MÄRKTE EUROPA/Energie- und Tech-Werte ziehen Börsen ins Minus


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70.70 EUR 0.35 EUR 0.50 %

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22.12 EUR -0.48 EUR -2.12 %

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte haben sich mit Verlusten ins Wochenende verabschiedet - belastet vor allem von Abgaben im Energie- und Technologiesektor. Der DAX reduzierte sich um 1,3 Prozent auf 24.671 Punkte und gab damit die Vortagesgewinne wieder ab. Der Euro-Stoxx-50 verzeichnete ein Minus von 0,7 Prozent auf 6.222 Punkte. Der Energiesektor büßte mit den weiter nachgebenden Ölpreisen 2 Prozent ein. Diese fielen trotz eines Angriffs auf ein Schiff in der Straße von Hormus weiter. Ein Barrel der Sorte Brent verbilligte sich um 4,1 Prozent auf 72,17 Dollar.

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Investoren wetteten darauf, dass das Angebot aus dem Golf weiter steigen werde, wenn Schiffe die Straße von Hormus verließen, hieß es. Bedenken hinsichtlich der Schifffahrt blieben jedoch bestehen. In London reduzierten sich BP um 2,4 Prozent, während Shell um 0,9 Prozent nachgaben. Repsol fielen in Madrid um 0,9 Prozent und die italienische Eni um 1,3 Prozent.

Mit Abgaben zeigten sich auch Technologiewerte, der entsprechende Branchenindex verzeichnete ein Minus von 1,3 Prozent. Teilnehmer verwiesen auf die kräftigen Verluste des Sektors in Asien, wo Händler wiederum auf Apple gedeutet hatten - der US-Technologieriese will mit Preiserhöhungen steigende Chipkosten kompensieren. Für Verunsicherung sorgte zudem ein Bericht, wonach OpenAI ihren Börsengang möglicherweise verschieben könnte.

Die Aktien von Infineon gaben im DAX um 4,5 Prozent nach. Für die Papiere von Aixtron und Suss Microtec ging es um 1,5 bzw 5,5 Prozent nach unten. In Europa fielen ASML um 1 Prozent und STMicro um 3,8 Prozent. Der Markt sei besorgt über die sprunghaft steigenden Kosten für Speicherchips. Der massive KI-Ausbau entwickele sich zu einem neuen Katalysator für die Inflation, hieß es. Volkswirte sprachen bereits von der zu erwartenden KI-Inflation. Die Auswirkungen dieser Chip-Knappheit seien durch die jüngsten Maßnahmen von Apple unterstrichen worden.

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Der Euro legte zum US-Dollar zu auf etwa 1,14 Dollar: Nach Ansicht des Präsidenten der New Yorker Fed, John Williams, ist der aktuelle geldpolitische Kurs "gut positioniert", um die Inflation wieder auf das 2-Prozentziel der Federal Reserve zu bringen. Gleichzeitig räumte er aber ein, dass die Risiken für das doppelte Mandat der Fed fortbestünden. "Die Finanzmärkte haben die Erwartungen für US-Zinserhöhungen in diesem Jahr leicht zurückgeschraubt", so Volkswirtin Samara Hammoud von CBA. Die Renditen von US-Staatsanleihen gingen zurück, da US-Indikatoren darauf hindeuteten, dass die Fed möglicherweise nicht so restriktiv agieren müsse, wie es der Markt derzeit einpreise.

Größter Verlierer im DAX waren Zalando, die um 6,3 Prozent nachgaben. Grund war die Nachricht, dass die deutsche Finanzaufsicht Bafin den Konzernabschluss des Online-Bekleidungshändlers für das vergangene Jahr einer genauen Prüfung unterzieht. Es gebe konkrete Anhaltspunkte dafür, dass man darin gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen habe, hieß es von der Bafin zur Begründung. Sollte die Prüfung den Verdacht bestätigen, rechnet die LBBW dennoch nicht mit signifikanten Auswirkungen. Nach Ansicht der Analysten wäre lediglich eine Strafzahlung in einer für Zalando ohne Weiteres verkraftbaren Größenordnung möglich.

VW verloren 3,9 Prozent. Einem Bericht des Manager Magazins zufolge, der sich wiederum auf informierte Personen berief, will der Konzern in den kommenden Jahren bis zu 100.000 der aktuell etwa 657.000 Arbeitsplätze abbauen.

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Evonik legten dagegen um 0,4 Prozent zu. Das Unternehmen hatte seine Gewinnerwartungen für 2026 nach einer unerwartet starken Geschäftsentwicklung für das von Lieferengpässen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg geprägten zweiten Quartal angehoben. Der Spezialchemiekonzern profitierte zuletzt davon, dass asiatische Wettbewerber teilweise nicht liefern konnten, weil nach der Sperrung der Straße von Hormus ihre Rohstoffversorgung beeinträchtigt war.

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Index Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)

Euro-Stoxx-50 6.222 -0,7 +8,2

Stoxx-50 5.342 -0,6 +9,3

Stoxx-600 636 -0,7 +8,1

DAX 24.671 -1,3 +2,1

FTSE-100 London 10.530 -0,2 +6,0

CAC-40 Paris 8.432 -0,6 +3,5

AEX Amsterdam 1.068 -0,7 +12,2

ATHEX-20 Athen 6.217 -0,2 +16,2

BEL-20 Brüssel 5.732 +0,1 +12,9

BUX Budapest 139.624 +0,1 +25,8

OMXH-25 Helsinki 6.218 -1,2 +9,0

OMXC-20 Kopenhagen 1.598 -0,3 -0,7

PSI 20 Lissabon 9.157 -0,2 +10,8

IBEX-35 Madrid 19.514 -0,5 +12,7

FTSE-MIB Mailand 51.783 -1,0 +15,2

OBX Oslo 1.854 -0,9 +16,0

PX Prag 2.555 +0,2 -4,9

OMXS-30 Stockholm 3.181 -0,9 +10,3

WIG-20 Warschau 135.166 -0,6 +16,0

ATX Wien 6.489 -1,3 +21,8

SMI Zürich 14.232 -0,4 +7,3

* gerundet

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:30 Uhr

EUR/USD 1,1401 +0,3 0,0032 1,1369 1,1386

EUR/JPY 184,33 +0,2 0,3900 183,94 184,0600

EUR/CHF 0,9215 +0,0 0,0004 0,9211 0,9215

EUR/GBP 0,8624 +0,1 0,0008 0,8616 0,8615

USD/JPY 161,66 -0,1 -0,1200 161,78 161,6300

GBP/USD 1,3218 +0,2 0,0027 1,3191 1,3212

USD/CNY 6,798 +0,0 0,0004 6,7976 6,7976

USD/CNH 6,8004 0,0 -0,0002 6,8006 6,7994

AUS/USD 0,6906 -0,0 -0,0002 0,6908 0,6918

Bitcoin/USD 60.400,93 +1,7 1.034,73 59.366,20 59.203,17

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 68,99 -4,1 -2,93 71,92

Brent/ICE 72,17 -4,1 -3,09 75,26

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.091,99 +1,6 65,99 4.026,00

Silber 59,39 +2,6 1,52 57,87

Platin 1.635,03 +2,1 33,98 1.601,04

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mgo

(END) Dow Jones Newswires

June 26, 2026 12:10 ET (16:10 GMT)

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Datum Rating Analyst
21.09.26 Infineon Neutral UBS AG
14.09.26 Infineon Neutral UBS AG
09.09.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
08.09.26 Infineon Outperform Bernstein Research
07.09.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG

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