Lange Bearbeitungszeiten

NASDAQ-Werte Moderna-, Pfizer- und BioNTech-Aktie klettern: US-Bürger sollen COVID-Impfung auffrischen - BioNTech-Gründer kritisiert "ineffiziente Prozesse" bei Arzneizulassungen


NASDAQ-Werte Moderna-, Pfizer- und BioNTech-Aktie klettern: US-Bürger sollen COVID-Impfung auffrischen - BioNTech-Gründer kritisiert "ineffiziente Prozesse" bei Arzneizulassungen

Bei der Entwicklung neuer Medikamente kritisiert BioNTech-Gründer Ugur Sahin zunehmend ineffiziente Verfahren und lange Bearbeitungszeiten.

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Die Zusammenarbeit mit den Behörden sei in der Corona-Zeit, als es um die Zulassung der ersten Impfstoffe ging, so intensiv wie noch nie gewesen, sagte Sahin in einem Interview der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ"/Montag). "Jetzt sind wir wieder im Normalzustand, und das bedeutet lange Bearbeitungszeiten. Wir haben sehr kompetente Regulatoren in Deutschland und in Europa, aber zunehmend ineffiziente Prozesse, die sehr viele Ressourcen sowohl bei den Behörden als auch bei Arzneimittelentwicklern verschlingen."

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Insgesamt gebe es ein Missverhältnis zwischen technologischen Möglichkeiten und dem, was die Bürokratie zulasse, sagte Sahin. "Ein Grund ist die redundante Bürokratie, ein anderer ein Mangel an Ressourcen, was Bearbeitungszeiten in die Länge zieht." Er mahnte: "Medizin ist so wichtig, dass Trägheit des Systems nicht der Flaschenhals sein darf, der Zulassungen verzögert."

Der Zulassung neuer Medikamente geht in der EU ein mehrstufiges Verfahren voraus, für das unter anderem mehrere klinische Studien vorgeschrieben sind. Am Ende gibt die Europäische Arzneimittelagentur EMA eine Einschätzung ab, die Europäische Kommission entscheidet dann über die Zulassung. Nach Plänen der EU-Kommissionen sollen die Fristen für die letzten beiden Schritte künftig verkürzt werden.

BioNTech mit Hauptsitz in Mainz hatte zusammen mit seinem US-Partner Pfizer einen der ersten Impfstoffe gegen das Coronavirus entwickelt. Das Biotechnologieunternehmen arbeitet derzeit an der Entwicklung individualisierter Krebstherapien.

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Die BioNTech-Aktie notierte an der NASDAQ zum Handelsschluss 6,5 Prozent höher bei 117,53 US-Dollar. Zu den Kursgewinnen dürfte auch beigetragen haben, dass nun ein Regierungsbeamter die Amerikaner aufgefordert hat, im Herbst ihre Corona-Impfung auffrischen zu lassen. Moderna-Aktien legten deshalb um 9,31 Prozent auf 111,08 US-Dollar zu, für Papiere von Pfizer ging es letztlich um 0,95 Prozent hoch auf 37,01 US-Dollar.

/hus/DP/nas

MAINZ (dpa-AFX)

Bildquellen: Pavlo Gonchar/SOPA Images/LightRocket via Getty Images, Thomas Lohnes/Getty Images

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16.09.26 BioNTech (ADRs) Buy UBS AG
16.09.26 BioNTech (ADRs) Buy Jefferies & Company Inc.
16.09.26 BioNTech (ADRs) Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
15.09.26 BioNTech (ADRs) Buy Jefferies & Company Inc.
04.09.26 BioNTech (ADRs) Buy Goldman Sachs Group Inc.

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