MÄRKTE EUROPA/Rally geht weiter dank Geldspritzen und Impfstoff


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FRANKFURT (Dow Jones)--Keine Pause gönnen sich Europas Aktienmärkte am Donnerstag auf dem Weg nach oben. Die Rally-Laune setzt sich ungebremst fort. Der DAX legt um 1,4 Prozent zu auf 13.426 Punkte, der Euro-Stoxx-50 um 1,5 Prozent auf 3.387 Punkte. Kräftige Kursgewinne verzeichnen vor allem Konjunkturaktien. Die anhaltende Rekordjagd in den USA und die Stärke von Nikkei und Kospi in Asien springen nun auch auf Europa über. Kurstreiber sind die Hoffnungen auf noch weitergehende Hilfspakete der US-Regierung sowie bald zur Verfügung stehende Impfstoffe gegen das Coronavirus.

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Die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns bei der Suche nach einem Impfstoff gilt als nur noch gering, lediglich der konkrete Zeitplan und welches Unternehmen den Markt zuerst beliefert, ist noch offen. Die Trump-Administration will Mittel noch vor dem 1. November ausliefern lassen. Die Wirtschaftserholung gilt damit als nach unten abgesichert. Zu neuen Lockdowns dürfte es nur noch lokal kommen.

Hilfe kommt auch vom Euro, der noch etwas zurückfällt auf 1,1808 Dollar. Das sollte vor allem den exportorientierten europäischen Aktien Auftrieb geben und damit auch dem DAX, in dem solche besonders hoch gewichtet sind.

Voller Datenkalender stützt die Hoffnungen

Der volle Datenkalender am Donnerstag liefert bislang gute Gründe für weitere Kursgewinne. Denn der Service-PMI in China sei mit 54,0 Punkten klar im expansiven Bereich geblieben, heißt es. Nun stehen noch global die Einkaufsmanager-Indizes vieler Länder für den Dienstleistungsbereich an. In den USA wird vor allem auf den ISM-Service-Index für August geblickt, dazu die Erstanträge auf US-Arbeitslosenunterstützung. Denn am Freitag werden mit dem großen August-Arbeitsmarktbericht die Karten neu gemischt.

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Kurstreiber können auch weitere Aussagen von Fed-Mitgliedern am Nachmittag sein. San Francisco Fed-Präsidentin Mary Daly hatte am Vortag bereits weitere Stützungsmaßnahmen für die US-Wirtschaft gefordert. Die Schuldenlast der US-Wirtschaft wird damit nächstes Jahr die Wirtschaftsleistung übersteigen. Damit reiht sich das Land in eine Reihe mit Japan, Italien und Griechenland ein.

Konjunktur- und Chemie-Aktien vorn

Kräftige Kursgewinne zeigen vor allem konjunkturzyklische Aktien. Covestro springen um weitere 4,3 Prozent, BASF um 2,0 Prozent. MTU Aero steigen um 4,2 Prozent, Deutsche Bank um 3,2 Prozent. Die Autoaktien BMW, VW und Daimler legen um bis zu 2,3 Prozent zu. Bei Stahlwerten wie Arcelormittal geht es um 2,2 Prozent höher. Nur Vallourec brechen um weitere 3,8 Prozent wegen hauseigener Finanzierungssorgen ein.

Selbst die Aktien der Reiseveranstalter ziehen deutlich an. Die Einstufung der Kanaren als Corona-Risiko-Gebiet wird von der Hoffnung auf bald verfügbare Impfstoffe überspielt. Tui steigen um 2,9 Prozent, Kreuzfahrveranstalter Carnival sogar um 3,8 Prozent.

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Bei IT- und Softwareberater Cagemini in Paris geht es 2,2 Prozent nach oben. Sie haben ihren Jahresausblick mit positivem Unterton bestätigt. Auch bei Mobilfunker Iliad geht es dank guter Halbjahreszahlen 1,2 Prozent höher.

Merck KGaA im DAX steigen um 1,2 Prozent dank einer günstigen Refinanzierungs. Das Darmstädter Unternehmen hat eine Hybridanleihe über 1 Milliarde Euro über eine Laufzeit von 60 Jahren platziert.

Siemens Healthineers fallen dagegen um 4,6 Prozent auf 36,55 Euro nach einer Kapitalerhöhung. Sie wurde zu 36,40 Euro je Aktie durchgeführt. Den Bruttoerlös von 2,73 Milliarden will das Unternehmen in die Finanzierung der Varian-Übernahme stecken.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.387,03 1,48 49,26 -9,56

Stoxx-50 3.041,77 1,22 36,55 -10,62

DAX 13.426,26 1,38 182,83 1,34

MDAX 28.139,94 0,88 246,03 -0,61

TecDAX 3.185,50 0,35 11,25 5,66

SDAX 12.734,07 0,70 88,54 1,78

FTSE 5.990,49 0,83 49,54 -21,23

CAC 5.114,83 1,65 83,09 -14,44

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,49 -0,01 -0,73

US-Zehnjahresrendite 0,66 0,01 -2,02

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:11 Mi, 17:35 % YTD

EUR/USD 1,1808 -0,39% 1,1801 1,1836 +5,3%

EUR/JPY 125,45 -0,32% 125,44 125,60 +2,9%

EUR/CHF 1,0772 -0,25% 1,0777 1,0779 -0,8%

EUR/GBP 0,8886 +0,08% 0,8876 0,8895 +5,0%

USD/JPY 106,23 +0,06% 106,27 106,12 -2,3%

GBP/USD 1,3288 -0,48% 1,3297 1,3305 +0,3%

USD/CNH (Offshore) 6,8371 +0,04% 6,8456 6,8339 -1,9%

Bitcoin

BTC/USD 11.332,01 -0,44% 11.369,26 11.346,76 +57,2%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 41,15 41,51 -0,9% -0,36 -28,2%

Brent/ICE 44,06 44,43 -0,8% -0,37 -28,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.934,68 1.942,80 -0,4% -8,12 +27,5%

Silber (Spot) 27,14 27,53 -1,4% -0,38 +52,1%

Platin (Spot) 908,08 909,60 -0,2% -1,53 -5,9%

Kupfer-Future 2,97 3,00 -1,0% -0,03 +5,4%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/ros

(END) Dow Jones Newswires

September 03, 2020 03:39 ET (07:39 GMT)

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23.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Neutral UBS AG
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Jefferies & Company Inc.

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