Experte: Mindestpreise für E-Autos aus China bringen nichts


Werte in diesem Artikel
Aktien

56.66 EUR -0.26 EUR -0.46 %

8.80 EUR -0.13 EUR -1.48 %

41.30 EUR -0.10 EUR -0.25 %

334.55 EUR 0.80 EUR 0.24 %

70.90 EUR -0.30 EUR -0.42 %

BOCHUM/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Mindestpreise statt Zollaufschläge: Die neue Strategie der EU zu chinesischen Elektroautos droht nach Ansicht eines Experten vollständig ins Leere zu laufen. Die chinesischen Hersteller agierten im europäischen Markt überhaupt nicht mit Dumpingpreisen, argumentiert der Leiter des privaten Instituts Center Automotive Research (CAR), Ferdinand Dudenhöffer. Vielmehr böten sie ihre Modelle hierzulande mehr als doppelt so teuer an wie auf dem Heimatmarkt.

Werbung

Nach einer neuen Leitlinie der EU können in China produzierende Elektroautoherstellern die 2024 eingeführten Zusatzzölle vermeiden, indem sie Mindestpreise für Auto-Exporte in die Europäische Union akzeptieren. Zudem würden Investitionen in der EU oder eine Begrenzung der Exporte positiv angerechnet. Die chinesische Seite hat die EU-Vorschläge positiv bewertet.

Preiskrieg keine vernünftige Option

Nach EU-Berechnungen profitieren Hersteller in China von unfairen Subventionen, die ihnen einen Preisvorteil von rund 20 Prozent auf dem europäischen Markt verschafften. Aus diesem Grund werden seit 2024 Zölle erhoben, die je nach Hersteller zwischen 7,8 und 35,3 Prozent betragen. Betroffen sind auch deutsche und US-amerikanische Firmen, die in China produzieren. Als Vergeltungsmaßnahme hatte China Sonderzölle gegen EU-Waren wie Branntwein, Schweinefleisch und Milchprodukte verhängt.

Laut CAR verkaufen die chinesischen Hersteller ihre Modelle in der EU mit einem durchschnittlichen Aufschlag von 118 Prozent auf den Heimatpreis. Die 13 untersuchten Modelle würden in China im Schnitt für einen Netto-Preis von 14.936 Euro angeboten, während sie in Europa 32.573 plus Mehrwertsteuer kosten sollen. "Beim aktuellen Preisniveau in Europa dürfte es für die chinesischen Hersteller noch deutliche Spielräume für Preissenkungen geben", folgert Dudenhöffer.

Werbung

Aus seiner Sicht versuchten Hersteller wie BYD, MG oder Great Wall, in Europa technologisch Aufmerksamkeit zu erregen, etwa mit großen Reichweiten und praktischen Kleinwagen. Dumping stehe nicht auf dem Programm: "Hohe Werbe- und Vertriebskosten erlauben bei den kleinen Verkaufszahlen derzeit keinen Preiskrieg."/ceb/DP/men

Aktuelle Volkswagen (VW) vz. Aktie News

Werbung

Volkswagen (VW) vz. Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Volkswagen (VW) vz. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
23.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Neutral UBS AG
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Jefferies & Company Inc.

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.