MÄRKTE EUROPA/Hoffnung auf baldiges Kriegsende im Iran beflügelt


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DOW JONES--Europas Börsen bauen die Gewinne bis Mittwochmittag massiv aus. Stützend wirken die sich mehrenden Hinweise auf eine Deeskalation im Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump hat die Operation "Project Freedom", mit dem gestrandete Schiffe durch die Straße von Hormus eskortiert werden sollen, nach nur einem Tag auf Eis gelegt, während zugleich der Waffenstillstand insgesamt hält. Das Nachrichtenportal Axios berichtet unterdessen über ein Memorandum of Understanding zwischen dem Iran und den USA zur baldigen Beendigung des Kriegs. Dieses sehe unter anderem eine Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran vor, im Gegenzug würde der Iran auf eine Anreicherung seiner Uran-Bestände verzichten.

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Der Ölpreis setzt daraufhin die Abwärtsbewegung vom Vortag beschleunigt fort. Der Preis für Brent bricht um fast 11 Prozent auf 98,10 Dollar das Fass ein. Der DAX springt um 2,9 Prozent auf 25.114 Punkte nach oben, damit rückt das Allzeit von 25.508 Punkten wieder in Sichtweite. Der Euro-Stoxx-50 legt um 3,3 Prozent auf 6.063 Punkte zu. Am Devisenmarkt zieht der Euro um 0,8 Prozent auf 1,1784 Dollar an. An den Anleihemärkten geht es mit den Renditen steil nach unten. An der Börsen geht es gegen den allgemeinen Trend für Energietitel im Schnitt um 3,4 Prozent abwärts.

Daneben setzt eine Flut von Unternehmenszahlen Akzente, die insgesamt überzeugen. Aus dem Automobil-Sektor kamen Ergebnisse, die besser als befürchtet waren. So konnten BMW (+7,9%) mit einer besseren Marge glänzen, und damit den Umsatzrückgang abfedern. Bei Continental (+9,7%) erhöhte sich die Gewinnmarge sogar so deutlich, dass trotz eines Umsatzeinbruchs von über 10 Prozent der Gewinn gegenüber Vorjahr gesteigert werden konnte. Besonders rund läuft es hier im Reifengeschäft.

Eine weitere positive Überraschung sehen Marktteilnehmer in Teilen der Quartalszahlen von Daimler Truck. Auch hier lagen die Auftragseingänge deutlich über Erwartung. So sprechen die Analysten von RBC von einem "sehr starken" Ordereingang im ersten Quartal. Dies gleiche die verfehlten Erwartungen bei Gewinn (EBIT) und Cashflow aus. Den Ausblick ließ der Lkw-Hersteller unverändert. Die Aktie legt um 1,5 Prozent zu.

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Erneut kräftige Gewinne gibt es im Luftfahrt- und Rüstungssektor. Kurstreiber ist auch hier eine Welle von unerwartet guten Quartalszahlen. Nach Rheinmetall am Vortag begeistern nun die besseren Auftragseingänge bei Leonardo (+3,3%) aus Italien und bei Kongsberg (+4,9%) aus Norwegen. In Frankreich legen Dassault Aviation um 2,5 Prozent und Safran 10,1 Prozent zu, in London Rolls-Royce um 10 Prozent und im DAX steigen MTU Aero um 11,9 Prozent.

Für den Technologie-Sektor geht es um 3,6 Prozent nach oben. Marktteilnehmer verweisen auf die guten Quartalszahlen und den optimistischen Ausblick von Advanced Micro Devices (AMD). Der US-Chiphersteller hat im jüngsten Quartal einen höheren Gewinn und Umsatz verzeichnet, da das Geschäft mit Rechenzentren die Ergebnisse weiter antreibt. Infineon verlieren allerdings 2,9 Prozent. Das zweite Quartal bei Infineon ist eher schwächer als erwartet verlaufen, heißt es von der DZ Bank. Entscheidend sei allerdings die Prognoseanhebung. Positiv seien vor allem die höhere Jahresmarge, der bessere Free-Cashflow-Ausblick, der über dem Konsens liegende Umsatzausblick für das dritte Quartal sowie die weiter starke Nachfrage nach Power-Lösungen für KI-Rechenzentren. Für die Börsen sei die Anhebung aber keine große Überraschung.

