,55

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.252,09 -0,1 -5,59 4.257,68

Silber 66,75 -1,8 -1,24 67,99

Platin 1.717,62 -1,1 -19,19 1.736,81

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mpt

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June 18, 2026 10:21 ET (14:21 GMT)

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15.06.2026Micron Technology OutperformRBC Capital Markets
09.06.2026Micron Technology NeutralGoldman Sachs Group Inc.
08.04.2026Micron Technology BuyUBS AG
26.06.2025Micron Technology OverweightBarclays Capital
19.12.2024Micron Technology BuyUBS AG
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DatumRatingAnalyst
09.06.2026Micron Technology NeutralGoldman Sachs Group Inc.
08.04.2019Micron Technology Market PerformCowen and Company, LLC
19.12.2018Micron Technology HoldNeedham & Company, LLC
19.12.2018Micron Technology Sector PerformRBC Capital Markets
28.11.2017Micron Technology HoldStandpoint Research
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24.05.2017Micron Technology ReduceStandpoint Research
10.06.2011Micron Technology sellGoldman Sachs Group Inc.
09.12.2008Micron Technology NeueinschätzungGoldman Sachs Group Inc.
29.09.2008Micron Technology ErsteinschätzungJMP Securities LLC
04.04.2008Micron Technology below averageCaris & Company, Inc.

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