MÄRKTE EUROPA/Deutliche Abgaben mit wieder steigenden Renditen


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Aktien

35.00 EUR -0.21 EUR -0.60 %

1,521.40 EUR 16.20 EUR 1.08 %

5.37 EUR 0.03 EUR 0.60 %

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27.11 EUR 0.09 EUR 0.33 %

23.49 EUR 0.06 EUR 0.26 %

57.01 EUR 0.49 EUR 0.87 %

81.68 EUR -0.77 EUR -0.93 %

9.21 EUR 0.08 EUR 0.83 %

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65.15 EUR 2.00 EUR 3.17 %

40.74 EUR 0.34 EUR 0.85 %

76.00 EUR 0.05 EUR 0.07 %

45.37 EUR -0.29 EUR -0.64 %

83.90 EUR -1.70 EUR -1.99 %

1.46 EUR 0.00 EUR -0.27 %

7.00 EUR 0.05 EUR 0.72 %

68.14 EUR -1.36 EUR -1.96 %

DOW JONES--Mit kräftigen Verlusten haben die europäischen Aktienmärkte am Freitag den Handel beendet. Die Entspannungsphase an den Anleihemärkten nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank war schon wieder vorbei, die Rendite der 10-jährigen Treasurys stieg erneut auf die Marke von 5 Prozent. Auch der Ölpreis holte seine zwischenzeitlichen Tagesverluste fast vollständig wieder auf. Der Preis für ein Fass der Sorte Brent stand knapp unter 105 Dollar. Hier berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf Kreise, dass Saudi Aramco mindestens zwei Ölraffineriekunden in Europa mitgeteilt habe, dass ihnen im nächsten Monat kein Rohöl zugeteilt werde, nachdem die wichtigste Pipeline des Königreichs zum Roten Meer angegriffen wurde.

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Als Sonderfaktor kam der Große Verfalltag an den internationalen Terminbörsen hinzu. Dieser führt häufig zu kräftigeren Umschichtungen und volatilen Ausschlägen.

Der DAX fiel um 1,6 Prozent auf 25.304 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 gab um 1,4 Prozent auf 6.236 Punkte nach, belastet durch einen schwachen Telekom-Sektor. Der Euro zeigte sich wenig verändert bei 1,1462 Dollar. Dass die Zinsen wieder leicht anzogen, könnte an den deutschen Erzeugerpreisen gelegen haben, die im August mit 4,6 Prozent zum Vorjahr stärker gestiegen sind als erwartet, in erster Linie wegen der stark erhöhten Energiepreise. Das untermauert die Erwartung weiter steigender Zinsen in der Eurozone, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) in der Vorwoche bereits die Zinsen angehoben hatte angesichts der zu hohen Inflation.

Unterdessen war die Zinserhöhung der Bank of Japan auf 1,25 Prozent wie erwartet ausgefallen, die Begleitkommentare wurden als nicht falkenhaft gewertet. Dazu passend sank die Kernrate der japanischen Inflation im August gegenüber dem Vormonat minimal auf 1,7 Prozent im Jahresvergleich. Der japanische Yen fiel nach der Entscheidung kräftiger zurück.

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Für starke Kursbewegungen sorgten wie so oft Umstufungen. Infineon kletterten um 2,7 Prozent; Oddo BHF hat die Aktie auf "Outperform" erhöht. Allerdings zogen Chip- und KI-Aktien auf breiter Front an. ASML verteuerten sich um 2,0 Prozent, STMicro um 2,4 Prozent und Aixtron um 2,0 oder BE Semiconductor um 2,8 Prozent. Im Rüstungssektor legten Renk und TKMS mit positiven Analysten-Kommentaren um 5,6 bzw. 1,3 Prozent zu. Siltronic machten einen Satz um 10,5 Prozent auf 76,95 Euro, nachdem die UBS das Kursziel auf 120 nach 105 Euro erhöht hatte.

