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AMD-Aktie vor NVIDIA und Intel? Analyst sieht großen Vorteil bei Server-CPUs


AMD-Aktie vor NVIDIA und Intel? Analyst sieht großen Vorteil bei Server-CPUs

Ein Wall Street-Analyst traut der AMD-Aktie mehr zu als den Rivalen Intel und NVIDIA und nennt dafür einen über 200 Milliarden US-Dollar schweren Markt als Grund.

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  • Raymond James hebt AMD auf "Strong Buy" an
  • Server-CPU-Markt soll bis 2030 auf rund 201 Milliarden US-Dollar wachsen
  • Experte sieht AMD im Vorteil gegenüber Intel, NVIDIA und Arm Holdings
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Die Aktie von AMD (Advanced Micro Devices) könnte für Anleger an Attraktivität gewinnen. Grund ist eine Hochstufung durch das Analysehaus Raymond James: Analyst Simon Leopold hebt laut MarketWatch seine Einstufung von "Outperform" auf "Strong Buy" an und erhöht sein Kursziel von 565 auf 641 US-Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von rund 34 Prozent zum jüngsten Schlusskurs von 479,18 US-Dollar entspricht. Sein zentrales Argument: Im kräftig wachsenden Markt für Server-Prozessoren, den er auf mehr als 200 Milliarden US-Dollar taxiert, sieht Leopold AMD besser aufgestellt als die Rivalen Arm Holdings, Intel und NVIDIA.

Der Markt für Server-Prozessoren wächst rasant

Raymond James geht laut MarketWatch davon aus, dass der weltweite Umsatz mit Server-CPUs bis 2030 mit einer jährlichen Wachstumsrate von 44 Prozent auf rund 201 Milliarden US-Dollar steigt. Davon sollen etwa 33,5 Milliarden US-Dollar auf klassische Rechenzentren entfallen, während die übrigen rund 168 Milliarden US-Dollar aus dem Bedarf an künstlicher Intelligenz stammen. Haupttreiber ist demnach der Aufstieg sogenannter agentischer KI-Systeme: Autonome KI-Agenten erzeugen laufende Orchestrierungs-, Datenbank-, Sandbox- und Anwendungs-Workloads, die größtenteils über CPUs abgewickelt werden und damit die größte zusätzliche Nachfragequelle bilden. AMD selbst rechnet einem größeren Gesamtmarkt von bis zu 220 Milliarden US-Dollar bis zum Ende des Jahrzehnts, wenngleich Leopolds eigene Prognose etwas darunter liegt.

Warum ein Experte die AMD-Aktie vor Intel und NVIDIA sieht

Nach Einschätzung von Leopold bietet AMD "die stärkste Kombination aus Ergebnishebel, Rechenzentrums-Positionierung und Marktanteilsgewinnen", wie er in einer am Dienstag veröffentlichten Kundennotiz gemäß MarketWatch schreibt. Gemeint ist damit, dass der Chiphersteller Wachstum im Server-CPU-Geschäft besonders wirkungsvoll in Gewinn übersetzen kann und gleichzeitig weiter Marktanteile hinzugewinnt. Intel bleibt aus Sicht des Analysten anfällig für weitere Anteilsverluste, da die x86-Architektur zunehmend durch Arm-basierte Server-Prozessoren von Arm Holdings und NVIDIA unter Druck gerät. Leopold erwartet, dass AMD Intel im Server-CPU-Markt bereits im kommenden Jahr überholt. Arm selbst profitiert nach seiner Einschätzung vor allem über Lizenz- und Tantiemeneinnahmen, könnte aber mit seinem ersten eigenen, auf KI-Workloads ausgelegten Prozessor zusätzlich punkten. NVIDIA wiederum hat mit Vera in diesem Jahr seinen ersten eigenständigen Prozessor vorgestellt und peilt damit einen zusätzlichen Zielmarkt von bis zu 200 Milliarden US-Dollar bis 2030 an.

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GPU-Wachstum tritt bei AMD vorerst in den Hintergrund

Ursprünglich war Leopold davon ausgegangen, dass Grafikprozessoren noch vor den Server-CPUs zum größten Umsatzträger von AMD aufsteigen. Angesichts der plötzlichen Belebung der CPU-Nachfrage verschiebt er diesen erwarteten Wechsel nun laut MarketWatch in die Zukunft. Bei NVIDIA macht Vera bislang nur einen kleinen Teil des Konzernumsatzes aus, wächst nach Einschätzung von Leopold aber rasch und dürfte an Bedeutung gewinnen, je mehr CPUs beim Ausbau der KI-Infrastruktur und dem Betrieb von KI-Anwendungen ins Spiel kommen. Für die AMD-Aktie ist das Jahr 2026 bereits jetzt außergewöhnlich verlaufen: Sie hat sich seit Jahresbeginn um rund 124 Prozent verteuert und damit den S&P 500 deutlich abgehängt.

Ob sich Leopolds These bestätigt, dürfte sich schon im kommenden Jahr zeigen: Er erwartet, dass AMD Intel im Server-CPU-Markt spätestens 2027 überholt. Die nächsten Quartalszahlen beider Unternehmen liefern erste belastbare Hinweise, ob sich die von Raymond James beschriebene Verschiebung bereits in den Umsatzzahlen niederschlägt.

Im NASDAQ-Handel geht es für die AMD-Aktie zuletzt um 0,83 Prozent nach oben auf 483,14 US-Dollar.

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Bettina Schneider, Julia Walter, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: JHVEPhoto / Shutterstock.com, Fabio Alcini 7 / Shutterstock.com

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