DAX geht knapp unter 25.000 Punkte ins Wochenende -- US-Börsen höher - Dow mit neuem Rekord -- ifo-Geschäftsklima verbessert -- NVIDIA, Lenovo, Infineon, Rüstungsaktien, Cavendish, Zoom im Fokus
Carl Zeiss findet neue Vorstandsvorsitzende. Citroën holt Ente als E-Auto zurück. DHL-Aktie testen 50-Euro-Hürde nach Kaufempfehlung. LANXESS von Analystenstimmen belastet. Richemont mit Umsatzplus. Waymo-Robotaxis haben Problem mit überfluteten Straßen. Gewerkschaft stimmt über Jahresprämie von Hunderttausenden Euro bei Samsung ab. Bayer: Kerendia erhält weitere Zulassung in China.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zog am Freitag deutlich an.
So eröffnete der DAX bereits höher und legte auch im Anschluss weiter zu. Dabei rückte das Barometer immer weiter an die runde Marke von 25.000 Punkten heran. Letztlich reichte es jedoch nicht, diese zu überspringen: Der deutsche Leitindex ging 1,15 Prozent fester bei 24.888,56 Punkten ins Wochenende.
Der TecDAX startete ebenso kräftig und baute seine Gewinne in der Folge aus. Auch er verabschiedete sich mit Aufschlägen von 2,16 Prozent bei 4.044,31 Zählern stark in den Feierabend.
Damit rückten die runde Marke von 25.000 Punkten und der knapp darüber verlaufende Korrekturtrend seit dem Rekord Mitte Januar beim DAX wieder in greifbare Nähe. An den Asien-Börsen setzte sich eine Rally im Technologiesektor am Freitag fort, dieses Mal mit dem Schwerpunkt auf Japan und Taiwan.
Außerdem wurde am Aktienmarkt weiter auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran gesetzt. Nach iranischen Angaben sollen in den vergangenen 24 Stunden 35 Schiffe die für den Energiehandel wichtige Straße von Hormus passiert haben. Es handelte sich den Angaben nach um Öltanker, Frachter und andere Handelsschiffe.
"Die globalen Aktienmärkte zeigen angesichts der hohen Ölpreise und des Ausverkaufs an den Anleihemärkten weiterhin eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit", schrieb vor diesem Hintergrund der Barclays-Fachmann Emmanuel Cau. Er warnte aber davor, dass sich die Schlagzeilen in diesen Tagen immer wieder schnell ändern. Anleger blieben also hin- und hergerissen zwischen Hoffen und Bangen.
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An den europäischen Börsen griffen die Anleger am Freitag beherzt zu.
So startete der EURO STOXX 50 freundlich in den Handel und verweilte auch im Verlauf auf grünem Terrain. Sein Schlussstand: 6.026,67 Punkte (+1,11%).
Anleger gingen mit den Schlagzeilen aus dem Nahostkonflikt stärker ins Risiko, positiv wurden die jüngsten Entwicklungen bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran interpretiert. Laut US-Außenminister Marco Rubio reisten pakistanische Vermittler in den Iran.
"Allerdings liegen beide Länder bei der Frage nach dem angereicherten Uran weiterhin weit auseinander", gab Marktstratege Thomas Altmann von QC Partners zu bedenken. Auch die vom Iran beabsichtigten Zölle für die Straße von Hormus könnten für komplizierte Diskussionen sorgen. Deshalb werde die Hoffnung auf Frieden aktuell an den Börsen nur sehr vorsichtig gekauft. Die Entwicklung ist weiterhin fragil und das Pendel der Risikostimmung kann je nach Nachrichtenlage in die eine oder andere Richtung ausschlagen.Wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde der ifo-Index aus Deutschland.
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Anleger an den US-Börsen griffen vor dem langen Wochenende weiter zu.
So zeigte sich der Dow Jones Industrial zum Handelsende am Freitag 0,58 Prozent fester bei 50.579,70 Punkten. Bei 50.830,24 Punkten hatte der US-Traditionsindex im Handel ein neues Rekordhoch erreicht.
Auch der Techwerteindex NASDAQ Composite schloss mit Gewinnen und verabschiedete sich 0,19 Prozent höher bei 26.343,97 Zählern.
Gestützt wurde die Stimmung vor allem durch die Hoffnung, dass es im Nahost-Konflikt zu einer baldigen Einigung kommen könnte.
Gleichzeitig blieb unklar, ob die Gespräche zwischen den USA und dem Iran tatsächlich zu einem Ergebnis führen. Vor dem langen Wochenende in den USA könnten Anleger daher vorsichtiger agieren und Risiken eher meiden. Die zuletzt wieder etwas höheren Ölpreise zeigen ebenfalls, dass die Unsicherheit an den Märkten nicht verschwunden ist. Marktanalyst Andreas Lipkow zufolge bleiben Investoren zurückhaltend, da die Verhandlungen nur langsam vorankommen und weiter Streitpunkte bestehen, die eine Einigung verhindern könnten.
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Die Börsen in Fernost wiesen am Freitag grüne Vorzeichen aus.
In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Gewinn von 2,68 Prozent bei 63.339,07 Punkten.
Mit Erleichterung wurde dort aufgenommen, dass die japanischen Verbraucherpreise im April weniger stark gestiegen waren als von Volkswirten prognostiziert, wenngleich dies die Bank of Japan nach Meinung von Beobachtern nicht davon abhalten wird, die Zinsen zu erhöhen.
Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite bis Handelsende um 0,87 Prozent auf 4.112,90 Punkte.
In Hongkong legte der Hang Seng unterdessen um 0,86 Prozent auf 25.606,03 Punkte zu.
Dabei waren Technologiewerte in Asien einmal mehr gefragt. "Am Aktienmarkt legen die Halbleiterunternehmen erneut einen höheren Gang ein und ziehen die Indizes zum Wochenschluss weiter nach oben", stellte Andreas Lipkow, Marktanalyst beim Broker CMC Markets, fest. "Die Quartalszahlen von NVIDIA haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen und neue Kursfantasie für die gesamte Branche geweckt."
Zudem waren die Vorgaben aus den USA positiv. An der Wall Street hatten Anleger erneut darauf gesetzt, dass der Iran-Krieg bald beendet wird.
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