Zalando ziehen um 0,4 Prozent an. Die Stifel-Analysten sprechen von durchwachsenen Erstquartalszahlen. Der Umsatz liege im Rahmen der Erwartungen, das EBIT aber darunter. Obwohl das erste Quartal saisonal bedingt den geringsten Beitrag zum Gesamtjahr leiste, würfen die Ergebnisse Fragen hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit der europäischen Verbraucher-Nachfrage angesichts gestiegener Ölpreise auf. Ein Großteil der Bedenken scheine sich darin zu spiegeln, dass die Aktie seit Jahresbeginn bereits um mehr als 15 Prozent gefallen sei.

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Lufthansa steigen nach den Ergebnissen für das erste Quartal um 8,0 Prozent. Bei Fresenius geht es nach Zahlen um 1,0 Prozent nach unten. Heidelberg Materials (+5,6%) hat einen soliden Start in das Jahr hingelegt, wie der Analyst Anthony Codling von RBC Capital Markets in einer Research Note schreibt.

Kräftig nach oben klettern die Aktien von Teamviewer mit 10,4 Prozent Plus. Die Erwartungen waren im Vorfeld der Zahlen sehr schwach, daher fielen nun die Gewinne sehr hoch aus, heißt es. Die Analysten der DZ Bank urteilen, Teamviewer habe angesichts der gedämpften Erwartungen ein ordentliches erstes Quartal gezeigt. Die Marge sei sogar stärker als erwartet gewesen, auch wenn hier Marketingausgaben ins zweite Quartal verschoben worden seien. Dies habe die Profitabilität im ersten Quartal erhöht.

Novo Nordisk steigen um 7,1 Prozent. Der Erfolg der Abnehmpille Wegovy habe alle Erwartungen übertroffen, heißt es im Handel. Der Umsatz liegt im ersten Quartal mit 2,26 Milliarden Dänischen Kronen mehr als doppelt so hoch wie von Analysten geschätzt. Auch die anderen Gewinn- und Umsatzdaten waren etwas besser. Die Jahresprognose wurde aber nur leicht erhöht, da andere Segmente von Novo unter kräftigem Konkurrenzdruck stehen.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 6.063,21 +3,3 193,58 5.869,63 4,7

Stoxx-50 5.200,47 +3,0 151,50 5.048,97 5,8

DAX 25.113,84 +2,9 712,14 24.401,70 2,5

MDAX 32.201,77 +3,4 1069,05 27.039,42 5,2

TecDAX 3.857,30 +1,4 52,35 3.091,28 6,5

SDAX 18.506,57 +1,8 323,69 13.062,07 7,8

FTSE 10.484,94 +2,6 265,83 10.219,11 5,6

CAC 8.341,44 +3,5 279,13 8.062,31 2,3

SMI 13.361,78 +2,4 309,61 13.052,17 0,7

ATX 5.977,23 +3,1 177,00 5.800,23 12,3

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 18:16

EUR/USD 1,1784 +0,8 0,0092 1,1692 1,1701

EUR/JPY 183,73 -0,5 -0,8600 184,59 184,5600

EUR/CHF 0,9163 +0,1 0,0007 0,9156 0,9154

EUR/GBP 0,8638 +0,1 0,0005 0,8633 0,8624

USD/JPY 155,9 -1,3 -1,9700 157,87 157,7100

GBP/USD 1,3638 +0,7 0,0099 1,3539 1,3564

USD/CNY 6,811 -0,3 -0,0190 6,8300 6,8300

USD/CNH 6,8077 -0,3 -0,0190 6,8267 6,8270

AUS/USD 0,726 +1,1 0,0078 0,7182 0,7189

Bitcoin/USD 82.684,32 +1,3 1.048,21 81.636,11 81.466,04

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 90,41 -11,6 -11,86 102,27

Brent/ICE 98,1 -10,7 -11,77 109,87

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.711,87 +3,4 155,83 4.556,04

Silber 77,67 +6,7 4,85 72,82

Platin 2.035,07 +4,2 82,17 1.952,90

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

May 06, 2026 07:51 ET (11:51 GMT)

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Datum Rating Analyst
21.09.26 Infineon Neutral UBS AG
14.09.26 Infineon Neutral UBS AG
09.09.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
08.09.26 Infineon Outperform Bernstein Research
07.09.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG

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