MÄRKTE EUROPA/Leichter - Minus der Tech-Branche drückt die Laune


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DOW JONES--Leichter sind Europas Börsen am Freitag in den Handel gestartet. Der DAX verliert 0,4 Prozent auf 24.822 Punkte, der Euro-Stoxx-50 fällt um 0,8 Prozent auf 6.234 Zähler. Die Welle der Gewinnmitnahmen im Bereich der KI- und Chip-Aktien hat sich in den USA und Asien ungebremst fortgesetzt. In Südkorea sind die Börsen wegen eines Feiertags am Freitag geschlossen. In Japan und Taiwan ging indes um 4 und 6,5 Prozent abwärts. Im DAX zieht das Titel wie Infineon um 4,5 Prozent nach unten.

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Sorgen macht Händlern, dass keine klaren Kandidaten unter den Sektoren erkennbar sind, in die umgeschichtet wird. "Es wird immer deutlicher, dass ein Teil des Kapitals wegen der attraktiven Zinsen ganz weg aus Aktien und in den Anleihemarkt fließt", kommentierte ein Händler. Von Goldman Sachs hieß es, das Netto-Engagement in Aktien aus dem KI-Bereich von ihren Hedge-Fonds-Kunden sei mittlerweile auf ein Jahrestief gefallen. Sorgen machen die anstehenden Sitzungen der Zentralbanken, so der EZB in der kommenden Woche und der Fed in der Woche darauf.

Der Brent-Ölpreis tendiert etwas fester bei 84,66 Dollar. Die Lage im US-Iran-Krieg ist unklar. Das US-Militär griff in der Nacht auch zivile Ziele an wie Brücken. Als auffallend werten Kommentare aus der Nacht die Rede an die Nation von US-Präsident Trump. Dort habe er zum Thema Iran nur die üblichen Behauptungen wie eine kurz bevorstehende Atombombe wiederholt. Von den US-Geheimdiensten werden diese Aussagen nicht gedeckt.

Allerdings habe er Vorwürfe zu einer angeblichen Wahlmanipulation in Richtung China gemacht, was als erstes Zeichen für Eingriffe in Richtung der Midterm-Wahlen gesehen wird. "Das Problem für Anleger ist, dass diese Themenverquickung von US-Politik, Irankrieg, Zinsen, KI und jetzt Berichtssaison nicht mehr sinnvoll unter einen Hut zu bringen ist", so ein anderer Händler. Das mache einen Komplettrückzug aus Aktien und Umschichtungen in den Anleihemarkt noch attraktiver.

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Beim Ölpreis sehen Analysten das Preisniveau aber noch als tragbar an: Von ANZ Research heißt es, "Solange die Preise unter 90 Dollar pro Barrel bleiben, sind die Risiken für Wachstum und Inflation unserer Ansicht nach beherrschbar."

Bei den Zinsen in Europa wird wegen der bevorstehenden EZB-Sitzung auf die endgültigen Inflationsdaten aus der Eurozone geblickt. Hier werden am Vormittag die Verbraucherpreise für Juni vorgelegt. In der ersten Veröffentlichung zeigten sie 2,8 Prozent höhere Preise.

Aus der Berichtssaison kommen gute Nachrichten von SMA Solar, die die Jahresprognose erhöht hat. Die Aktien steigen um 7 Prozent. Allerdings kommt ein Teil des Gewinnanstiegs aus der Rückerstattung von Zöllen, der Auflösung von Wertberichtigungen und Devisenkursbewegungen.

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Beim Rüstungshersteller Saab aus Schweden geht es 2,5 Prozent höher. Die Zahlen wurden als gut bezeichnet, übergeordnet belaste aber der Rückzug aus dem Rüstungssektor.

Burberry fallen 4,6 Prozent. Die Zahlen zum zweiten Quartal untermauern den laufenden Turnaround des Mode-Unternehmens. Die Aktien verlieren, da einige Kennzahlen dennoch leicht unter Erwartung liegen.

Gute Zahlen zum zweiten Quartal hat Volvo AB vorgelegt und steigt 1,1 Prozent. Der Truck-Hersteller zeige die gleiche positive Entwicklung wie schon bei Traton. Unter dem Strich legte der Umsatz organisch um 7 Prozent zu, die operative Marge sei mit 11,7 Prozent sehr gut. Beim Kfz-Hersteller Volvo Car sieht es nicht so gut aus, die Aktien fallen um 7,5 Prozent.

Bei Dermapharm geht es nur 3,4 Prozent tiefer, nachdem die Finanzaufsicht Bafin eine Prüfung von Konzernabschluss und Lagebericht eingeleitet hat. Allerdings hörten sich die kritisierten Punkte wie z. B. "Zinsansprüche" nicht wirklich problematisch an, heißt es im Handel.

INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 6.233,91 -0,8 -49,70 6.283,61 7,6

Stoxx-50 5.381,16 -0,5 -26,88 5.408,04 9,4

DAX 24.821,62 -0,4 -93,87 24.915,49 1,4

MDAX 31.801,33 -0,7 -238,50 27.039,42 3,9

TecDAX 3.768,84 -0,4 -13,44 3.091,28 4,0

SDAX 18.240,64 -0,5 -88,88 13.062,07 6,2

FTSE 10.606,66 +0,3 34,42 10.572,24 6,8

CAC 8.338,64 -0,5 -39,22 8.377,86 2,3

SMI 14.290,05 +0,2 22,86 14.267,19 7,7

ATX 6.378,23 -1,3 -81,44 6.459,67 19,7

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:20 Uhr

EUR/USD 1,1447 +0,1 0,0006 1,1441 1,1441

EUR/JPY 185,74 -0,0 -0,0500 185,79 185,8400

EUR/CHF 0,9236 -0,2 -0,0016 0,9252 0,9246

EUR/GBP 0,8499 +0,1 0,0011 0,8488 0,8483

USD/JPY 162,24 -0,1 -0,1400 162,38 162,4300

GBP/USD 1,3464 -0,1 -0,0012 1,3476 1,3482

USD/CNY 6,7755 +0,0 0,0029 6,7726 6,7665

USD/CNH 6,7764 +0,1 0,0034 6,7730 6,7728

AUS/USD 0,6985 -0,2 -0,0011 0,6996 0,7001

Bitcoin/USD 62.894,98 -1,9 -1.209,07 64.104,05 64.477,05

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 79,50 +0,7 0,55 78,95

Brent/ICE 84,66 +0,5 0,43 84,23

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 3.995,98 +0,7 26,04 3.969,94

Silber 55,57 +0,1 0,06 55,51

Platin 1.587,61 -1,8 -29,88 1.617,50

(Angaben ohne Gewähr)

DJG/mod/cln

(END) Dow Jones Newswires

July 17, 2026 03:56 ET (07:56 GMT)

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Datum Rating Analyst
21.09.26 Infineon Neutral UBS AG
14.09.26 Infineon Neutral UBS AG
09.09.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
08.09.26 Infineon Outperform Bernstein Research
07.09.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG

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