Europaweit schwach zeigten sich die Telekomaktien, deren Sektor-Index um 3,2 Prozent fiel. Einer der größten Verlierer waren hier Orange mit einem Minus von 5,8 Prozent. Morgan Stanley hat die Aktie auf "Underweight" herabgestuft. Die Bank verwies auf politische Unsicherheiten in Frankreich, stärkeren Wettbewerb in Spanien und steigende Verschuldung. Deutsche Telekom verloren 4,2 Prozent und Vodafone 4,3 Prozent.

Nestle gaben 2,6 Prozent ab nach der Ankündigung von Zwangsverwaltung für die Tochtergesellschaften in Russland. "Das kann als Vorstufe zur Enteignung gesehen werden", sagte ein Händler. Bei Danone sei ähnliches passiert und habe zu einer Milliarden-Abschreibung geführt. Nestle will nun alle notwendigen Schritte vornehmen, seine Rechte zu beschützen.

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Für Raiffeisen Bank International ging es gegen den Sektortrend 1,0 Prozent nach oben. Die Aktie war mit Vorwürfen des Short-Sellers Grizzly mit Blick auf das Russland-Geschäft am Donnerstag um über 6 Prozent gefallen. Die Bank wies die Anschuldigungen inzwischen als "falsch" und "irreführend" zurück und erwägt rechtliche Schritte.

Überwiegend schwächer zeigten sich die Aktien, die von Änderungen in den großen europäischen Indizes am Abend betroffen sind. Engie gaben um 0,9 Prozent nach, Nokia stiegen dagegen um 1,2 Prozent - beide Aktien werden in den Euro-Stoxx-50 aufgenommen. Absteiger sind VW (-5,6%) und Wolters Kluwer (-2,7%). Barclays, die in den Stoxx-50 kommen, gaben um 3,5 Prozent nach, Prosus, die dafür Platz machen müssen, stiegen um 0,2 Prozent.

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Index Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)

Euro-Stoxx-50 6.236 -1,4 +9,2

Stoxx-50 5.309 -1,0 +9,0

Stoxx-600 635 -1,1 +8,5

DAX 25.304 -1,6 +5,0

FTSE-100 London 10.659 -1,5 +8,9

CAC-40 Paris 8.065 -1,5 +0,5

AEX Amsterdam 1.095 -0,5 +15,7

BEL-20 Brüssel 5.713 -1,1 +13,8

IBEX-35 Madrid 19.514 -1,6 +14,6

SMI Zürich 13.787 -1,2 +5,1

* gerundet

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:04

EUR/USD 1,1462 -0,1 -0,0012 1,1474 1,1478

EUR/JPY 179,83 +0,5 0,8600 178,97 178,9100

EUR/CHF 0,9446 -0,2 -0,0014 0,9460 0,9461

EUR/GBP 0,8572 -0,2 -0,0015 0,8587 0,8600

USD/JPY 156,86 +0,6 0,9000 155,96 155,8400

GBP/USD 1,3366 +0,1 0,0011 1,3355 1,3343

USD/CNY 6,6975 -0,2 -0,0099 6,7074 6,7074

USD/CNH 6,6983 -0,1 -0,0055 6,7038 6,7029

AUS/USD 0,7109 0,0 0,0000 0,7109 0,7112

Bitcoin/USD 80.735,52 +5,5 4.220,69 76.514,83 76.744,31

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 101,63 -0,3 -0,28 101,91

Brent/ICE 104,54 -0,3 -0,28 104,82

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.356,36 +0,4 16,27 4.340,09

Silber 66,23 +1,6 1,04 65,19

Platin 1.798,42 +1,7 29,39 1.769,03

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

September 18, 2026 12:25 ET (16:25 GMT)

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Datum Rating Analyst
21.09.26 Infineon Neutral UBS AG
14.09.26 Infineon Neutral UBS AG
09.09.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
08.09.26 Infineon Outperform Bernstein Research
07.09.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG

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