MÄRKTE EUROPA/Behauptet - Software des Anlegers neuer Liebling

19.05.26 18:15 Uhr

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DOW JONES--Weiter steigende Marktzinsen und eine negative Eröffnung der US-Börsen haben die europäischen Aktienmärkte am Dienstag gebremst. Am Nachmittag gaben sie ihre zuvor gesehenen Gewinne zum großen Teil wieder ab. Am Morgen wurde zunächst positiv gewertet, dass US-Präsident Donald Trump einen für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran absagte, Hier wird darauf gesetzt, dass nun die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA weitergehen. "Ob es hinter den Kulissen tatsächlich Annäherungen (...) gibt, darüber kann nur spekuliert werden. Und solange hier vieles unklar bleibt, solange werden die Kursschwankungen in allen Assetklassen hoch bleiben", glaubt QC Partners.

Der DAX gewann 0,4 Prozent auf 24.603 Punkte und profitierte dabei von einem Plus in Höhe von 6 Prozent im DAX-Schwergewicht SAP. Der Euro-Stoxx-50 schloss behauptet bei 5.851 Zählern. Unternehmensnachrichten waren rar, größere Akzente könnten die mit großer Spannung erwarteten Quartalszahlen von Nvidia setzen, die am Mittwoch nach US-Börsenschluss veröffentlicht werden. Sie gelten als Benchmark für den gesamten KI-Sektor.

Anleger positionieren sich im Technologiesektor neu

Während Anleger in den vergangenen Wochen Aktien von Hardware- und Chipherstellern gegenüber den Softwareunternehmen im Technologiesektor bevorzugten, findet momentan ein Umdenken statt. Bisher galten Unternehmen aus dem Hardware-Bereich wie ASML, ASMI, Nokia oder Infineon als die großen Profiteure des KI-Hypes. Bei den Softwareanbietern würde die Arbeit des Geschäftsmodells "Software as a Service" zukünftig zunehmend von der KI erledigt, so die Befürchtungen der Anleger. Doch aktuell werden diese Umschichtungen zurückgedreht, ASML verloren 1,2 Prozent und Infineon 2,6 Prozent, dagegen legten SAP um 6 Prozent zu und Capgemini um 4,3 Prozent. Nemetschek stiegen um 10 und Atoss Software gewannen gleich 13,5 Prozent.

Für Nuways-Analyst Vincent Bischoff ist die Aktie von Atoss Software auf dem nun erreichten Bewertungsniveau ein Kauf. Atoss profitiere von KI nicht nur auf technologischer Ebene, sondern vor allem strukturell und wirtschaftlich. Das Unternehmen kombiniere proprietäre Daten, tiefe Kundenintegration, eine starke Cloud-Dynamik und ein hochprofitables SaaS-Modell. Damit verfüge es über das ideale Fundament, um als einer der großen europäischen Gewinner des nächsten KI-Transformationszyklus hervorzugehen.

Ottobock schlossen 11 Prozent im Minus. Belastend wirkte ein Bericht des Finanzinvestors Grizzly Research. In diesem wird dem Prothesenhersteller eine "aggressive Bilanzierungsmetrik" vorgeworfen. Ottobock-Sprecherin Merle Florstedt erklärte auf Anfrage, dass das Unternehmen die Vorwürfe von Grizzly zurückweise. Am Dienstag findet die Hauptversammlung von Ottobock statt.

Bund will sich von Uniper trennen

Gut dreieinhalb Jahre nach der staatlichen Milliarden-Rettung des Düsseldorfer Energiekonzerns Uniper (+11%) leitet die Bundesregierung an diesem Dienstag den weitgehenden Wiederverkauf des Unternehmens ein. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung (SZ) sieht das nun fertiggestellte Privatisierungskonzept des Finanzministeriums vor, dass der Bund seine Beteiligung an dem Gas- und Stromversorger vom Ende dieses Jahres an von heute 99,1 Prozent auf 25 Prozent plus eine Aktie reduziert.

Standard Chartered (-2,1 %) strebt mittelfristig höhere Renditen an und will Stellen in den Unternehmensfunktionen abbauen, während zugleich der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ausgeweitet wird. Die in London ansässige Bank plant im Jahr 2028 eine Eigenkapitalrendite von mehr 15 Prozent. Bis 2030 soll dieser Wert auf etwa 18 Prozent steigen.

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Index Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)

Euro-Stoxx-50 5.851 0,0 0,99

Stoxx-50 5.084 0,3 3,06

Stoxx-600 611 0,2 3,04

DAX 24.401 0,4 -0,75

FTSE-100 London 10.324 0,1 3,95

CAC-40 Paris 7.987 -0,1 -1,99

AEX Amsterdam 1.016 0,3 6,77

ATHEX-20 Athen 5.671 -1,2 5,98

BEL-20 Brüssel 5.423 0,1 6,79

BUX Budapest 132.046 -0,2 18,93

OMXH-25 Helsinki 6.334 0,2 11,05

OMXC-20 Kopenhagen 1.521 -0,1 -5,44

PSI 20 Lissabon 9.143 0,2 10,64

IBEX-35 Madrid 17.755 -0,5 2,58

FTSE-MIB Mailand 48.669 -0,7 8,29

OBX Oslo 1.986 1,0 24,32

PX Prag 2.546 0,2 -5,19

OMXS-30 Stockholm 3.056 0,2 5,99

WIG-20 Warschau 131.727 -1,2 13,75

ATX Wien 5.875 -0,6 10,29

SMI Zürich 13.241 0,9 -0,20

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:05

EUR/USD 1,1599 -0,5 -0,0056 1,1655 1,1647

EUR/JPY 184,26 -0,5 -0,8700 185,13 185,0000

EUR/CHF 0,9158 +0,2 0,0016 0,9142 0,9150

EUR/GBP 0,8661 -0,2 -0,0014 0,8675 0,8673

USD/JPY 158,85 +0,0 0,0200 158,83 158,8300

GBP/USD 1,3391 -0,3 -0,0042 1,3433 1,3424

USD/CNY 6,8144 +0,2 0,0144 6,8000 6,8000

USD/CNH 6,8178 +0,3 0,0189 6,7989 6,8009

AUS/USD 0,7097 -1,0 -0,0069 0,7166 0,7157

Bitcoin/USD 76.397,39 -0,6 -471,16 76.868,55 76.272,57

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 108,80 +0,1 0,14 108,66

Brent/ICE 110,96 -1,0 -1,14 112,10

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.499,35 -1,5 -66,63 4.565,98

Silber 74,25 -4,4 -3,42 77,67

Platin 1.930,70 -2,5 -48,90 1.979,60

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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May 19, 2026 12:15 ET (16:15 GMT)

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29.06.2026Infineon OverweightBarclays Capital
25.06.2026Infineon OverweightJP Morgan Chase & Co.
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10:56Infineon BuyDeutsche Bank AG
29.06.2026Infineon OutperformBernstein Research
29.06.2026Infineon OverweightBarclays Capital
25.06.2026Infineon OverweightJP Morgan Chase & Co.
22.06.2026Infineon OutperformBernstein Research
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05.06.2026Infineon HoldWarburg Research
07.05.2026Infineon NeutralUBS AG
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07.04.2026Infineon NeutralUBS AG
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30.06.2023Infineon UnderperformJefferies & Company Inc.
09.06.2023Infineon UnderperformJefferies & Company Inc.
12.05.2023Infineon UnderperformJefferies & Company Inc.
05.05.2023Infineon UnderperformJefferies & Company Inc.
04.05.2023Infineon UnderperformJefferies & Company Inc.

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